BotM


Bandman of the Month: Florian Schellhorn

Ich bin, wie viele andere auch, seit meiner Kindheit Mitglied im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena und kann mir kaum vorstellen, jemals in einer anderen Brass Band zu spielen. Ich mag die immer neuen musikalischen Herausforderungen, die mir die Band bietet und die mich dazu bringen, weiter an mir zu arbeiten.“ Aus einer kleinen Entscheidung in jungen Jahren erwuchs für Florian Schellhorn, unseren Bandman des Monats, also eine große Leidenschaft. Heute wollen wir unseren Mann am 3. Kornett etwas genauer vorstellen.

Am 14. September 1987 erblickte Florian das Licht der Welt. Im zarten Alter von 9 Jahren fand er schließlich den Weg in den Blasmusikverein Carl Zeiss Jena (Trägerverein der Brass Band BlechKLANG). Angefangen hat seine musikalische Ausbildung mit Flötenunterricht bei Heike Besen. Kurze Zeit später wechselte er bereits an die Trompete. „In meiner Familie hat das Trompetespielen eine lange Tradition: Nicht nur mein Vater, sondern auch mein Opa und Uropa sind diesem Hobby nachgegangen.“ Es ist also nicht verwunderlich, dass Florian von Anfang an mit sehr viel Eifer dabei war. „Ich hatte Einzelunterricht bei Olaf Niehl, Thorsten Müller und Alexander Richter, aber auch bei Steffen Naumann von der Jenaer Philharmonie.“ Seine Orchesterausbildung durchlief die damals üblichen Formationen, bis er im Alter von 14 Jahren ins A-Orchester kam – die heutige Brass Band BlechKLANG. „Seitdem habe ich schon jede Kornettstimme (außer Es-Kornett) gespielt, zuletzt Solo-Kornett. Momentan sitze ich jedoch in der dritten Stimme, um einige kleine ansatztechnische Probleme zu beheben.

Blech trifft Orgel 2014

Florian bei Blech trifft Orgel 2014

Selbstverständlich hat Florian seit seinem Eintritt in die Brass Band nicht nur viele Stimmen, sondern auch viele Stücke kennengelernt. Sein Lieblingswerk ist jedoch Windows of the World von Peter Graham, vor allem der erste und der sechste Satz, das wir beim Galakonzert 2013 präsentierten. Von den vielen Dozenten, die er ebenfalls erleben durfte, hat ihn am meisten Philippe Bach beeindruckt: „Mir haben die musikalische Arbeit mit ihm und die Art und Weise, wie er die Proben für Brass & Sinfonik II gestaltet hat, sehr gefallen.“ Das größte Highlight mit der Band waren jedoch die beiden Wettbewerbe in Prag (2005) und in Ingolstadt (2008), von denen wir mit einem ersten Platz zurückgekehrt sind.

Brass und Sinfonik II

Florian bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Als persönliches musikalisches Vorbild gibt Florian den Trompeter Eric Miyashiro an. „Mich beeindruckt die Leichtigkeit und die Intensität, mit der er spielt. Gleichzeitig kann man sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit und Disziplin dahinterstecken.“ Eine konkrete Lieblings-Brassband hat er jedoch nicht. „Mich beeindrucken die Spitzen-Brassbands allgemein, wobei ich privat keine Brassband-Musik höre, sondern eher südamerikanische Musikstile wie Salsa, aber auch Funk. Das liegt sehr stark daran, weil dort häufig Trompeten, Posaunen etc. zum Einsatz kommen. Allerdings höre ich privat nicht viel Musik. Ich spiele sie lieber 😉

In seinem Leben außerhalb der Band ist Florian übrigens Ingenieurgeologe und ausgebildeter Pyrotechniker. Zu seinen Hobbys zählen das Trompetespielen, Feuerwerke, Wandern, Freunde treffen und „ab und zu auch gerne einfach nur ein Film auf der Couch“.

Lieber Florian, wir hoffen, dass du nicht nur in deiner Freizeit, sondern auch bei uns noch viele erfolgreiche (musikalische) Feuerwerke zünden wirst!

Bandwoman of the Month: Ulrike Schrön

Angefangen hat alles mit meinem damaligen Trompetenlehrer an der Musik- und Kunstschule Jena, über den ich zum Blasmusikverein Carl Zeiss Jena gekommen bin, denn damals wurden gerade Mitspieler gesucht. Als ich dann einmal so richtig dabei war, wollte ich gar nicht mehr weg ;-)“ Aus einem kleinen Schritt erwuchs für Ulrike – unsere Bandwoman des Monats – also eine große Leidenschaft. Heute wollen wir unseren Assistant Principal bzw. Principal etwas genauer vorstellen.

Ulrike bei der Bläserweihnacht 2014

Ulrike bei der Bläserweihnacht 2014

Ulrike Schrön wurde im Jahr 1986 geboren und startete ihre musikalische Karriere im heimischen Posaunenchor. Dort erlernte sie zuerst das Trompetespielen („noch in C-Schreibweise!“), bevor sich ihre musikalische Ausbildung im zarten Alter von 12 Jahren an die Eisenacher Musikschule verlagerte. Dort nahm sie Klavier- und später auch Gesangsunterricht. Mit 16 Jahren begann schließlich der Trompetenunterricht. „Das hat mir am meisten Spaß gemacht, weshalb ich später auch im Musikschulorchester mitwirkte.“ Nachdem sie aufgrund ihres Studiums nach Jena gezogen war, nahm sie noch für kurze Zeit Unterricht an der Musik- und Kunstschule, bevor sie den Weg zu uns fand. „Was mich vor allem begeistert hat, war zum einen die Möglichkeit in einem Orchester spielen zu können, zum anderen die Art und Weise der Musik, die eine Brassband ermöglicht. Außerdem lernte ich sehr schnell viele tolle Menschen kennen, die auch heute noch zu meinem festen Freundeskreis zählen.“ In unseren Reihen spielte Ulrike zunächst für viele Jahre die Repianostimme und wechselte schließlich ins Solokornett.

Ulrike beim Galakonzert 2016

Ulrike beim Galakonzert 2016

Obwohl sie in ihrer jetzigen Position häufiger solistische Passagen übernimmt, sagt sie selbst: „Am schönsten finde ich eigentlich weniger Solo-Stücke, sondern vielmehr Tutti-Werke, in denen die gesamte Band richtig Sound produzieren kann. Zu meinen Favoriten zählen From Ancient Times, Fingal’s Cave, Vitae Aeternum, Immortal und noch viele mehr – es gibt einfach so viele tolle Brassband-Kompositionen!“ In Bezug auf eine Lieblingsband fällt es ihr ebenfalls schwer, sich auf eine Formation festzulegen: „Black Dyke und Cory gehören definitiv zu meinen Favoriten. Allerdings gibt es auch in der Schweiz und in Norwegen tolle Bands. Es sind vor allem die besonderen Erlebnisse, die sich einprägen. Das Galakonzert von Black Dyke zur Deutschen Brassband-Meisterschaft in Bad Kissingen 2014 war der Hammer – dort durften wir sogar „Immortal“ hören. Der Live-Mitschnitt von „From Ancient Times“ von Cory zu den Europeans 2011 ist ebenfalls der absolute Wahnsinn!

Ulrike bei der Deutschen Brass Band Meisterschaft 2016

Ulrike bei der Anspielprobe für die Deutsche Brass Band Meisterschaft 2016

Was ihre ganz persönlichen musikalischen Vorbilder betrifft, sagt sie: „Ein richtiges Idol habe ich zwar nicht, aber in der Brassband-Szene lernt man immer wieder beeindruckende Spieler (ob Profis oder Laien) kennen, die mit Klang und Virtuosität überzeugen. Mit solchen Leuten zusammen zu spielen, macht mir besonders viel Spaß, denn man kann unglaublich viel lernen.“ Daher schätzt Ulrike auch die regelmäßige Zusammenarbeit mit Gastdozenten: „Die Band kann sich dadurch extrem weiterentwickeln. Gerade am Ende eines Probentages hört man deutliche Unterschiede in der Klangqualität. Philippe Bach ist mir diesbezüglich noch in sehr guter Erinnerung. Eine wichtige Lektion von ihm und den anderen Dozenten war für mich, dass in einer Band jede Stimme ihre eigene Berechtigung hat. Niemand ist weniger wichtig als der andere. Das soll jedoch nicht heißen: Weil ich wichtig bin, muss ich auch immer zu hören sein ;-)“

Wenn Ulrike auf die vielen Jahre zurückblickt, die sie bereits in der Brass Band spielt, dann ist ihr vor allem ein Ereignis im Gedächtnis geblieben: „Mein schönstes Erlebnis war der Sieg in Ingolstadt in der Mittelstufe im Jahr 2008. Das war wirklich einmalig! Die Freude danach in der gesamten Band werde ich nie vergessen. Aber auch der Auftritt zur Meisterschaft 2016 in Bad Kissingen hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte den Eindruck, dass die Band auf der Bühne eine Einheit bildete. Genau so sollten wir immer zusammen spielen!

Ulrike bei der Deutschen Brass Band Meisterschaft 2016

Ulrike bei der Vorbereitung auf die Deutsche Brass Band Meisterschaft 2016

In ihrem Leben außerhalb der Band ist Ulrike Gymnasiallehrerin für Geschichte und Religion. Zu ihren Hobbys gehören – selbstverständlich – Musik („hören und selber musizieren“), Lesen, Serien schauen, und alle Arten von Spielen („von Computer- über Brett- bis zu Kartenspielen“). Privat hat sie einen sehr breiten Musikgeschmack: „Eigentlich höre ich alles Querbeet – sowohl Rock als auch Pop, Indie und Alternative. Besonders gern mag ich klassische Musik. Bei Mozart, Vivaldi oder Beethoven kann ich richtig gut entspannen. Und seitdem ich in einer Brassband spiele, gehört natürlich auch solche Musik dazu.

Liebe Ulrike, wir freuen uns sehr, dass du uns bereits seit vielen Jahren unterstützt und danken deinem ehemaligen Trompetenlehrer, dass er dich damals auf uns aufmerksam gemacht hat 😉

Bandman of the Month: Robert Voigt

In der Brass Band BlechKLANG habe ich das Musizieren als kostbaren Wert in meinem Leben sehr zu schätzen gelernt. Diese besondere Art von Klangkörper steht für mich für unvergleichbar weichen und trotzdem gewaltigen Sound. Deshalb sage ich nicht ohne Grund: Vorsicht vor dem Brass-Virus – hohe Infektionsgefahr! Außerdem begeistert mich die einmalige Band-Kultur: großer Zusammenhalt und der permanente Wille, etwas Neues zu schaffen.“ Die Frage, ob sich Robert Voigt, unser Bandman des Monats, wohl ebenfalls mit dem Brass-Virus infiziert hat, erübrigt sich sicherlich nach dieser Einleitung. Heute wollen wir den Mann am Flügelhorn etwas genauer vorstellen.

Robert Voigt, Solist am Flügelhorn bei Brass & Sinfonik II

Robert bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Robert Voigt erblickte im Jahr 1988 das Licht dieser Welt und trat 1998 dem Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V., unserem Trägerverein, bei. Er selbst beschreibt dieses Ereignis auf seine ganz eigene, von trockenem Humor geprägte Art und Weise, für die er in der Band mehr als bekannt ist: „Einerseits war Tennis einfach zu teuer und andererseits hatten viele Freunde meiner Eltern bereits erfolgreich ihre im Vergleich zu mir älteren Kinder in diesem Verein untergebracht. Daher bin ich auch eingetreten – und bis heute dabei geblieben!“ Nachdem Robert die verschiedenen Ausbildungsstufen durchlaufen und dabei das Spielen der Trompete – „in Ansätzen“ – erlernt hatte, erreichte er das Auftrittsorchester, die heutige Brass Band BlechKLANG. Er stellte sich zudem musikalischen Prüfungen (D3) und kann nur jedem raten, einmal eine Brass Band live zu erleben: „Wer eine gute Band live gehört hat, möchte definitiv mehr.“ In der Brass Band BlechKLANG ist er bereits seit vielen Jahren unser verlässlicher Mann am Flügelhorn.

Bläserweihnacht 2014

Robert beim Probenwochenende für unsere Bläserweihnacht 2014

Dass er dem Brass-Sound mehr als verfallen ist, äußert sich auch bei seiner Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsstück: „Ich kann mich auf keinen konkreten Titel beschränken, aber ich mag eine gewisse Art von Stücken besonders, z. B. Where Eagles sing, From Ancient Times, MacArthur Park, die Braveheart Suite, All Night long oder auch Concerto de Aranjuez. Das ist allerdings wirklich nur ein minimaler Auszug. Was ich aber gern noch hinzufügen möchte: Es gibt auch geniale Märsche!

Brass Band probt Auftaktst++ck f++r Konzert Brass und Sinfonik II

Robert bei der Probe für Brass und Sinfonik II

Ähnlich breit gefächert beantwortet Robert auch die Frage nach seinem musikalischen Vorbild: „John Doyle ist ein toller Spieler. Während seiner Zeit als Flügelhornist bei Black Dyke habe ich definitiv ab und an zu ihm aufgeschaut. Es gibt allerdings immer wieder zahlreiche weitere Vorbilder, auch in anderen Genres. Als persönliche Orientierung finde ich das in jedem Fall extrem wichtig, daher würde mich auf niemand Spezielles festlegen wollen. Ich und die Band-Mitglieder haben zudem bereits viele tolle Gast-Dozenten kennengelernt. Jeder hat seine Vorzüge und ich konnte definitiv von allen etwas lernen bzw. mitnehmen.

Als besonders beeindruckendes Erlebnis mit der Band ist Robert unsere Teilnahme an der Deutschen Brass Band Meisterschaft in Bad Kissing im Jahr 2014 in Erinnerung geblieben: „Ein tolles Event insgesamt! Das Konzert von Black Dyke war allerdings die Krönung, denn die Band hat musikalisch ein absolutes Feuerwerk gezündet, wirklich krass!“ Darüber hinaus sind für unseren Flügelhornisten vor allem die großen Konzerte („inklusive der Busrückfahrt!“) und Kooperationen (z. B. Brass & Sinfonik II aus dem Jahr 2015) besonders einprägsam.

Bläserweihnacht 2014

Robert (Bildmitte, zwischen Kornett- und Hornregister) bei der Bläserweihnacht 2014

Sogar beim privaten Musikgenuss kommt Robert übrigens nicht vom Brass-Virus los: „Es gibt einfach zu viele Bands, die immer wieder Freude und Begeisterung bei mir auslösen und das schätze ich sehr. Jedoch höre ich auch gern andere Musikrichtungen, vor allem Rock.“ Wenn er sich eine wirkliche Pause von der Musik gönnen will, dann geht er anderen Dingen nach: Treffen mit Freunden, Sport („mal mehr, mal weniger“) oder „Gammeln“ bei Filmen, Serien oder auch einem guten Buch. Beruflich arbeitet Robert als Vertriebsingenieur Maschinenbau bei der SAMAG Machine Tools in Saalfeld.

Wir hoffen, dass Robert noch viele Jahre dem Brass-Virus verfallen bleibt, damit wir mit ihm zahlreiche weitere Konzert-Highlights erleben werden – inklusive Busrückfahrten 🙂 .

Bandwoman of the Month: Katrin Weber

Unsere Brass Band macht mir nicht nur unglaublich viel Spaß und ich liebe die Musik, die sich aus dem Zusammenspiel der Instrumente ergibt, sondern sie ist für mich auch wie eine Oase!“ – so beschreibt Katrin Weber, unser Bandwoman des Monats, ihr liebstes Hobby, dem sie schon seit vielen Jahren mit größter Leidenschaft nachgeht. Heute wollen wir sie etwas genauer vorstellen.

Probe für Brass & Sinfonik II

Katrin bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Im zarten Alter von acht Jahren trat Katrin Weber im Jahr 1975 unserem Trägerverein, dem Blasmusikverein Carl Zeiss Jena, bei. Nach der anfänglichen Ausbildung an der Flöte begann sie anschließend mit dem Trompetenunterricht. Bereits zwei Jahre später wurde sie in das damalige Auftrittsorchester aufgenommen. Zusätzlich absolvierte sie zahlreiche Auftritte gemeinsam mit Ilse Leuthold als Begleitung am Klavier. Im Jahr 1980 wurde sie Ausbilderin unseres vereinseigenen Nachwuchses. Von 1982 – 86 war sie zudem Mitglied im Auswahlorchester des ZMK. Als ihr erster Sohn im Jahr 1986 geboren wurde, gönnte sie sich eine Pause von der intensiven Vereinsarbeit. Allerdings blieb ihre Begeisterung für die Musik auch während dieser Unterbrechung bestehen, weshalb sie 2004 Mitglied bei unseren Oldstars wurde. Vier Jahre später übernahm sie die Leitung unserer vereinseigenen Orchesterschule KLANGwelt. Im August 2011 stieg sie wieder als 3. Kornett bei der Brass Band BlechKLANG ein. Dieser Position ist sie bis heute treu geblieben.

Probe für Weihnachtskonzert 2014

Katrin bei der Probe für unser Bläserweihnacht 2014

Als „immer motivierenden Lehrer mit viel Ausdauer“ hebt Katrin Alexander Richter hervor. „Darüber hinaus schätze ich Patricio Cosentino sehr für seine klaren Ansagen und seine Unterstützung bei meinem eigenen Vorwärtskommen und dem der Band. Außerdem ist es bewundernswert, was er alles für die Musik tut!“ Besonders beeindruckend als Dozent war für sie Philippe Bach und die Zusammenarbeit mit ihm im Rahmen von Brass & Sinfonik II. „Der Anspruch an unser Repertoire wächst ständig und „At the Crossroads“ war in dieser Hinsicht ein absolutes Highlight, aber ich erinnere mich gern daran zurück, wie Philippe Bach dieses Stück mit uns einstudiert hat.“ Der persönliche Lieblingstitel von Katrin ist jedoch die Ode an das Licht „Prima Luce“ aus der Feder von Jan van der Roost, den wir zu unserer Bläserweihnacht 2014 präsentiert haben.

Weihnachtskonzert 2015

Katrin bei unser „Romantischen Bläserweihnacht“ 2015

Auf die Frage nach ihrem musikalischen Ideal zaubert sich ein Lächeln auf Katrins Gesicht: „Vorbilder gibt es für mich viele – eigentlich alle, die besser sind als ich 😀 .“ Nach dieser scherzhaften Antwort wird sie allerdings wieder ernst und erklärt weiter: „Ich bewundere Black Dyke, da sie viele technisch anspruchsvolle Stücke präsentieren und dabei unglaublich leicht klingen.“ 

Deutsche Brass Band Meisterschaft

Katrin bei der Anspielprobe für die Deutsche Brass Band Meisterschaft 2014

Wenn Ihr einmal nicht der Sinn nach Brass Band-Musik steht, hört Katrin am liebsten Klassik, da sie dabei „total abschalten“ kann. Ab und an dürfen es aber auch Herbert Grönemeyer, Enya oder Blackmore’s Night sein. In den seltenen Momenten, in denen sie nicht ihrem liebsten Hobby nachgeht, arbeitet sie übrigens als Erzieherin in einer Jenaer Kindertagesstätte oder verbringt Zeit mit ihrem Enkel Felix. „Ich bin sehr dankbar für die tolle Zeit und die zahlreichen beeindruckenden Konzerte, die ich zusammen mit der Brass Band BlechKLANG erleben durfte und noch erleben werde. Ich wünsche mir für die Zukunft viele weitere gemeinsame Auftritte und vor allem auch den bestmöglichen Erfolg bei unserer Teilnahme an der Deutschen Brass Band Meisterschaft!

Liebe Katrin, auch wir freuen uns noch auf viele gemeinsame Jahre mit dir!

Bandwoman of the Month: Katja Richter

Wenn es den Blasmusikverein Carl Zeiss Jena und die Brass Band BlechKLANG nicht gäbe, dann müsste man uns genau so erfinden. Für mich ist es das Schönste, dass ich direkt vor der Haustür auf so hohem Niveau so tolle Musik mit so tollen Leuten unter so toller Leitung machen kann.“ – und dieser Leidenschaft geht Katja Richter bereits seit über 30 Jahren nach. Daher wollen wir sie heute als Bandwomen des Monats etwas genauer vorstellen.

Bandwoman of the Month Katja Richter (1)

Katja Richter trat dem Verein 1983 im Alter von neun Jahren bei. Nach der anfänglichen Ausbildung an der Blockflöte wechselte sie im Sommer 1984 während des Probenlagers in Trassenheide auf die Trompete. In den folgenden Jahren durchlief sie die vereinseigene Ausbildung in Form des damals üblichen Gruppenunterrichts. Nach vier Jahren nahm sie zusätzlichen Einzelunterricht bei professionell ausgebildeten Musikern. Nebenbei wirkte Katja in verschiedenen kammermusikalischen Formationen mit und war mehrere Jahre Mitglied in einer Bigband.

Bandwoman of the Month Katja Richter (1)

Das bisher eindrucksvollste Erlebnis mit der Brass Band war für Katja die Reise in die USA im Jahr 1999. Diese Erfahrung war für sie absolut einmalig, weshalb es auch nicht möglich ist, einen einzelnen Moment aus der Fülle von Eindrücken herauszuziehen. Als Dozenten haben sie die beiden Schweizer Armin Bachmann und Philippe Bach am meisten beeindruckt. „Ich mag diese Mentalität sehr und hatte bei beiden stets das Gefühl, dass sie uns zum Thema Brassband unendlich viel vermitteln können.

Bandwoman of the Month Katja Richter (1)

Katja bei der vorletzten Probe für die Deutsche Brass Band Meisterschaft 2014, die vom MDR besucht wurde.

Seit der zweiten Jahreshälfte 2015 hat Katja die Position des Repianokornetts inne. „Im Anschluss an meine Babypause ist diese Aufgabe sehr fordernd für mich, denn zum ersten Mal habe ich eine einfach zu besetzende Stimme auszufüllen. Dabei sind die solistischen Passagen mit Sicherheit die größte Herausforderung, aber gleichzeitig auch besonderer Anreiz.“ Bei der „Romantischen Bläserweihnacht“ im Jahr 2015 konnte sich unser Repiano erstmalig vor Publikum an der neuen Stimme beweisen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ihr Lieblingsstück aus diesem Programm stammt: „Eric Balls Bearbeitung der Ouvertüre zur Oper Hänsel und Gretel hat mich wegen ihrer Nähe zum Original stark beeindruckt.  Außerdem mag ich es auch sehr, klassisches Repertoire zu spielen.

Bandwoman of the Month Katja Richter (4)

Katja bei der Anspielprobe für die Deutsche Brass Band Meisterschaft 2014.

Auf die Frage nach ihrem persönlichen Klangideal antwortet Katja: „Ich mag Bands, die im Sound klar und durchsichtig sind.“ Als Beispiel für dieses Ideal benennt sie die Weihnachts-CD „Nadal“ der Brassband Bürgermusik Luzern. „Wirklich furchtbar finde ich es, wenn permanent ein übertriebenes Vibrato zu hören ist.“ Zu Hause läuft natürlich auch andere Musik: „Nach einem stessigen Tag kann ich mich besonders gut bei Stücken des südkoreanischen Pianisten Yiruma oder den ruhigen Titeln von Nils Landgren entspannen.

Wenn Katja übrigens gerade nicht Kornett übt, arbeitet sie in der Buchhaltung eines sozialen Unternehmens oder kümmert sich um ihren Mann und die zwei Kinder. „Ich habe eigentlich genau zwei Hobbys: meine Familie und den Verein. Beides unter einen Hut zu bringen, erfordert momentan einen mächtigen Spagat inklusive der vorbehaltlosen Unterstützung aller Familienmitglieder. Für die Zukunft wünsche ich mir privat wieder etwas mehr Zeit, um mich auf dem Kornett noch mal ein Stück weiterentwickeln zu können. Ich versuche aus jeder Probe möglichst viel mitzunehmen.

Liebe Katja, die Brass Band BlechKLANG wird dich bei diesem Vorhaben tatkräftig unterstützen!

Bandman of the Month: Hendrik Bernhardt

Ich hab nur ein Hobby und das ist die Musik bzw. das Musizieren in der Brass Band BlechKLANG. Alles andere ist für mich lediglich ein Interesse, also etwas, dem ich nur gelegentlich nachgehe.“ – Starke Worte von unserem Bandman des Monats, allerdings gibt es kaum einen Weg, seine Leidenschaft besser zu beschreiben. Heute wollen wir den Mann am ersten Bariton etwas genauer vorstellen.

Hendrik Bernhard bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Hendrik bei der Probe für Brass & Sinfonik II (2015)

Geboren wurde Hendrik im Jahr 1989. Neun Jahre später konnten wir ihn bereits als neues Mitglied im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (Trägerverein der Brass Band BlechKLANG) begrüßen. Nachdem er die verschiedenen Stufen der Nachwuchsausbildung durchlaufen hatte, wurde er im Jahr 2004 in das Auftrittsorchester, dem Vorläufer der Brass Band, aufgenommen. Damals war seine Stimme noch die zweite Posaune, aber bereits zwei Jahre später wechselte er zum ersten Bariton, dem er bis heute treu geblieben ist. Neben seinem Engagement in der Brass Band beteiligt sich Hendrik seit 2011 regelmäßig an der kammermusikalischen Konzertreihe „Blech trifft Orgel“. Im Jahr 2015 wurde er darüber hinaus Mitglied des „Solistenensembles der Brass Band BlechKLANG“.

Hendrik Bernhard bei Blech trifft Orgel 2014

Hendrik bei Blech trifft Orgel 2014

Musikalisch am meisten beeindruckt hat ihn auf seinem bisherigen Werdegang die Probe bei Prof. Christian Sprenger. Der Posaunenprofessor der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar unterstützte uns insbesondere während der Vorbereitungsphase auf unsere Bläserweihnacht 2013. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass Hendriks Lieblingsstück ebenso aus dem Weihnachtsprogramm 2013 stammt: Der 2. Satz aus „A Christmas Suite” (Lo, how a rose e’re blooming).

Hendrik Bernhard

Hendrik bei der Probe für die Bläserweihnacht 2014

Fragt man Hendrik nach seinen musikalischen Vorbildern, lautet die Antwort „Ein direktes Vorbild habe ich eigentlich nicht, allerdings finde ich Louis Armstrong ganz gut. Als Kind hab ich eine seiner CDs geschenkt bekommen, die ich immer noch sehr mag.“ Darüber hinaus hört unser erstes Bariton in seiner Freizeit gern U2, die Toten Hosen, die Ärzte und natürlich Brass. Seine Lieblings-Brass Band ist übrigens – das dürfte niemanden überraschen – die Brass Band BlechKLANG! „Begründen muss ich das sicherlich nicht“, erklärt Hendrik mit einem verschmitzten Lächeln.

Hendrik Bernhard

Wenn Hendrik selbst auf seinen bisherigen Werdegang mit der Brass Band zurückblickt, dann fällt es ihm schwer, ein Erlebnis herauszupicken, das für ihn außergewöhnlich beeindruckend war: „Für mich ist eigentlich annähernd jede gemeinsame Probe bzw. jeder Auftritt etwas Besonderes. Allerdings freue ich mich jedes Jahr aufs Neue auf unser Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Jena, bei dem wir immer vor fast 1.000 Zuschauern spielen. Das ist für mich ein absolutes Highlight mit einer ganz speziellen Atmosphäre.“ Zudem erinnert sich Hendrik gern an den Auftritt zum 30jährigen Firmenjubiläum von Subaru Deutschland im Jahr 2010 auf der AMI in Leipzig: „Dort spielen zu dürfen, war schon etwas Besonderes und absolut Einmaliges! Außerdem konnten wir nebenbei ein tolles Wochenende zusammen verbringen.

Hendrik Bernhard

Neben dem musikalischen Anspruch schätzt Hendrik vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Brass Band: „Wir sind einfach ein sensationell gutes Team. Diese Band besteht aus vielen verschiedenen und interessanten Leuten, alle mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen und Fähigkeiten. Wenn man mal Hilfe oder Rat bei irgendetwas braucht, dann gibt es immer jemanden, der das nötige Wissen hat und weiterhelfen kann. Wir verbringen alle sehr viel Zeit miteinander, nicht nur bei den Konzerten und Proben, sondern auch neben der Musik und wenn es darauf ankommt, dann gibt jeder sein Bestes für die Band!

Hendrik Bernhard

Gemeinsame Probe mit der Jenaer Philharmonie für Brass & Sinfonik II (2015)

Bei so viel Begeisterung für die Musik stellt sich natürlich die Frage, was Hendrik eigentlich sonst noch macht: Der studierte Physiker promoviert momentan am Helmholtz Institut in Jena und ist in seiner Freizeit, also bei seinen Interessen (siehe oben), sehr sportbegeistert. Für eine Runde Joggen, etwas Badminton oder sonstigen Sport für die eigene Fitness ist er eigentlich immer zu haben. Zudem trifft er sich gern mit Freunden bei einem erfrischenden Kaltgetränk und einem spannenden Kartenspiel.

Hendrik beim Neujahrskonzert in Bad Sulza (2015

Hendrik beim Neujahrskonzert in Bad Sulza (2015)

Der größte Traum von Hendrik ist es übrigens, irgendwann einmal die folgenden Sätze nach einer Brass Band Meisterschaft sagen zu können: „Ich kann nicht glauben, dass wir tatsächlich die Oberstufe gewonnen haben und der Spieler am 1. Bariton auch noch stellvertretend für die Baritons/Euphonien den Sonderpreis für das beste Register entgegennehmen durfte.

Wir drücken Hendrik alle Daumen, dass dieser Tag einmal wahr werden wird. Bis dahin wünschen wir ihm und uns noch viele schöne Erlebnisse mit der Brass Band BlechKLANG!