Brass Band BlechKLANG News


Probenwochenende on the Road mit Chris Houlding und Philippe Bach – @Home-Edition

Nach dem großen Erfolg unserer letztjährigen Teilnahme am 2. International Summer Brass Band Camp 2019 im sächsischen Schneeberg war die Vorfreude auf die 2020er Ausgabe des Workshops und unser dortiges Probenwochenende on the Road natürlich immens. Corona sorgte allerdings dafür, dass alles etwas anders kam. Wie auch viele andere Events in diesem Jahr musste leider auch das ISBBC abgesagt werden. Glücklicherweise bedeutete dies jedoch nicht das Aus für unser spezielles Probenwochenende!

Logo Sommer Brass Band Camp 2020 in JenaIn einem gewaltigen Kraftakt organisierten unser Dirigent Alexander Richter und die Leiterin der Orchesterschule KLANGwelt Katrin Weber in kürzester Zeit das „1. Sommer Brass Band Camp“ in unserer Heimatstadt Jena (27. – 30. August 2020). Unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln konnte unser Probenwochenende on the Road somit als @Home-Edition stattfinden.

Sommer Brass Band Camp 2020 Brass Band BlechKLANG (18) Sommer Brass Band Camp 2020 Brass Band BlechKLANG (18) Sommer Brass Band Camp 2020 Brass Band BlechKLANG (18) Sommer Brass Band Camp 2020 Brass Band BlechKLANG (18)

Gemeinsam mit dem Lehrerteam der Orchesterschule KLANGwelt (Andrea Hobson, Misaki Fukushima, Márk Sirok, Konrad Angerhöfer sowie Alexander Richter) absolvierten wir in unserer Heimatstadt an vier Tagen sowohl Tutti- als auch Registerproben. Als besonderes Highlight konnten auch zwei internationale Brass Band-Experten für das SBBC gewonnen werden. Chris Houlding (UK) und Philippe Bach (CH) arbeiteten mit uns an einem sehr spannenden Repertoire, das bei den noch kommenden Konzerten in 2020 zu hören sein wird. Beide Dozenten sind für uns keine Unbekannten. Mit dem GMD des Staatstheaters Meiningen Philippe Bach haben wir bereits zahlreiche Projekte realisiert (z. B. die beiden Konzerte mit der Jenaer Philharmonie 2019 und 2015). Chris Houlding (Professor für Posaune an der Folkwang-Hochschule Essen) nahm bereits als Dozent am ISBBC 2018 teil.

Philippe Bach und Chris Houlding Sommer Brass Band Camp 2020

Philippe Bach (li.) und Chris Houlding

Alexander Richter fasste die @Home-Edition unseres Probenwochenende on the Road folgendermaßen zusammen: „Das „1. Sommer Brass Band Camp“ wird uns mit Sicherheit in Erinnerung bleiben. Es waren zwar sehr besondere Umstände, aber dafür war das Musizieren umso inniger und engagierter. Ich bedanke mich beim gesamten Dozenten- und Organisations-Team sowie bei allen Musiker*innen für die tolle Zusammenarbeit und nicht zuletzt für das fantastische Gemeinschaftsgefühl!“ Selbstverständlich ist ein derartiges Projekt nicht ohne fördernde Partner und Unterstützer möglich. Unser herzlichster Dank geht an:

Zudem bedanken wir uns für die Berichterstattung bei 4barsrest, British Bandsman, CU Brass, der OTZ und JenaTV!

Brass Band BlechKLANG präsentiert: Dein Dankeschön-Ständchen

Ob runder Geburtstag, Hochzeit oder auch eine Schuleinführung – eine kleine musikalische Einlage sorgt auf jeder privaten Feier für gute Unterhaltung und beste Stimmung. Wir wissen das natürlich schon lang und auch Ihr könnt Euch bald davon überzeugen! Denn wir haben uns eine neue spezielle Aktion überlegt, die insbesondere für all diejenigen interessant sein dürfte, die gerade jetzt, nach den vielen Wochen des Corona-Lockdowns, die allmählichen Lockerungen ausnutzen möchten, um einen bestimmten Anlass im Kreis der Familie oder mit Freunden zu feiern.

Gutes tun UND Musikgenuss vom Allerfeinsten

Wie sicherlich allseits bekannt, hat die Corona-Krise unseren Träger, den Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V., schwer getroffen. Daher haben wir nicht nur ein offizielles Spendenkonto eingerichtet, sondern auch die Crowdfunding-Aktion #MitKlangausderKrise gestartet, die vor kurzem erfolgreich beendet wurde. Ein spezielles „Dankeschön“, das man sich im Rahmen dieser Kampagne gegen einen Betrag von 90 Euro sichern konnte, wird es auch weiterhin geben:

Sichere Dir Dein privates Ständchen von unserem künstlerischen Leiter Alexander Richter oder einem*r Solisten*in unserer Band!

Alexander Richter spielt ein Dankeschön-StändchenUnd so funktioniert’s: Wendet Euch mit Eurer Anfrage direkt an unseren Auftrittsmanager Dr. Johannes Leutloff (Johannes.Leutloff@bmvczj.de, 0176/24385875)! Terminwunsch, Anlass und eventuelle Musikwünsche werden besprochen und unser Dirigent Alexander Richter oder ein*e Solist*in unserer Band kommt bei Euch vorbei und spielt ein kurzes privates Ständchen. Das Geld dafür kommt direkt unserem Verein zugute, insbesondere der Ausbildung unseres musikalischen Nachwuchses.

Endlich: Unsere erste gemeinsame Probe seit dem Corona-Lockdown!

Es ist kaum vorstellbar: Bereits am 16. März 2020 musste unser Träger, der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V., sämtliche Aktivitäten aufgrund der Auflagen zum Schutz vor Corona einstellen. Seit diesem Tag gab es für uns keinerlei Möglichkeiten, gemeinsam Musik zu machen – weder im Register noch alle zusammen. Wir trafen uns zwar regelmäßig zu Videokonferenzen, um uns miteinander auszutauschen, und auch verschiedenste „Distance Banding“-Projekte wurden umgesetzt, aber das Kernelement unserer Band – das gemeinsame Musizieren – blieb leider auf der Strecke. Erst am vergangenen Dienstag, dem 23. Juni 2020, hatte diese Zwangspause endlich ein Ende und der musikalische Weckruf aus dem coronabedingten Dornröschenschlaf konnte erfolgen.

Rückkehr zur Musik dank KIJ, Fachdienst Gesundheit der Stadt Jena und Saaletalschule

Die Begeisterung über die erste gemeinsame Probe nach so langer Zeit war uns allen förmlich ins Gesicht geschrieben. Dazu kamen wir im Hof der Saaletalschule in Lobeda-West zusammen, die uns ihr Gelände dankenswerter Weise auch zukünftig zur Verfügung stellt. Hier gibt es neben einer durchaus beeindruckenden Akustik vor allem ausreichend Platz, damit wir die strengen Hygiene-Auflagen des Fachdienstes Gesundheit der Stadt Jena einhalten können. Die großzügigen Steinstufen ermöglichen zudem freie Sicht auf unseren dann doch recht entfernt stehenden Dirigenten. Nach der gelungenen Premiere sollen übrigens auch unsere Kolleg*innen der Show Brass Band VielKLANG und der Jugend Brass Band BlechKLANG wieder in die Probenarbeit einsteigen.

Brass Band BlechKLANG feiert Rückkehr zur Musik (1) Brass Band BlechKLANG feiert Rückkehr zur Musik (1) Brass Band BlechKLANG feiert Rückkehr zur Musik (1) Brass Band BlechKLANG feiert Rückkehr zur Musik (1)

Geprobt wurden bei strahlendem Sonnenschein u. a. Stücke, die eigentlich für unser Galakonzert-Programm „Brass Band BlechKLANG: The Force Awakens“ vorgesehen waren. So lagen nach dem obligatorischen, diesmal jedoch etwas umfangreicheren Choralspiel, einige Filmmusiken auf den Notenpulten. Das komplette Programm mit weiteren Unterhaltungstiteln ist dann bei zwei Parkkonzerten in Zeitz und Erfurt zu erleben. Diese sind im Juli terminiert und geben uns die Möglichkeit, uns musikalisch versöhnlich in die Sommerpause zu verabschieden.

Der „Floral Dance“ in der Social Distance Banding-Version – ein Klassiker im neuen Gewand

Seitdem der Corona-Virus weltweit dafür gesorgt hat, dass Brass Bands weder zusammen proben noch Konzerte geben können, freuen sich Social Distance Banding-Videos großer Beliebtheit. Überall nehmen Formationen diese speziellen Fassungen von bekannten Stücken auf, bei denen die Musiker*innen sich dabei filmen, wie sie zu Hause ihre jeweilige Stimme aufnehmen. Alle Einzelaufnahmen werden anschließend zusammengeschnitten, so dass ein gemeinschaftliches Werk entsteht. Genau so einem Projekt haben jetzt auch wir uns gestellt – seht selbst:

Unter dem Motto #Coronacantstopthemusic haben wir uns den bekannten Publikumliebling „The Floral Dance“ vorgenommen und ihn gemeinsam eingespielt. Herausgekommen ist ein sehr unterhaltsames Video, das mittlerweile mehr als 5.000 Menschen gesehen haben. Auf unserer Facebook-Seite sind sogar noch viele weitere Social Distance Banding-Videos zu finden!

#MitKlangausderKrise – unser Träger braucht Eure Hilfe

Corona hält die Welt in Atem und bestimmt gerade das gesellschaftliche Leben überall. Unser Träger, der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V., ist davon leider nicht ausgeschlossen. Hohe laufende Kosten (Miete, Versicherungen etc.) treffen aktuell auf fehlende Einnahmen aufgrund abgesagter Konzerte und Projekte. Rücklagen, von denen man zehren könnte, gibt es leider auch nicht, denn wegen der Gemeinnützigkeit durften diese nicht gebildet werden. Kurz gesagt: Die Situation ist verheerend und mit jedem Tag, den die Krise anhält, steigt das Risiko, dass der Verein diese nicht überleben wird.

BMVCZJ Crowdfunding MitKlangausderKrise

Was nun?

Eins steht fest: Trotz der aktuell äußerst prekären Lage geben wir natürlich nicht auf! Wir wollen, dass unser Trägerverein, der im nächsten Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, auch nach dieser schweren Zeit noch existiert. Daher benötigen wir jetzt dringend Unterstützung! Unter dem Motto #MitKlangausderKrise gibt es dieses offizielle Spendenkonto:

  • IBAN: DE71830530300000048607
  • BIC: HELADEF1JEN
  • Sparkasse Jena
  • Verwendungszweck: Mit Klang aus der Krise, Name, Vorname
    Spendenquittungen werden gern ausgestellt – einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Anschrift an info@bmvczj.de senden!

Wir bedanken uns im Voraus bei allen Unterstützer*innen, denn jeder Euro zählt!

Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, haben wir zudem dieses Social Distance-Video aufgenommen – viel Spaß!

Achtung: Konsequenzen aus Corona-Krise

Liebe Vereinsmitglieder,
Liebe Eltern,
Liebe Lehrer,

die Entwicklung der Corona Pandemie, die festgelegten Maßnahmen des kommunalen Corona-Krisenstabes und unsere Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitgliedern und Lehrern im Speziellen und der Gesellschaft im Allgemeinen veranlassen uns, den öffentlichen Betrieb des Vereins ab Montag, den 16.03.2020 bis auf Weiteres komplett einzustellen.

  • Dies umfasst jegliche Unterrichts,- Proben- und Konzertätigkeit, sowie alle schulischen und außerschulischen Kooperationsprojekte.
  • Das KLANGhaus 1 (Theobald-Renner Straße 1) bleibt bis auf Weiteres komplett geschlossen
  • Der Notbetrieb der Geschäftstelle im KLANGhaus 2 (Drackendorfer Straße 12A) ist zum aktuellen Zeitpunkt noch gesichert.

Dringende Rückfragen zu organisatorischen Abläufen bitte an: info@bmvczj.de oder Festnetz (Büro) 03641-387374 oder 0171 840 8900.

Dringende Rückfragen zu Fragen der Unterrichtstätigkeit bitte an: weber-bmvczj@kabelmail.de

Die zeitliche Orientierung richtet sind nach den zentralen Festlegungen der Stadt und ist aktuell bis zum 19.04.2020 festgelegt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Zeitrahmen weiter verlängert.

Weiterführende Informationen sind in diesem Brief zu finden.

Da sich aus der aktuellen Situation auch zahlreiche finanzielle Engpässe ergeben, benötigen wir dringend Unterstützung. Ohne Hilfe ist es schwer, diese harte Zeit zu überstehen.

Die Bankverbindung des offiziellen Spendenkontos lautet:

  • IBAN: DE71830530300000048607
  • BIC: HELADEF1JEN
  • Sparkasse Jena
  • Verwendungszweck: Mit Klang aus der Krise, Name, Vorname
    Spendenquittungen werden gern ausgestellt – einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Anschrift an info@bmvczj.de senden!

Mit den besten Wünschen für Euch und Eure Familien!
Dr. Ulrich Richter
Vorsitzender Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V.

Filmmusik im Brass Band-Sound zum Leben erwecken: „Brass Band BlechKLANG: The Force Awakens“ – das ist unser Galakonzert-Programm 2020

Leider muss das Konzert aufgrund der Corona-Krise abgesagt werden. Sobald wir unsere reguläre Konzerttätigkeit wieder aufnehmen können, werden wir über weitere Termine informieren!

Man stelle sich einmal Indiana Jones vor, wie er heldenhaft dem Tempel des Todes entkommt, ohne dass dabei seine berühmte Erkennungsmelodie zu hören ist. Oder man denke an die epischen Weltraumschlachten in Star Wars, während im Hintergrund absolute Stille herrscht. Und wie wäre wohl die gesamte Herr der Ringe-Trilogie ohne ihre orchestrale Untermalung? Bei allen drei Gedankenspielen wird man schnell zu dem Schluss kommen: Ohne die Macht der Filmmusik geht es einfach nicht!

Brass Band BlechKLANG Galakonzert 2020

Was Soundtracks wie diejenigen von Blockbustern à la Star Wars, Indiana Jones, Harry Potter und der Herr der Ringe-Trilogie vor allem auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, die Dramatik der Bilder lebendig und das Gesehene spürbar zu machen. Der musikalischen Untermalung wohnt also ein ganz spezieller Zauber inne. Diesem Gedanken folgend präsentieren wir unter der Leitung unseres Dirigenten Patricio Cosentino ein ganz besonderes Galakonzert am 1. Juni 2020 im Volkshaus Jena: Mit dem Programm „Brass Band BlechKLANG: The Force Awakens“ (benannt nach dem Original-Titel des Films Star Wars: Das Erwachen der Macht) erwecken wir die Kraft der Filmmusik verschiedener Blockbuster zum Leben – im Original-Brass Band-Sound!

Hollywood zu Gast in Jena

Zu hören gibt es viele bekannte Werke der größten Filmmusik-Komponisten aller Zeiten: Hans Zimmer, John Williams, Danny Elfman, James Horner und auch Ennio Morricone werden sich die Ehre geben. Dabei hat Patricio Cosentino höchst anspruchsvolle Bearbeitungen ausgewählt, die perfekt auf die klanglichen Dimensionen einer Brass Band zugeschnitten sind. Das Publikum darf sich auf symphonische Klassiker in einem vollkommen neuen Gewand freuen. Im Kontrast zu den Originalen, von denen viele vom berühmten London Symphony Orchestra eingespielt wurden, kommt bei diesen Arrangements der spezielle Brass Band-Sound deutlich zum Tragen: Atemberaubende Klanggewölbe, beeindruckende technische Passagen und natürlich die einzigartige dynamische Spannbreite verschmelzen zu einem einmaligen Konzerterlebnis. Zur optischen Unterstützung des musikalischen Kinobesuchs haben wir zudem einige unterhaltende Überraschungen vorbereitet.

Möge die Macht auch mit uns sein!

Das Publikum unseres diesjährigen Galakonzerts „Brass Band BlechKLANG: The Force Awakens“ erwartet am 1. Juni 2020 im Jenaer Volkshaus ein fantastisches Konzert, dessen Titel sich übrigens nicht nur auf das Programm, sondern auch auf uns als Formation beziehen lässt. Ein Stück weit verkörpern wir nämlich ebenfalls das „Erwachen der Macht“. So holten wir uns nicht nur den Sieg in der 2. Division bei der Deutschen Brass Band Meisterschaft 2018, sondern auch den Titel beim Brass Band Entertainment Wettbewerb im Rahmen des Deutschen Musikfest 2019 in Osnabrück. Zudem sind wir eine der wenigen Brass Bands in Deutschland, die durchschnittlich rund 25 Konzerte im Jahr gibt und regelmäßig erfolgreich an Wettbewerben teilnimmt. In diesem Jahr treten wir kurz vor dem Galakonzert bei der Deutschen Brass Band Meisterschaft in Bad Kissingen in der 1. Division an.

Karten ab jetzt erhältlich!

Wer das Erwachen der Macht nicht verpassen möchte, sollte sich rechtzeitig um Tickets kümmern. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Erhältlich sind die Eintrittskarten in der Jena Tourist-Information (Markt 16, 07743 Jena) oder unter Telefon 03641-498060 sowie über www.jena.de/tickets und tickets@jena.de.

Goodbye & Hello – Neuzugänge und Verabschiedungen 2019

Wer die Brass Band BlechKLANG über einen längeren Zeitraum etwas genauer verfolgt, der wird feststellen, dass es immer wieder neue Gesichter in den einzelnen Registern zu entdecken gibt. Gleichzeitig fällt aber auch auf, dass manche Mitglieder die Formation verlassen und sich neuen Herausforderungen stellen. Die Gründe für ein „Adieu“ sind dabei genauso zahlreich wie für ein „Hallo“. Ein Studienplatz, eine neue Arbeitsstelle oder familiäre Veränderungen sind typische Anlässe, die für eine geänderte Zusammensetzung einzelner Register sorgen.

Insgesamt konnten wir im Jahr 2019 sechs neue Musiker*innen bei uns begrüßen. Parallel dazu mussten wir uns aber von sieben Mitgliedern verabschieden. In diesem Rückblick wollen wir sie Euch alle einmal vorstellen:

Neuzugänge:

Februar:

Rommel Guasumba: Weil er gern an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar ein Tuba-Studium absolvieren wollte, verschlug es den jungen Ecuadorianer vom fernen Quito nach Deutschland. Glücklicherweise fand Rommel aber auch den Weg zu uns, wo er seit Februar 2019 unsere Bässe verstärkt.

März:

Francisco Lara Alvarez: Durch seinen Kommilitonen Rommel erfuhr der Weimarer Tuba-Student und gebürtige Chilene sehr schnell davon, dass es in Jena die Möglichkeit gibt, in einer echten Brass Band zu spielen. Das ließ sich Francisco nicht zweimal sagen! Wir freuen uns sehr, dass er seit März des vergangenen Jahres ein festes Mitglied unseres Tuba-Registers ist.

April:

Rafael Mendes: Zum Ende des ersten Quartals 2019 stieß ein weiterer Südamerikaner zu uns. Mit Frau und Kind war der Brasilianer bereits Ende 2018 nach Jena gezogen und fand sehr schnell bei uns bzw. im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena, unserem Träger, eine neue musikalische Heimat. So wurde Rafael nicht nur unser Solo-Euphonist, sondern auch Lehrer an unserer Nachwuchsschmiede, der Orchesterschule KLANGwelt. Vor allem seine Performance beim Programm „Call of the Cossacks“, das wir für den Entertainment Wettbewerb in Osnabrück einstudierten, ist uns noch in guter Erinnerung.

September:

Andrea Hobson: Es war ein wahrlich sehr internationales Jahr für die Brass Band BlechKLANG, denn im September 2019 konnten wir ebenfalls die Südafrikanerin Andrea Hobson begrüßen. Begeistert durch die Zusammenarbeit mit uns im Rahmen des International Summer Brass Band Camps 2019 entschied sie sich, dauerhaft nach Jena zu ziehen. Seit Herbst des vergangenen Jahres ist sie jetzt unsere Solo-Euphonistin und unterrichtet zudem an der Orchesterschule KLANGwelt.

Oktober:

Christian Höhn: Nicht nur unsere Bläser*innen, sondern auch unsere Schlagzeuger haben im Vergangenen Jahr Zuwachs erhalten. So konnten wir im Oktober 2019 Christian ganz herzlich bei uns begrüßen, der nach vielen spannenden Jahren mit unserer Jugend Brass Band BlechKLANG und dem erfolgreichen Bestehen seiner Aufnahmeprüfung zu uns wechselte.

Dezember:

Mónika Mohai: Von uns erfahren hat die gebürtige Ungarin über unser Principal Kornett Márk Sirok. Genau wie er studiert Mónika nämlich an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar im Fach Trompete. Schnell war sie bereit, sich selbst einmal in einer Brass Band auszuprobieren. Viele Proben brauchte es anschließend nicht, damit sie ein festes Mitglied in unseren Reihen wurde. Seitdem verstärkt sie tatkräftig unser Kornett-Register.

Verabschiedungen:

Januar:

Dr. Martin Lesser: Er übernahm viele Jahre lang die Aufgabe des Auftrittsmanagers, engagierte sich im Vorstand unseres Trägervereins und war zudem unser Mann am Solo-Euphonium. Quasi „nebenbei“ absolvierte er außerdem sehr erfolgreich sein Medizinstudium, das ihn nach dem Abschluss nach Dresden verschlug. Selbst aus der Ferne hielt uns Dr. Martin Lesser allerdings noch die Treue, bis im Jahr 2019 schließlich der Zeitpunkt kam, zu dem er sich entschloss „Adieu“ zu sagen. Wir bedanken uns für die Unterstützung und wünschen maximale Erfolge bei allen neuen Herausforderungen.

April:

Daniela Tiesmeyer: Erst eins, dann zwei und schließlich drei – nachdem Daniela im vergangenen Jahr zum dritten Mal Mama geworden war, beschloss die kleine große Familie, dass es an der Zeit für einen Wohnungswechsel war. Damit einher gingen allerdings auch der Umzug in eine andere Stadt und der Abschied aus unseren Reihen. Viele Jahre hat sie tatkräftig unser Kornett-Register unterstützt. Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir Daniela alles Gute!

August:

Martin Stenschke: Wie schön wäre es doch, wenn das alte Sprichwort „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“ manchmal doch nicht stimmen würde. Dann nämlich würde Martin wahrscheinlich immer noch das dritte Kornett in der Brass Band BlechKLANG spielen. So drückt er jetzt jedoch fast jedes Wochenende die Schulbank, um seinen Meister zu machen. Damit ist es natürlich schwierig, unsere vielen Proben und Konzerte abzusichern, weshalb er sich dazu entschieden hat, zu unseren Kolleg*innen von der Show Brass Band VielKLANG zu wechseln. Hier freut er sich bereits sehr auf das Queen-Programm 2020.

Christian Leffler: Wenn die Familie wächst, dann schrumpft meistens die Freizeit – das ist allgemein bekannt. Als mittlerweile zweifacher Papa kann Christian das sicherlich mehr als bestätigen. Daher entschied er sich im vergangenen Jahr dazu, etwas kürzer zu treten und wechselte im August ebenfalls zur Show Brass Band VielKLANG. Dank seiner jahrelangen Erfahrung als unser Principal Percussionist ist er für seine neue Heimat-Rhythmusgruppe eine echte Bereicherung.

September:

Rafael Mendes: Während wir im April noch jubelten, dass wir den Brasilianer Rafael Mendes fest als unser neues Solo-Euphonium begrüßen konnten, mussten wir uns leider im September schon wieder von ihm verabschieden. Letztendlich war die Sehnsucht seiner Familie nach der fernen Heimat doch zu groß, weshalb er schweren Herzens den Entschluss fasste, Jena wieder zu verlassen. Wir bedanken uns für die vielen schönen Momente, die wir mit ihm teilen konnten und wünschen für die weitere Zukunft alles Gute!

Dezember:

Mario Striegel: Regelmäßige Wettbewerbe, zahlreiche Konzerte (manchmal mehrere an einem Wochenende) sowie natürlich wöchentliche Proben – das Pensum in der Brass Band BlechKLANG verdient durchaus die Bezeichnung „herausfordernd“. Und dieses mit Familie und Beruf in Einklang zu bringen ist nicht immer einfach. Nach rund 20 Jahren in unseren Reihen, entschied sich Mario daher im vergangenen Jahr dazu, sich von uns zu verabschieden. Der Musik bleibt er aber treu, denn er hat im Psycho Chor Jena ein neues Zuhause gefunden.

Georg Vieregge: Dass Humanmedizin nicht unbedingt das leichteste Studienfach an einer Universität ist, wird vermutlich niemand anzweifeln. Insbesondere das berühmt-berüchtigte Physikum stellt dabei eine Herausforderung dar, die sehr viel intensives Arbeiten benötigt. Um sich voll auf diese Prüfung konzentrieren zu können, entschied sich Georg daher zum Ende von 2019 dazu, die Brass Band BlechKLANG zu verlassen. Wir wünschen ihm maximale Erfolge für sein Studium und freuen uns darauf, ihn vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt wieder bei uns begrüßen zu können.

Das war unsere Bläserweihnacht 2019 – klangvoll durch den Advent!

Begeisterte Zuschauer, minutenlanger Applaus, stehende Ovationen und natürlich der Wunsch nach gleich mehreren Zugaben – jedes unserer Konzerte in der diesjährigen Vorweihnachtszeit endete mit dem gleichen Bild. Ob in Bad Langensalza, Sömmerda, Jena, Chemnitz oder Frauenprießnitz; ob Kammermusik bei Blech trifft Orgel oder Großes Weihnachtskonzert – der Zuspruch vom Publikum war stets überwältigend. Und dafür möchten wir uns sehr gern bei allen Gästen ganz herzlich bedanken. Ohne die vielen Menschen, die Freude an unserer Musik finden, wäre unsere alljährliche Weihnachtskonzerttour nicht möglich. So konnten wir auch im Jahr 2019 einen fantastischen Jahresabschluss feiern, auf den wir mit diesem Bericht zurückblicken möchten.

Blech trifft Orgel – „Splendid Christmas“

Wie gewohnt sind wir auch in diesem Jahr mit dem kammermusikalischen Highlight Blech trifft Orgel in unsere weihnachtliche Konzertsaison gestartet. An gleich drei Terminen (29./30.11. und 01.12.2019) präsentierte unser Solistenensemble ein facettenreiches Programm, das in diesem Jahr den Titel „Splendid Christmas“ (Prächtige Weihnachten) trug. Die Schauplätze waren zum Auftakt die St. Trinitatis Kirche in Bad Langensalza, am Samstag die Kirche in Jena-Winzerla und zum Abschluss die St. Mauritius Kirche in Frauenprießnitz. Auf den Pulten lagen jeweils klassische Werke von Vivaldi und Bach sowie auch zahlreiche internationale und nationale Weihnachtsweisen. Begleitet wurden unsere Musiker*innen jedes Mal von der Kantorin der Gemeinde Querfurt Mira Cieślak, die gekonnt alle Register zu ziehen wusste. Als Belohnung für die Leistungen aller Akteur*innen gab es in den bis auf den letzten Platz besetzten Kirchen tosenden Beifall und laute „Bravo!“-Rufe. Damit war Blech trifft Orgel auch 2019 ein wundervoller Auftakt für unsere weihnachtliche Konzertsaison. Ein herzliches Dankeschön dafür geht an den künstlerischen Leiter Patricio Cosentino.

Märchenzauber für Jung und Alt – unsere Großen Weihnachtskonzerte

Wir sind mit Harry Potter im Polar Express gefahren, haben gemeinsam mit Hänsel und Gretel drei Haselnüsse für Aschenbrödel gesucht und sind mit dem Mäusekönig aus Tschaikowskys Nussknacker ganz leise in Schneewittchens Schlafgemach gewesen – unser „musikalisches Märchenbuch“ bot eine wahre Fülle fantasievoller Abenteuer, die Groß und Klein begeisterten. Mit unserem diesjährigen Programm präsentierten wir unseren Gästen in Sömmerda (06.12.2019), Chemnitz (07.12.2019) und Jena (08.12.2019) zahlreiche Brass Band-Originalkompositionen und raffinierte -Bearbeitungen sowie natürlich auch traditionelle und internationale Weihnachtslieder, die perfekt zur Adventsstimmung passten. Dazu gab es wie gewohnt unterhaltsame Geschichten und spannende Hintergrundinformationen von unserem Moderator Thomas Rothhardt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unseren Dirigenten und künstlerischen Leiter Alexander Richter, der für die Konzeption der Großen Weihnachtskonzerte verantwortlich war!

Unbedingt zu erwähnen sind auch in diesem Jahr die solistischen Leistungen aus unseren Reihen. Da wäre zunächst unser Principal Kornettist Márk Sirok, der die bekannte Melodie des „einsamen Hirten“ wunderbar klangvoll in Szene setzte und damit für einen herausragenden Glanzpunkt innerhalb des Programms sorgte. Beim zweiten Titel der Zugabe schlug dann die Stunde für Patricio Cosentino. Voller Inbrunst und mit viel Gefühl stimmte er den beliebten Weihnachtsklassiker „It’s beginning to look like Christmas“ an und sorgte damit für ein schwungvolles Finale. Ob in Sömmerda, Chemnitz oder Jena – bei jedem Konzert lieferten unsere beiden Solisten fantastische Leistungen ab – BRAVO!

Alles in allem konnten wir mit unseren märchenhaften Weihnachtskonzerten erneut einen großartigen Jahresabschluss feiern. Nach den vielen Highlights 2019 (Konzert mit der Jenaer Philharmonie, Entertainment Wettbewerb, Kirchenkonzerte etc.) setzte unsere Weihnachtstour den vergangenen zwölf Monaten die Krone auf. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen, allen Gästen und natürlich auch bei allen beteiligten Musiker*innen bedanken!

13. Kinderbläserweihnacht: Hänsel und Gretel und Engelbert Humperdinck

Mit mittlerweile mehr als 1.300 Gästen, die in diesem Jahr teilnahmen, hat sich unsere Kinderbläserweihnacht über die vergangenen dreizehn Ausgaben zur wohl größten Konzertveranstaltung für Vorschulkinder entwickelt. Insgesamt 47 Kindertagesstätten aus Jena und Umgebung – eine Kita reiste sogar aus Sachsen-Anhalt an – kamen am 09.12.2019 ins Jenaer Volkshaus, um dieses einzigartige Ereignis zu genießen. Abermals gab es viel zu hören und zu sehen: Während die Schauspielerin Mona Vojacek Koper (Theaterhaus Jena) das begeisterte Publikum mithilfe von projizierten Bildern in die märchenhafte Welt von Hänsel und Gretel entführte, spielte das Quintett „B7-Brass“, bestehend aus Musikern der Staatskapelle Weimar, des Philharmonischen Orchesters Erfurt und der Clara Schumann Philharmoniker Plauen/Zwickau, Auszüge aus der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck. Zusätzlich gab es natürlich auch wieder Weihnachtslieder zum Mitsingen. Damit war auch die dreizehnte Ausgabe der Kinderbläserweihnacht mit ihrer einzigartigen Vereinigung von Musik und Schauspiel ein unvergessliches Erlebnis für Groß und Klein.

Vielleicht auch interessant:

Zum Gedenken an Lothar Leuthold – ein Nachruf

Lothar Leuthold

Halt! Meine Tuba muss doch noch mit!“, „Moment, gleich hab’ ich die Noten gefunden.“ oder auch „Ist eigentlich noch Kaffee da?“ sind typische Sätze, die jeder Musiker der Brass Band BlechKLANG problemlos einem Mann zuordnen konnte: Lothar Leuthold. Unser langjähriger Principal Bb-Bass war dafür bekannt, nie einen Kaffee auszuschlagen, oftmals recht knapp zum Treffpunkt für die Fahrt zum Auftritt zu erscheinen und stets eine sehr individuell sortierte Notenmappe zu haben. Noch mehr war er aber in unseren Reihen dafür bekannt, konsequent auf höchstem Niveau zu spielen und immer ein offenes Ohr zu haben. Am 10. August 2018 verstarb Lothar Leuthold in den frühen Morgenstunden vollkommen unerwartet. Sowohl musikalisch als auch vor allem menschlich haben wir an diesem Tag einen unserer treuesten Begleiter verloren. Ein Jahr nach seinem Tod wollen wir mit diesen Zeilen noch einmal an ihn erinnern.

Lothar Leuthold erblickte am 7. Oktober 1970 das Licht dieser Welt. Seinen beiden Eltern, einem Tubisten an der Dresdner Staatskapelle und einer leidenschaftlichen Pianistin, hatte er es zu verdanken, dass er sich bereits von klein auf für die Musik begeisterte. Um dieser Leidenschaft intensiv nachgehen zu können, wechselte er früh an eine Spezialschule für Musik. Im Alter von sieben Jahren fand er dann – angeregt durch seinen Vater, dem damaligen musikalischen Leiter – den Weg zum Fanfarenorchester des VEB Carl Zeiss Jena – derjenigen Formation, aus der später die Brass Band BlechKLANG hervorgehen würde. Heute kaum vorstellbar, versuchte sich Lothar anfangs tatsächlich an der Trompete. Im Jahr 1979 sattelte er dann aber auf die Tuba um, der er von da an stets treu blieb.

Lang ließen die musikalischen Erfolge nicht auf sich warten. Bereits wenige Jahre nach dem Instrumenten-Wechsel gelang Lothar der Aufstieg ins damalige Auftrittsorchester, mit dem er von da an viele nationale und internationale Auftritte bestritt. Und auch außerhalb der Heimatformation wusste er zu überzeugen: Beim Stavenhagen-Wettbewerb holte er sich 1983 einen verdienten Sieg. Im Anschluss wurde er Mitglied im ZMK-Auswahlorchester für die Weltfestspiele in Moskau. Darauf folgte das „Treffen Junger Talente“, welches heute unter dem Namen „Jugend musiziert“ bekannt ist. Hier gewann Lothar mit gerade einmal 15 Jahren eine Goldmedaille und erreichte die höchstmögliche Punktzahl.

Vom Talent des jungen Musikers überzeugt, lud ihn die Jury daraufhin an die Musikhochschule nach Berlin ein, an der er ein Jahr später das Studium der Musik aufnahm und sich damit gegen die geplante Elektronikfacharbeiter-Ausbildung entschied. In den sieben folgenden Studienjahren spielte Lothar in vielen verschiedenen Besetzungen, von Big Bands über klassische Musik bis hin zu Ensembles und solistischen Auftritten. Auch die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben blieb nicht aus. Nach dem Ende trat er dann eine Stelle als Musiklehrer an der kommunalen Musikschule an.

Es folgten viele erfolgreiche Jahre im Dienste der Musik, bis es 1998 zum Bruch mit seiner Passion kam. Ausgelöst durch den Tod des Vaters, der ihn in eine schwere Krise stürzte, entschied sich Lothar dazu, etwas gänzlich anderes zu tun und sich seiner zweiten großen Leidenschaft zu widmen: der Technik. Er schloss eine Ausbildung zum Mechatroniker ab und griff gut zehn Jahre nicht mehr zum Instrument.

Diese Pause fand schließlich ein Ende, nachdem sich Lothar ein Konzert der wohl bekanntesten Brass Band „Black Dyke“ in der Schweiz angehört hatte. Absolut begeistert von einem für ihn einmaligen klanglichen Erlebnis ließ er sich sofort vom Brass Band-Virus infizieren. Es dauert nicht lange und Lothar fand den Weg zurück zur Musik – und auch zu uns. Im Jahr 2008 unterstützte er uns bei den Weihnachtskonzerten und wurde wieder ein festes Mitglied der Brass Band BlechKLANG. Darüber hinaus spielte er in den Folgejahren als Aushilfe bei nationalen und internationalen Brass Bands. Zudem begann er 2008, als freischaffender Tubist und Lehrer für Blechblasinstrumente zu arbeiten. Diese Tätigkeit übte er an unserer vereinseigenen Nachwuchsschmiede, der Orchesterschule KLANGwelt, aus sowie in verschiedenen thüringischen und sächsischen Bläserklassen. Eins seiner Steckenpferde war stets das Thema „Atmung“. Regelmäßig brachte er seine Schüler*innen – stets im Auftrag des Klangs – mächtig aus der Puste.

Als Principal BBb-Bass erlebte Lothar gemeinsam mit uns einige musikalische Highlights: Angefangen bei zahlreichen Gala-, Picknick- und Weihnachtskonzerten über Brass & Sinfonik sowie Brass & Fire bis hin zu verschiedenen Meisterschaften. Vor allem die Wettbewerbe bereiteten ihm ganz besonders viel Freude. Eine Meisterschaft bedeutete in seinen Augen noch ein Stückchen mehr als ein großes Konzert, und zwar sowohl intensive Proben- als auch Zusammenarbeit. Hinzu kommen vor Ort der Austausch mit anderen Bands, die gemeinschaftlichen Aktivitäten sowie die Atmosphäre.

Die Begeisterung für die Brass Band-Musik, die Lothar ausstrahlte, war für jeden unverkennbar. Sowohl als Zuhörer als auch als aktiver Musiker tauchte er ganz tief in dieses Genre und die dazugehörige Kultur ein. Manche Stücke hatten ihn allerdings besonders stark beeindruckt. Zu seinen Lieblingswerken gehörten unter anderem „Resurgam“ von Eric Ball, dessen ergreifende Hintergrundgeschichte und deren musikalische Verarbeitung ihn sehr faszinierten. Mit diesem Stück konnte er sich selbst bei der Deutschen Brass Band Meisterschaft 2014 in Bad Kissingen mit uns beweisen. Ein weiteres Wettbewerbsstück, welches eine große Faszination auf Lothar ausübte, war „Black Out“ aus der Feder von Thomas Doss, welches 2016 das Pflichtstück der damaligen Höchststufe der Deutschen Brass Band Meisterschaft darstellte. Vor allem der Anfang, welcher allein von der Tuba gespielt wird, übte auf ihn einen besonderen Reiz aus.

Als Hörer fand Lothar vor allem die Brass Bands der englischen Musikszene sehr inspirierend. Berühmte Formationen wie „Black Dyke“ und „Cory“ stellten für ihn Klangideale dar, bei denen er besonders den Bass-Satz und dessen Funktion sehr schätzte. Er sagte gern: „Jede gute Brass Band baut sich von der Tiefe auf und die Jungs beherrschen das einfach sehr gut.“ Für den einen oder anderen vielleicht überraschend: Im privaten Leben gehörte zu Lothars Musikwahl nicht ausschließlich die Brass Band-Musik. Auch Klassik von Vivaldi oder deutschsprachige Pop-Musik hörte er sich ab und zu im Auto oder auf der Heimanlage an. So sehr ihn das Brass Band-Virus auch infiziert hatte, ab und an gönnte er sich – je nach Gefühlslage – doch ab und zu eine kleine Pause.

Kurz vor seinem für uns alle sehr überraschenden Tod ging Lothar allerdings mit vollem Eifer seiner Leidenschaft nach. Während des International Summer Brass Band Camps 2018 verbrachte er fast 24 Stunden damit, selber Musik zu machen oder Musik zu lehren. Er begeisterte den Nachwuchs und probte gemeinsam mit seinen Kolleg*innen für kommende Konzerte. Er war Dozent. Er war Tubist. Aber vor allem war er ein toller Mensch. Lothar Leuthold wurde 47 Jahre alt. Er hinterließ eine Tochter und eine Lebensgefährtin. Möge er in Frieden ruhen.