Bandman of the Month


Bandman of the Month: Florian Schellhorn

Ich bin, wie viele andere auch, seit meiner Kindheit Mitglied im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena und kann mir kaum vorstellen, jemals in einer anderen Brass Band zu spielen. Ich mag die immer neuen musikalischen Herausforderungen, die mir die Band bietet und die mich dazu bringen, weiter an mir zu arbeiten.“ Aus einer kleinen Entscheidung in jungen Jahren erwuchs für Florian Schellhorn, unseren Bandman des Monats, also eine große Leidenschaft. Heute wollen wir unseren Mann am 3. Kornett etwas genauer vorstellen.

Am 14. September 1987 erblickte Florian das Licht der Welt. Im zarten Alter von 9 Jahren fand er schließlich den Weg in den Blasmusikverein Carl Zeiss Jena (Trägerverein der Brass Band BlechKLANG). Angefangen hat seine musikalische Ausbildung mit Flötenunterricht bei Heike Besen. Kurze Zeit später wechselte er bereits an die Trompete. „In meiner Familie hat das Trompetespielen eine lange Tradition: Nicht nur mein Vater, sondern auch mein Opa und Uropa sind diesem Hobby nachgegangen.“ Es ist also nicht verwunderlich, dass Florian von Anfang an mit sehr viel Eifer dabei war. „Ich hatte Einzelunterricht bei Olaf Niehl, Thorsten Müller und Alexander Richter, aber auch bei Steffen Naumann von der Jenaer Philharmonie.“ Seine Orchesterausbildung durchlief die damals üblichen Formationen, bis er im Alter von 14 Jahren ins A-Orchester kam – die heutige Brass Band BlechKLANG. „Seitdem habe ich schon jede Kornettstimme (außer Es-Kornett) gespielt, zuletzt Solo-Kornett. Momentan sitze ich jedoch in der dritten Stimme, um einige kleine ansatztechnische Probleme zu beheben.

Blech trifft Orgel 2014

Florian bei Blech trifft Orgel 2014

Selbstverständlich hat Florian seit seinem Eintritt in die Brass Band nicht nur viele Stimmen, sondern auch viele Stücke kennengelernt. Sein Lieblingswerk ist jedoch Windows of the World von Peter Graham, vor allem der erste und der sechste Satz, das wir beim Galakonzert 2013 präsentierten. Von den vielen Dozenten, die er ebenfalls erleben durfte, hat ihn am meisten Philippe Bach beeindruckt: „Mir haben die musikalische Arbeit mit ihm und die Art und Weise, wie er die Proben für Brass & Sinfonik II gestaltet hat, sehr gefallen.“ Das größte Highlight mit der Band waren jedoch die beiden Wettbewerbe in Prag (2005) und in Ingolstadt (2008), von denen wir mit einem ersten Platz zurückgekehrt sind.

Brass und Sinfonik II

Florian bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Als persönliches musikalisches Vorbild gibt Florian den Trompeter Eric Miyashiro an. „Mich beeindruckt die Leichtigkeit und die Intensität, mit der er spielt. Gleichzeitig kann man sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit und Disziplin dahinterstecken.“ Eine konkrete Lieblings-Brassband hat er jedoch nicht. „Mich beeindrucken die Spitzen-Brassbands allgemein, wobei ich privat keine Brassband-Musik höre, sondern eher südamerikanische Musikstile wie Salsa, aber auch Funk. Das liegt sehr stark daran, weil dort häufig Trompeten, Posaunen etc. zum Einsatz kommen. Allerdings höre ich privat nicht viel Musik. Ich spiele sie lieber 😉

In seinem Leben außerhalb der Band ist Florian übrigens Ingenieurgeologe und ausgebildeter Pyrotechniker. Zu seinen Hobbys zählen das Trompetespielen, Feuerwerke, Wandern, Freunde treffen und „ab und zu auch gerne einfach nur ein Film auf der Couch“.

Lieber Florian, wir hoffen, dass du nicht nur in deiner Freizeit, sondern auch bei uns noch viele erfolgreiche (musikalische) Feuerwerke zünden wirst!

Bandman of the Month: Robert Voigt

In der Brass Band BlechKLANG habe ich das Musizieren als kostbaren Wert in meinem Leben sehr zu schätzen gelernt. Diese besondere Art von Klangkörper steht für mich für unvergleichbar weichen und trotzdem gewaltigen Sound. Deshalb sage ich nicht ohne Grund: Vorsicht vor dem Brass-Virus – hohe Infektionsgefahr! Außerdem begeistert mich die einmalige Band-Kultur: großer Zusammenhalt und der permanente Wille, etwas Neues zu schaffen.“ Die Frage, ob sich Robert Voigt, unser Bandman des Monats, wohl ebenfalls mit dem Brass-Virus infiziert hat, erübrigt sich sicherlich nach dieser Einleitung. Heute wollen wir den Mann am Flügelhorn etwas genauer vorstellen.

Robert Voigt, Solist am Flügelhorn bei Brass & Sinfonik II

Robert bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Robert Voigt erblickte im Jahr 1988 das Licht dieser Welt und trat 1998 dem Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V., unserem Trägerverein, bei. Er selbst beschreibt dieses Ereignis auf seine ganz eigene, von trockenem Humor geprägte Art und Weise, für die er in der Band mehr als bekannt ist: „Einerseits war Tennis einfach zu teuer und andererseits hatten viele Freunde meiner Eltern bereits erfolgreich ihre im Vergleich zu mir älteren Kinder in diesem Verein untergebracht. Daher bin ich auch eingetreten – und bis heute dabei geblieben!“ Nachdem Robert die verschiedenen Ausbildungsstufen durchlaufen und dabei das Spielen der Trompete – „in Ansätzen“ – erlernt hatte, erreichte er das Auftrittsorchester, die heutige Brass Band BlechKLANG. Er stellte sich zudem musikalischen Prüfungen (D3) und kann nur jedem raten, einmal eine Brass Band live zu erleben: „Wer eine gute Band live gehört hat, möchte definitiv mehr.“ In der Brass Band BlechKLANG ist er bereits seit vielen Jahren unser verlässlicher Mann am Flügelhorn.

Bläserweihnacht 2014

Robert beim Probenwochenende für unsere Bläserweihnacht 2014

Dass er dem Brass-Sound mehr als verfallen ist, äußert sich auch bei seiner Antwort auf die Frage nach seinem Lieblingsstück: „Ich kann mich auf keinen konkreten Titel beschränken, aber ich mag eine gewisse Art von Stücken besonders, z. B. Where Eagles sing, From Ancient Times, MacArthur Park, die Braveheart Suite, All Night long oder auch Concerto de Aranjuez. Das ist allerdings wirklich nur ein minimaler Auszug. Was ich aber gern noch hinzufügen möchte: Es gibt auch geniale Märsche!

Brass Band probt Auftaktst++ck f++r Konzert Brass und Sinfonik II

Robert bei der Probe für Brass und Sinfonik II

Ähnlich breit gefächert beantwortet Robert auch die Frage nach seinem musikalischen Vorbild: „John Doyle ist ein toller Spieler. Während seiner Zeit als Flügelhornist bei Black Dyke habe ich definitiv ab und an zu ihm aufgeschaut. Es gibt allerdings immer wieder zahlreiche weitere Vorbilder, auch in anderen Genres. Als persönliche Orientierung finde ich das in jedem Fall extrem wichtig, daher würde mich auf niemand Spezielles festlegen wollen. Ich und die Band-Mitglieder haben zudem bereits viele tolle Gast-Dozenten kennengelernt. Jeder hat seine Vorzüge und ich konnte definitiv von allen etwas lernen bzw. mitnehmen.

Als besonders beeindruckendes Erlebnis mit der Band ist Robert unsere Teilnahme an der Deutschen Brass Band Meisterschaft in Bad Kissing im Jahr 2014 in Erinnerung geblieben: „Ein tolles Event insgesamt! Das Konzert von Black Dyke war allerdings die Krönung, denn die Band hat musikalisch ein absolutes Feuerwerk gezündet, wirklich krass!“ Darüber hinaus sind für unseren Flügelhornisten vor allem die großen Konzerte („inklusive der Busrückfahrt!“) und Kooperationen (z. B. Brass & Sinfonik II aus dem Jahr 2015) besonders einprägsam.

Bläserweihnacht 2014

Robert (Bildmitte, zwischen Kornett- und Hornregister) bei der Bläserweihnacht 2014

Sogar beim privaten Musikgenuss kommt Robert übrigens nicht vom Brass-Virus los: „Es gibt einfach zu viele Bands, die immer wieder Freude und Begeisterung bei mir auslösen und das schätze ich sehr. Jedoch höre ich auch gern andere Musikrichtungen, vor allem Rock.“ Wenn er sich eine wirkliche Pause von der Musik gönnen will, dann geht er anderen Dingen nach: Treffen mit Freunden, Sport („mal mehr, mal weniger“) oder „Gammeln“ bei Filmen, Serien oder auch einem guten Buch. Beruflich arbeitet Robert als Vertriebsingenieur Maschinenbau bei der SAMAG Machine Tools in Saalfeld.

Wir hoffen, dass Robert noch viele Jahre dem Brass-Virus verfallen bleibt, damit wir mit ihm zahlreiche weitere Konzert-Highlights erleben werden – inklusive Busrückfahrten 🙂 .

Bandman of the Month: Hendrik Bernhardt

Ich hab nur ein Hobby und das ist die Musik bzw. das Musizieren in der Brass Band BlechKLANG. Alles andere ist für mich lediglich ein Interesse, also etwas, dem ich nur gelegentlich nachgehe.“ – Starke Worte von unserem Bandman des Monats, allerdings gibt es kaum einen Weg, seine Leidenschaft besser zu beschreiben. Heute wollen wir den Mann am ersten Bariton etwas genauer vorstellen.

Hendrik Bernhard bei der Probe für Brass & Sinfonik II

Hendrik bei der Probe für Brass & Sinfonik II (2015)

Geboren wurde Hendrik im Jahr 1989. Neun Jahre später konnten wir ihn bereits als neues Mitglied im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (Trägerverein der Brass Band BlechKLANG) begrüßen. Nachdem er die verschiedenen Stufen der Nachwuchsausbildung durchlaufen hatte, wurde er im Jahr 2004 in das Auftrittsorchester, dem Vorläufer der Brass Band, aufgenommen. Damals war seine Stimme noch die zweite Posaune, aber bereits zwei Jahre später wechselte er zum ersten Bariton, dem er bis heute treu geblieben ist. Neben seinem Engagement in der Brass Band beteiligt sich Hendrik seit 2011 regelmäßig an der kammermusikalischen Konzertreihe „Blech trifft Orgel“. Im Jahr 2015 wurde er darüber hinaus Mitglied des „Solistenensembles der Brass Band BlechKLANG“.

Hendrik Bernhard bei Blech trifft Orgel 2014

Hendrik bei Blech trifft Orgel 2014

Musikalisch am meisten beeindruckt hat ihn auf seinem bisherigen Werdegang die Probe bei Prof. Christian Sprenger. Der Posaunenprofessor der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar unterstützte uns insbesondere während der Vorbereitungsphase auf unsere Bläserweihnacht 2013. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass Hendriks Lieblingsstück ebenso aus dem Weihnachtsprogramm 2013 stammt: Der 2. Satz aus „A Christmas Suite” (Lo, how a rose e’re blooming).

Hendrik Bernhard

Hendrik bei der Probe für die Bläserweihnacht 2014

Fragt man Hendrik nach seinen musikalischen Vorbildern, lautet die Antwort „Ein direktes Vorbild habe ich eigentlich nicht, allerdings finde ich Louis Armstrong ganz gut. Als Kind hab ich eine seiner CDs geschenkt bekommen, die ich immer noch sehr mag.“ Darüber hinaus hört unser erstes Bariton in seiner Freizeit gern U2, die Toten Hosen, die Ärzte und natürlich Brass. Seine Lieblings-Brass Band ist übrigens – das dürfte niemanden überraschen – die Brass Band BlechKLANG! „Begründen muss ich das sicherlich nicht“, erklärt Hendrik mit einem verschmitzten Lächeln.

Hendrik Bernhard

Wenn Hendrik selbst auf seinen bisherigen Werdegang mit der Brass Band zurückblickt, dann fällt es ihm schwer, ein Erlebnis herauszupicken, das für ihn außergewöhnlich beeindruckend war: „Für mich ist eigentlich annähernd jede gemeinsame Probe bzw. jeder Auftritt etwas Besonderes. Allerdings freue ich mich jedes Jahr aufs Neue auf unser Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Jena, bei dem wir immer vor fast 1.000 Zuschauern spielen. Das ist für mich ein absolutes Highlight mit einer ganz speziellen Atmosphäre.“ Zudem erinnert sich Hendrik gern an den Auftritt zum 30jährigen Firmenjubiläum von Subaru Deutschland im Jahr 2010 auf der AMI in Leipzig: „Dort spielen zu dürfen, war schon etwas Besonderes und absolut Einmaliges! Außerdem konnten wir nebenbei ein tolles Wochenende zusammen verbringen.

Hendrik Bernhard

Neben dem musikalischen Anspruch schätzt Hendrik vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Brass Band: „Wir sind einfach ein sensationell gutes Team. Diese Band besteht aus vielen verschiedenen und interessanten Leuten, alle mit ganz unterschiedlichen Kompetenzen und Fähigkeiten. Wenn man mal Hilfe oder Rat bei irgendetwas braucht, dann gibt es immer jemanden, der das nötige Wissen hat und weiterhelfen kann. Wir verbringen alle sehr viel Zeit miteinander, nicht nur bei den Konzerten und Proben, sondern auch neben der Musik und wenn es darauf ankommt, dann gibt jeder sein Bestes für die Band!

Hendrik Bernhard

Gemeinsame Probe mit der Jenaer Philharmonie für Brass & Sinfonik II (2015)

Bei so viel Begeisterung für die Musik stellt sich natürlich die Frage, was Hendrik eigentlich sonst noch macht: Der studierte Physiker promoviert momentan am Helmholtz Institut in Jena und ist in seiner Freizeit, also bei seinen Interessen (siehe oben), sehr sportbegeistert. Für eine Runde Joggen, etwas Badminton oder sonstigen Sport für die eigene Fitness ist er eigentlich immer zu haben. Zudem trifft er sich gern mit Freunden bei einem erfrischenden Kaltgetränk und einem spannenden Kartenspiel.

Hendrik beim Neujahrskonzert in Bad Sulza (2015

Hendrik beim Neujahrskonzert in Bad Sulza (2015)

Der größte Traum von Hendrik ist es übrigens, irgendwann einmal die folgenden Sätze nach einer Brass Band Meisterschaft sagen zu können: „Ich kann nicht glauben, dass wir tatsächlich die Oberstufe gewonnen haben und der Spieler am 1. Bariton auch noch stellvertretend für die Baritons/Euphonien den Sonderpreis für das beste Register entgegennehmen durfte.

Wir drücken Hendrik alle Daumen, dass dieser Tag einmal wahr werden wird. Bis dahin wünschen wir ihm und uns noch viele schöne Erlebnisse mit der Brass Band BlechKLANG!