Archives for Jenaer Bläserweihnacht


Goodbye & Hello – Neuzugänge und Verabschiedungen 2022

Ein Galakonzert, diverse Picknicke mit Musik, verschiedene Auftritte in mitteldeutschen Kirchen und schließlich sogar eine umfangreiche Bläserweihnacht – insgesamt hatte das Jahr 2022 wirklich einiges an Highlights zu bieten. Außerdem konnten wir erneut neue Gesichter bei uns begrüßen, d. h. interessierte Musiker*innen haben mit uns Kontakt aufgenommen und sind nun fester Bestandteil in unseren Reihen. Verabschiedungen gab es aber ebenso. Familiäre Veränderungen oder auch eine berufliche Neuorientierungen können immer dazu führen, dass einzelne Mitglieder die Brass Band BlechKLANG verlassen.

Insgesamt mussten wir uns im Jahr 2022 von 5 Mitgliedern verabschieden. Im Gegenzug konnten wir leider nur einen neuen Musiker bei uns begrüßen. (Daher nochmal der Hinweis darauf, dass wir eigentlich immer neue Mitstreiter*innen suchen. Interessent*innen können sich jederzeit bei uns melden!)

In diesem Jahresrückblick wollen wir Euch alle Neuzugänge und alle Verabschiedeten einmal vorstellen:

Neuzugänge:

September:

Torsten Müller: So ein richtiger „Neuzugang“ ist Torsten bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht. Denn bereits seit vielen Jahren unterstützt er uns regelmäßig als Aushilfe und hat dabei vermutlich schon fast jede Stimme mindestens einmal gespielt – vom Solohorn bis zum Solokornett. Außerdem war er sogar einige Jahr als Lehrer an unserer vereinseigenen Ausbildungsschmiede, der Orchesterschule KLANGwelt, tätig. Nun hat er sich dazu entschieden, festes Mitglied zu werden und die Position des Flügelhornisten zu übernehmen. In dieser Funktion konnte ihn unser Publikum bereits bei „Brass & Fire III“, bei einigen Kirchenkonzerten und natürlich im Rahmen der Bläserweihnacht erleben. Wir freuen uns schon sehr auf viele weitere Auftritte mit ihm!

Verabschiedungen:

März:

Kathrin Schulz: Im Sommer 2020 fand sie den Weg – trotz Pandemie! – zu einer unserer Outdoor-Proben und wurde im weiteren Verlauf des Jahres festes Mitglied in unserem Kornettregister. Zahlreiche Auftritte und Konzerte in Jena und Umgebung absolvierte sie mit uns im Laufe der Zeit. Aus einem der schönsten Gründe überhaupt konnte sie die Reise mit uns jedoch (vorerst) im Frühling 2022 nicht fortsetzen, denn Kathrin wurde Mutter und stürzte sich damit in ein ganz neues Abenteuer. Wir bedanken uns für den Einsatz und wünschen viel Freude mit dem Abenteuer Familie! (Und wenn es die Zeit irgendwann zulässt, bist Du natürlich herzlich wieder bei uns willkommen!)

Juli:

Jaime Seves - Brass Band BlechKLANGJaime Seves: Es war zwar keine besonders lange Zeit, in der Jaime bei uns war, aber dennoch hat er uns von August 2021 bis Juli 2022 tatkräftig im Schlagwerk unterstützt. Parallel absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst beim Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger) und half aktiv dem Team der „Mobilen Musikwerkstatt“. Auch bei den Kolleg*innen der Brass Band VielKLANG war der gebürtige Spanier häufiger zu Gast. Mit Ablauf seines Dienstes kehrte er allerdings zurück in die Heimat, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir bedanken und ganz herzlich für den Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute!

August:

Nick Prince - Brass Band BlechKLANGNick Prince: Auch dieses Mitglied war leider viel zu kurz bei uns. Erst im September 2021 hatte der gebürtige Engländer seinen Wohnort nach Jena verlegt, um bei uns zahlreiche Aufgaben zu übernehmen. So spielte er nicht nur Bariton und Posaune in unseren Reihen, sondern arbeitete auch als Lehrer für Tiefblech an der Orchesterschule KLANGwelt (unsere Nachwuchsschmiede) und leitete die Jugend Brass Band BlechKLANG. Ein umfangreiches Pensum an Auftritten und Konzerten sowie die German Open hat er mit uns erfolgreich absolviert. Aus beruflichen Gründen wechselte Nick allerdings im August 2022 wieder nach Bochum, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir sind sehr dankbar für sein umfangreiches Engagement und wünschen ihm für die persönliche Zukunft nur das Beste!

 

 

Kirsten Zeuner - Brass Band BlechKLANGKirsten Zeuner: Als sie im September 2021 – nach vielen Jahren der Ausbildung an der Orchesterschule KLANGwelt (unsere Nachwuchsschmiede) und zahlreichen Erlebnissen mit der Jugend Brass Band BlechKLANG – in unser Tubaregister wechselte, war die Begeisterung natürlich auf allen Seiten riesig. Umso bedauerlicher ist es daher, dass uns Kirsten nach rund einem Jahr mit zahlreichen Auftritten und Konzerten bereits wieder verlassen hat. Aus beruflichen Gründen hat es sie im Spätsommer 2022 in eine andere Stadt verschlagen, in der sie sich neuen Aufgaben stellt. Sollte sie allerdings irgendwann wieder nach Jena zurückkehren, freuen wir uns natürlich sehr, sie wieder bei uns begrüßen zu können!

 

Florian SchellhornFlorian Schellhorn: Mehr als 25 Jahre lang war er Mitglied bei uns bzw. beim Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger). Zunächst spielte Florian Kornett und zwar in fast jeder Stimme. Später wechselte er ans Flügelhorn und absolvierte an dieser Position zahlreiche Konzerte, Auftritte und Wettbewerbe mit uns. Seinem ursprünglichen Instrument blieb er allerdings noch bei unseren Kolleg*innen der Brass Band VielKLANG treu. Im Jahr 2022 entschloss er sich allerdings dazu, sich neuen musikalischen Aufgaben zuzuwenden und verließ den BMVCZJ. Wir bedanken uns für sein jahrelanges Engagement und wünschen ihm für die musikalische sowie die persönliche Zukunft alles Gute.

Endlich wieder Bläserweihnacht – unsere Weihnachtskonzerte 2022!

Was haben wir doch auf diesen Moment gewartet! Nach zweijähriger Pause konnten wir in 2022 endlich wieder unsere gewohnten Weihnachtskonzerte vor begeistertem Publikum spielen. Es gab minutenlangen Applaus, stehende Ovationen und ganz viel Zuspruch – das hat uns wirklich gefehlt. Dafür möchten wir uns jetzt bereits bei allen Gästen bedanken, die in Frauenprießnitz bei Blech trifft Orgel oder in Zeitz, Chemnitz und Jena bei unseren Großen Weihnachtskonzerten dabei waren. Es tat wahnsinnig gut, wieder zu dieser Tradition zurückzukehren, auf die wir für so lange Zeit verzichten mussten. So konnten wir im Jahr 2022 einen fantastischen Jahresabschluss feiern, auf den wir mit diesem Bericht zurückblicken.

Brass Band BlechKLANG Großes Weihnachtskonzert 2022 Jena (1) Brass Band BlechKLANG Großes Weihnachtskonzert 2022 Jena (1)

Blech trifft Orgel – Solistenensemble im Wechselspiel mit Orgel

Wie letztmalig in 2019 – für Blech trifft Orgel gab es keine Digitalvariante in 2021 – sind wir mit dem kammermusikalischen Highlight Blech trifft Orgel in unsere weihnachtliche Konzertsaison gestartet. Unser Solistenensemble, bestehend aus Alexander Richter (Kornett), Andrea Hobson (Euphonium), Mónika Mohai (Kornett) und Jakob Creutzburg (Euphonium), präsentierte ein facettenreiches Programm, in dem sich der Bogen von Georg Friedrich Händel bis zu Peter Graham spannte. Gespielt wurde bereits am 27.11.2022 in der St. Mauritius Kirche in Frauenprießnitz. An der Orgel überzeugte Tom Anschütz, der unsere Musiker*innen perfekt begleitete. Als Belohnung für die Leistungen aller Akteur*innen gab es in der gut besuchten Kirche reichlich Beifall und hörbare „Bravo!“-Rufe. Damit war Blech trifft Orgel in 2022 der perfekte Auftakt für unsere weihnachtliche Konzertsaison.

„Chris(t)mas around the world“ – unsere Großen Weihnachtskonzerte

Von „Hänsel und Gretel“ zur „Disney Fantasy“, von der „Caribbean Christmas“ bis zum irischen „The Green Hill“ – das Programm unserer diesjährigen Weihnachtskonzerte bot für Jung und Alt festlich-feierliche Klänge, die perfekt auf den Heiligen Abend einstimmten. Verantwortlich für die Auswahl war in diesem Jahr unser Gastdirigent Chris Houlding, bei dem wir uns ganz herzlich für seine umfangreiche Arbeit bedanken möchten. Seine Energie hat uns förmlich durch das herausfordernde Auftrittswochenende in Zeitz (02.12.2022), Chemnitz (03.12.2022) und Jena (04.12.2022) getragen! Das Publikum konnte bei jedem unserer Konzerte zahlreiche Brass Band-Originalkompositionen und raffinierte -Bearbeitungen sowie natürlich traditionelle und internationale Weihnachtslieder genießen. In Jena gab es sogar klangliche Unterstützung durch die Orgel, bravourös gespielt von Samuel Huhn. Für die passende Umrahmung sorgte wie gewohnt unser Moderator Thomas Rothhardt, der wieder einige unterhaltsame Geschichten und spannende Hintergrundinformationen parat hatte.

Brass Band BlechKLANG Zeitzer Bläserweihnacht 2022 Brass Band BlechKLANG Jenaer Bläserweihnacht 2022 Brass Band BlechKLANG Chemnitzer Bläserweihnacht 2022 Thomas Rothhardt Bläserweihnacht 2022
Was wären unsere großen Weihnachtskonzerte ohne solistische Glanzleistungen? In diesem Jahr präsentierten sich gleich drei Musiker*innen aus unseren Reihen mit einem entsprechenden Stück. Den Anfang machte Torsten Müller am Flügelhorn, der das Publikum mit seinem warmen-weichen Klang bei „The Holy City“ von Stephen Adams begeisterte. Anschließend zog unsere Solo-Euphonistin Andrea Hobson bei „The Green Hill“ aus der Feder von Bert Appermont das Publikum mit ihrer atemberaubenden Technik in den Bann. Zum Abschluss zeigte „Showman“ Christoph Hillebrand mit seiner Posaune beim beliebten Klassiker „Have Yourself a Merry Little Christmas“ (Hugh Martin/Ralph Blane), warum er zurecht bei uns auf der Solostimme sitzt. Ob in Zeitz, Chemnitz oder Jena – bei jedem Konzert lieferten unsere Solist*innen fantastische Leistungen ab – BRAVO!

Torsten Müller Andrea Hobson und Christoph Hillebrand bei Jenaer Bläserweihnacht 2022

Torsten Müller (Flügelhorn, links), Andrea Hobson (Euphonium, mitte), Christoph Hillebrand (Posaune, rechts)

Wie bereits eingangs erwähnt, war unsere diesjährige Bläserweihnacht alles in allem ein großartiger Jahresabschluss. Nach den vielen Highlights 2022 (Galakonzert, Picknickkonzerte, Kirchenkonzerte, Brass & Fire III etc.) kann man unsere Weihnachtstour mit Recht als die Krönung der vergangenen zwölf Monaten bezeichnen. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen und Helfer*innen, allen Partnern, allen Gästen und natürlich auch bei allen beteiligten Musiker*innen bedanken! Vielleicht auch interessant:

Wir läuten feierlich das Weihnachtsfest ein – mit unserer Bläserweihnacht 2022

Kein Turmblasen, kein „Blech trifft Orgel“, keine Großen Weihnachtskonzerte – nur unsere Digitalausgabe der traditionellen Bläserweihnacht war ein kleiner Lichtblick, der es im vergangenen Jahr vermochte, ein wenig weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. In 2022 ist nun aber alles anders. Endlich können wir wieder zum gewohnten Ablauf zurückkehren und die Adventszeit mit weihnachtlichen Klängen füllen. Los geht es am 27.11.2022 in Frauenprießnitz mit dem kammermusikalischen Highlight „Blech trifft Orgel“, bei dem unser Solistenensemble ein abwechslungsreiches Repertoire präsentieren wird. Am Wochenende darauf (02. – 04.12.2022) spielen wir unsere Großen Weihnachtskonzerte in Zeitz, Chemnitz und Jena. Als Besonderheit können wir in diesem Jahr Chris Houlding als Gastdirigenten begrüßen, der mit uns das Programm „Chris(t)mas around the world“ einstudiert hat. Man darf gespannt sein! Parallel dazu gibt es auch endlich wieder ein traditionelles Turmblasen. Ab dem 25.11.2022 erklingen täglich bekannte Weihnachtslieder vom Jenaer Rathausturm. Damit ist die Adventszeit bestens mit festlichen Klängen gefüllt!

Brass Band BlechKLANG Weihnachtskonzerte 2022

„Chris(t)mas around the world“ – Hänsel und Gretel auf Weltreise

Unter der fachkundigen und inspirierenden Leitung von Chris Houlding, unserem diesjährigen Gastdirigenten, seines Zeichens Professor für Posaune an der Folkwang Universität der Künste in Essen und weitgereister Brass Band-Experte der Extraklasse, präsentieren wir in diesem Jahr ein ganz spezielles Weihnachtsprogramm. Das Motto lautet dabei „Chris(t)mas around the world“, was so viel heißt wie: „Wir reisen mit Chris musikalisch einmal um den weihnachtlichen Globus!“ Vom heimatlichen „O du Fröhliche“ bis zum französischen „Petit Papa Noël“, von den grünen Hügeln Irlands bis in die Karibik führt dabei die komplett CO2-neutrale Reise. Als Fortbewegungsmittel steht dabei ein fliegender, glöckchenbewehrter Schlitten zur Verfügung.

Brass Band BlechKLANG startet Vorverkauf für Jenaer Bläserweihnacht (Foto U. Richter)

Vollends märchenhaft wird es dann, wenn die schönsten Auszüge aus Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf die bekanntesten Melodien aus den Filmklassikern von Walt Disney treffen. Weihnachtliche Stimmung, Besinnliches und Fröhliches, ergreifendes Musizieren und erheiternde Geschichten – für jeden Geschmack findet sich der passende musikalische Tagesausflug. Wenn Flügelhorn, Euphonium und Posaune solistisch erklingen, sich 30 Blechbläser*innen und Schlagzeuger*innen im homogenen Wohlklang einer britischen Brass Band finden, kann die schönste Zeit des Jahres kommen!

Termine:

  • Zeitz: Freitag, 02.12.2022, 20 Uhr, Theater im Capitol
  • Chemnitz: Samstag, 03.12.2022, 17 Uhr, St. Petrikirche
  • Jena: Sonntag, 04.12.2022, 14:30 Uhr, Stadtkirche St. Michael (Konzert ist ebenfalls über Live-Stream verfügbar)

Blech trifft Orgel 2022

Blech trifft Orgel – internationale Musiker*innen verbreiten Weihnachtsstimmung

Unser kammermusikalisches Highlight „Blech trifft Orgel“ kehrt zurück ins Jenaer Kulturleben! Das Publikum darf sich auf einen stimmungsvollen Konzertabend freuen, an dem Werke aus verschiedensten Epochen und unterschiedlichsten Genres erklingen werden. Von Barock bis Moderne, von Georg Friedrich Händel bis Peter Graham spannt sich dabei der Bogen und klassische Weihnachtslieder sind natürlich ebenfalls dabei. Bei allen Darbietungen steht jedoch immer das musikalische Wechselspiel der internationalen Solist*innen mit der Königin der Instrumente, der Orgel – gespielt von Tom Anschütz, im Mittelpunkt. In den vielfältigen Klangfarben der Blechblasinstrumente, vom strahlenden und festlichen Klang der Trompeten bis hin zum dunklen und weichen Timbre des Euphoniums, werden zahlreiche Werke namhafter Komponisten aller Musikzeitalter zu Gehör gebracht. Diese facettenreichen Darbietungen, sowohl solistischer Natur als auch im Ensemble, lassen dieses Vorweihnachtsevent zu einem echten Highlight werden.

Termin:

  • Frauenprießnitz: Sonntag, 27.11.2022, 15 Uhr, Klosterkirche St. Mauritius

Turmblasen

Endlich wieder Turmblasen – man kann es nicht oft genug sagen – ENDLICH wieder TURMBLASEN! Punkt 17 Uhr am 25.11.2022 ist es soweit: Die Fenster des Jenaer Rathausturms öffnen sich und zu hören sein wird „Guten Abend, schön Abend“. Überall auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt sollte dann allen bewusst sein, dass die Turmblassaison begonnen hat und diese wunderbare Tradition ihre Rückkehr feiert. Ab diesem Freitag gibt es dann wieder täglich ab 17 Uhr für 30 Minuten (Montag bis Donnerstag) bzw. 1 Stunde (Freitag bis Sonntag, inklusive spannender Hintergrundinformationen durch unseren bekannten Moderator Thomas Rothhardt) die beliebtesten Weihnachtsmelodien zu hören. Das große Finale bildet diesmal der 22. Dezember 2022. Wer das Turmblasen kennt, der weiß, dass an diesem Tag immer mit Überraschungen zu rechnen ist.

Termine:

Brass Band BlechKLANG Turmblasen 2022

Vorverkauf hat begonnen – jetzt Tickets sichern!

Die Eintrittskarten für alle unsere Weihnachtskonzerte sind seit dem 1. November 2022 in den bekannten Vorverkaufsstellen sowie hier erhältlich:

  • Jena/Frauenprießnitz:
    • Tourist-Information, Markt 16, 07743 Jena
    • Kartentelefon: 03641/498060
    • E-Mail: tickets@jena.de
    • www.jena.de/tickets
    • Tischlerei Schenke in Frauenprießnitz, Jenaerstraße 23, 036421/22752 (nur Blech trifft Orgel Frauenprießnitz)
  • Chemnitz:
  • Zeitz:
    • Tourist-Information Zeitz, Altmarkt 16, Gewandhaus, 06712 Zeitz
    • Telefon: +49 3441 83-291
    • Telefon: +49 3441 83-292
    • E-Mail: tourismus@stadt-zeitz.de

Ob bei Blech trifft Orgel, auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt oder bei den Großen Weihnachtskonzerten in Chemnitz, Zeitz und Jena – wir freuen uns auf die Konzertsaison und unsere Gäste!

Bandman of the Month: Christoph Hillebrand

Die krassesten dynamischen Gegensätze und die größten musikalischen Herausforderungen gibt es für mich in einer Brass Band – und genau deswegen spiele ich bei BlechKLANG.“ Wenn das mal kein Ausdruck von Begeisterung ist! Und dabei ist unsere 1. Posaune, Christoph Hillebrand, musikalisch wirklich vielseitig unterwegs (was sich noch im weiteren Verlauf dieses Beitrags zeigen wird). Deswegen wollen wir ihn heute als unseren aktuellen Bandman des Monats etwas genauer vorstellen.

Das Licht der Welt erblickte Christoph im Jahr 1992. Mit der Musik begann er dann im zarten Alter von 7 Jahren. Von Anfang an war dabei die Posaune das Objekt der Begierde. Andere Instrumente gab es nicht. „Keine Flöte, kein Klavier oder irgendeinen anderen Schmarrn – es ging für mich ohne Umwege direkt ans einzig wahre Instrument!“ Parallel zum Einzelunterricht spielte er ab seinem achten Lebensjahr in verschiedenen Formationen. Die erste Station war das Kinderorchester Nersingen/Fahlheim, später folgte die Jugendkapelle Nersingen/Fahlheim und als Jugendlicher, mit 14 Jahren, war er Mitglied in der Junior Big Band Nersingen, von der er später in die Big Band der Musikschule Nersingen wechselte, die den schönen Namen Rohrblitz Explosion trägt. Weitere Stationen waren der Musikverein Fahlheim und die Big Band Nersingen sowie das Quintett Classic Brass und die Fahlheimer Festmusikanten. Mit dem Fanfarenorchester der Bavarian Symphonic Winds wurde es zwar nur ein Konzert, aber trotzdem darf die Formation in dieser Liste nicht fehlen. Zudem war Christoph Aushilfe in unterschiedlichen Bands im nahezu gesamten Schwabenland, „egal ob Big Band, Blasmusik oder was auch immer!“ Als es ihn mit 25 Jahren nach Jena verschlug, fand er schließlich den Weg zu uns. Aber auch in seiner neuen Heimat kannte er keinen Stillstand. In den verschiedensten Gruppierungen (z. B. Akademische Orchestervereinigung, Carl Zeiss Sinfonieorchester, Big Band Jena etc.) war er bereits als Aushilfe tätig. Und gelegentlich greift er sogar heute noch im Schwabenland zum Instrument, um seine alten Wegbegleiter*innen zu unterstützen.

Bei einer derartigen Bandbreite stellt sich natürlich die Frage, was eigentlich Christophs Lieblingsstück ist – oder ob er überhaupt ein einzelnes Werk herausheben kann? Die Frage lässt sich erstaunlich leicht beantworten: Der Titel „Sleep“ von Eric Whitacre, arrangiert von Sandy Smith, hat es ihm besonders angetan. Gemeinsam mit uns hat er das Stück bereits bei einem unserer Weihnachtskonzerte spielen können. Als besonders beeindruckendes Erlebnis ist ihm jedoch nicht einer unserer weihnachtlichen Auftritte in der Jenaer Stadtkirche in Erinnerung geblieben, sondern das Programm „Call of the Cossacks“, mit dem wir den Brass Band Entertainment Wettbewerb gewinnen konnten, der im Rahmen des Deutschen Musikfest 2019 in Osnabrück stattfand. „Man hat dabei einfach gemerkt, was zusätzliche Choreographie noch ausmacht und wie begeistert das Publikum war – ein wirklich fantastisches Erlebnis!

Christoph bei einer Probe mit Philippe Bach für unser Konzert „BlechKLANGPhilharmonie“ 2019

Einstudiert haben wir dieses spezielle Programm übrigens mit zwei Dirigenten (Alexander Richter und Patricio Cosentino), die für Christoph besonders prägend bzw. beeindruckend waren. „Wobei es wirklich viele verschiedene Dozent*innen bzw. Lehrer*innen gibt, die mich im Laufe meiner musikalischen Entwicklung begeistert haben. Eine*n einzige*n aus der Menge hervorzuheben, wäre unfair. Man lernt einfach am besten von ganz unterschiedlichen Menschen.“ Daher ist Christophs Liste von Lieblings-Dozent*innen auch etwas länger als bei den bisherigen Bandmen bzw. Bandwomen of the Month: „Zunächst muss ich natürlich Rupert Flitsch erwähnen, meinen Posaunenlehrer der Musikschule Nersingen. Ich hatte mehr als zehn Jahre lang bei ihm Unterricht und das hat mein Spiel stark geprägt. Als Dirigent*innen bzw. Band-Leiter*innen sind mir folgende Namen in besonderer Erinnerung geblieben: Klaus Weiß (Jugendkapelle), Klaus Schlander (Musikverein Fahlheim, Big Band Jazzspätzla), Irene Anda (Musikverein Fahlheim, Dirigentin der Europäischen Jugend Brass Band 2013), Thomas Sälzle (Big Band und viele weitere Formationen, Mitglied bei Saxofourte, hat auch mal beim Guru Josh Project gespielt, die mit „Infinity“ einen bekannten Radiohit hatten) und Bob Sibich (Musikverein Fahlheim, Fanfarenorchester, Tubist bei der 3BA Concert Band). Seit ich in Jena bin, sind noch folgende Personen zur Liste hinzugekommen: Alexander Richter, Patricio Cosentino, Chris Houlding und Lito Fontana.

Christioph bei einer Probe mit Chris Houlding beim „Probenwochenende on the Road“ 2018

Eine ähnlich lange Liste erhält man übrigens, wenn man Christoph nach seinen musikalischen Vorbildern fragt: „Auch hier könnte ich mehr als 20 Personen aufzählen. Vom sinfonischen Spiel her wären das z. B. Joe Alessi, Ian Bousfield, Jörgen van Rijen, Fabrice Millischer, Hakan Bjorkman, Charles Vernon und noch viele mehr. Im Bereich Jazz würde ich mit Abstand Wycliffe Gordon nennen, aber auch J. J. Johnson, Erik van Lier und andere sind überragend. Außerdem sind alle Posaunist*innen von Mnozil Brass echte Vorbilder für mich. Alle Genannten vereint eine Gemeinsamkeit: Unabhängig vom Genre ziehen sie kompromisslos ihr Ding durch und bewahren ihren Stil zu 100 Prozent. Es gibt kein „daneben“ – nur Vollgas! Das finde ich sehr beeindruckend.

Nach diesen umfangreichen Aufzählungen sollte man meinen, dass Christoph auf jeden Fall auch zahlreiche Brass Bands hat, die ihm gut gefallen. Hier sieht es aber etwas anders aus. „Viele ausländische Brass Bands kenne ich nur von YouTube und kann mir schlecht ein Urteil bilden. Vom Zusammenspiel her gibt es aber aktuell nichts Besseres als The Cory Band, denke ich.“ Privat hört er ohnehin vorrangig andere Musik: „Bei mir läuft tatsächlich häufig traditionelle böhmisch/mährische Blasmusik, oder auch „moderne Volksmusik“ wie beispielsweise die Fäaschtbänkler, DeSchoWieda, Global Kryner, LaBrassBanda, Viera Blech, Moop Mama, Pro Solist’y und noch viele mehr. Diese Musik macht gute Laune und lässt mich andere Probleme und Sorgen manchmal vergessen. Ansonsten höre ich eigentlich alles außer Hardcore Techno, also von Alpenrock bis Klassik.

Beruflich ist Christoph Elektronik-Ingenieur. Wenn er gerade keine Posaune in der Hand hat, dann spielt er leidenschaftlich Fußball oder geht Joggen. Ab und zu widmet er seine Zeit auch dem böhmischen Bariton. Und er wollte schon immer einmal folgenden Satz loswerden: „Wir brauchen dringend mehr Kornette und Tuben in der Brass Band BlechKLANG!“. In diesem Zusammenhang sei der Hinweis erlaubt, dass wir uns immer über neue Gesichter in unseren Reihen freuen.

Lieber Christoph, wir freuen uns, dass Du mit Deiner musikalischen Leidenschaft immer wieder eine echte Bereicherung bist und hoffen natürlich, dass Du uns noch sehr lang erhalten bleiben wirst!

Bandman of the Month: Michael Götz

Auch wenn ich in meinen mehr als 40 Jahren, die ich nun diesem Hobby nachgehe, neben vielen Höhen natürlich auch ein paar Tiefen durchschritten habe, so hat die Musik in der Brass Band BlechKLANG stets eine gute Betätigung neben der beruflichen Arbeit sowie sehr viele Erlebnisse und Bekanntschaften gebracht. Die intensivsten Freundschaften entstanden hier und das ist mir extrem wichtig!“ Mit diesen einleitenden Worten aus seinem eigenen Mund möchten wir die Vorstellung von Michael Götz beginnen, unserem Bandman des Monats. Heute erfahrt Ihr etwas mehr über unser 2nd Horn und ein echtes Urgestein der Brass Band BlechKLANG.

Das Licht der Welt erblickte Micha im Jahr 1972. Schon in der Schulzeit, während der dritten Klasse, fand er den Weg zur Musik. Bereits davor begeisterten ihn allerdings die „Aufmärsche“ des Fanfarenorchesters (FO) des damaligen VEB (Volkseigener Betrieb) Carl Zeiss Jena mit der gewaltigen Rhythmus-Gruppe und der Tambourmajorin vornweg. Wenn diese Formation, die volle Straßenbreite einnehmend, spielend und trommelnd durch das Wohngebiet schritt, war Micha immer sofort am Fenster und hatte „Gänsehaut“. Ein Zufall war es dann, der den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen des Fanfarenorchesters herstellte: Michas Mutter, die als Kindergärtnerin arbeitete, betreute u. a. ein Kind, dessen Mutter beruflich im Zeiss-Werk Kontakt zum FO hatte. Bei einem Elterngespräch wurde dann wohl auch beiläufig die Begeisterung von Micha für besagtes Orchester erwähnt. Zügig war anschließend der Kontakt zu Karl-Heinz Lehmann und Lothar Leuthold sen. hergestellt und die Dinge nahmen ihren Lauf; der Weg zum Flötenunterricht war eingerichtet.

Micha mit Helen Varley beim Probenwochenende on the Road 2018

Micha mit Helen Varley beim Probenwochenende on the Road 2018

So wurde Micha im September 1981 schließlich Mitglied im Fanfarenorchester der VEB Carl Zeiss Jena bzw. im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger). Die Blockflöte spielte er zwar – wie es damals üblich war – nicht sehr lang, dennoch feierte er damit schon kleine Erfolge: „Zum 10-Jahres-Jubiläum durfte ich auf der Jenaer Volkshausbühne im Scheinwerferlicht stehend eine Flötenstelle mit einer Duettpartnerin solistisch wiederholt präsentieren – ein prägendes Ereignis! Denn diese Aufregung verspüre ich noch heute, wenn es mal wieder heißt, dass wir im Stück aufstehen „dürfen“ und eine kleine solistische Stelle zu präsentieren haben. Ich erinnere mich allerdings sehr gern an den als Präsent zur damaligen Jubiläumsfeier erhaltenen gravierten Kugelschreiber. Das war für die damaligen Verhältnisse und vor allem für mich eine echte Sensation.

Micha mit seinen Registerkolleg*innen bei den German Open 2021

Micha mit seinen Registerkolleg*innen bei den German Open 2021

Nach rund einem Jahr an der Flöte wechselte Micha auf die zu jener Zeit noch gängige Eb-Alt-Fanfare. „Die Tenorfanfare war zwar auch im Gespräch, aber im Lager gerade vergriffen, weshalb ich ein „Esser“ wurde.“ Diese „historischen Instrumente“ wurden dann im Laufe der Zeit durch die Brass Band-typischen Eb-Alt-Hörner ausgetauscht. Zunächst setzte man aber noch auf die deutsche Bauweise, die erst in den 2000ern durch die englische Variante ersetzt wurde. Im Gegensatz zu seinem Instrument, das immer mal wieder leicht wechselte, blieb Micha seiner Stimme jedoch relativ treu. Immerhin sind es jetzt schon annähernd 20 Jahre, die er bei uns das 2nd Horn spielt. „Und es muss auch keine andere Position sein!

Bei einer so langen Geschichte in der Brass Band BlechKLANG stellt sich natürlich die Frage, was eigentlich Michas Lieblingsstück ist. Dabei werden alle, die ihn persönlich kennen, sicherlich einen klaren Verdacht haben. „Selbstverständlich ist der „Fliegermarsch“ ein Titel, den ich sehr gern spiele und auch höre. Das Stück hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter, aber ein alleiniges Lieblingsstück ist es leider nicht. Und ich weiß, dass ich damit viele enttäusche!“ Stattdessen ist es für ihn – vielleicht auch aufgrund der Fülle an Werken, die er im Laufe der Zeit kennengelernt hat – sehr schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen. „Ich erinnere mich wirklich an zahlreiche Stücke, die ich sehr gern (mit)gespielt habe. Exemplarisch möchte ich hier „Terra Pacem“ von Mario Bürki nennen, das wir im Rahmen unserer Weihnachtskonzerte 2015 präsentiert haben – ein wirklich sehr fulminantes Werk! Mich begeistern aber auch, vermutlich vordergründig wegen der hohen Wiedererkennung, viele bekannte Filmmusiken. Ein besonderes Highlight ist jedoch der Titel „Highland Cathedral“ von Ulrich Roever und Michael Korb, möglichst in einer Fassung mit Orgel und Dudelsäcken. Hier bekomme ich immer eine Gänsehaut beim Hören und Spielen. Darüber hinaus (und das liegt sicherlich an meiner „historischen Musikerentwicklung“) erinnere ich mich sehr gern (und habe dort außerordentlich gern gespielt) an die Musik-Massenveranstaltungen, bei denen hunderte oder tausende Musiker gemeinsam Musizieren; dies hat mich immer berührt …

Im Gegensatz zu diesem breiten Spektrum an favorisierten Brass Band-Stücken sieht es beim Thema „Lieblings-Brass Band“ ganz anders aus. „Es fällt mir sehr schwer, mich hier auf eine bestimmte Formation festzulegen, denn ich habe bei verschiedenen Veranstaltungen und Events zahlreiche Bands wunderbar hören dürfen. Nicht selten haben mir dabei dann sogar diejenigen besser gefallen, um die kein großer „Hype“ gemacht wird. Ich möchte es mal so sagen: Wenn die Musik gefällig ist, ist mir der Name der Band eigentlich egal.“ In diesem Zusammenhang ist es vermutlich auch nicht verwunderlich, dass Micha kein konkretes musikalisches Vorbild hat. „So weit geht es bei mir einfach nicht.

Micha bei einer Probe zu "Brass & Sinfonik II" unter Leitung von Philippe Bach 2015

Micha bei einer Probe zu „Brass & Sinfonik II“ unter Leitung von Philippe Bach 2015

Auf die Frage, welcher Dirigent bzw. Gast-Dirigent ihn in den ganzen Jahren am meisten begeistert hat, kann Micha jedoch wieder Namen nennen. „Es ist zwar schon sehr lange her, aber hier erinnere ich mich zuerst an Lothar Leuthold sen., da er für mich der erste Dirigent im „großen Orchester“ war, den ich nach absolvierter Ausbildung erleben durfte. Seine schon damals gelebte Philosophie „fordern und fördern“ habe ich in bester Erinnerung behalten. Seine Strenge und Disziplin, aber gleichzeitig auch die sensible und einfühlsame Art (mir als noch jungem Musiker gegenüber), haben mir sehr imponiert.“ In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem Philippe Bach (z. B. Brass & Sinfonik II), an den Micha gern zurückdenkt. „International agierende und dann doch auch regional tätige Gastdozenten wie er, denen die Freude am gemeinsamen Erarbeiten und Musizieren sichtbar ins Gesicht geschrieben ist und bei denen man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gewinnt, es würde sich nur um einen „bezahlten Job“ handeln, sind mir sehr angenehm. Mal abgesehen davon, dass mir sein schweizerischer „Spracheinschlag“ natürlich auch bestens gefällt!

Nicht nur verschiedene Dirigenten und Gast-Dirigenten hat Micha im Laufe der Zeit kennengelernt, selbstverständlich kann er auch auf eine riesige Menge spannender Erlebnisse zurückblicken. Aus dieser Sammlung ein Highlight zu picken, ist natürlich nicht einfach, aber er hat einen klaren Favoriten: „Für mich war die damalige Reise in die USA im Jahr 1999 ein absoluter Höhepunkt. Die zahlreichen Konzerte in amerikanischen High Schools, die gemeinsamen Fahrten im klassischen Amerika-Schulbus und sogar meine „Sonderbehandlung“ seitens der Einreisebehörde, da ich für die Band damals die komplette Reisekasse dabei hatte, was für eine Privatperson natürlich zu viel war, sind mir noch in sehr guter Erinnerung. Ich bin auch immer noch froh, dass ich mich aus der letzten Situation mit meinem „gebrochenen Englisch“ herausreden konnte! Ansonsten denke ich auch gern an gemeinsame Bandfahrten im großen Reisebus mit Kurzvideodreh, kleinen „Erfrischungsgetränken“ usw. zurück. Abschließend möchte ich zudem die Teilnahmen an Wettbewerben benennen, die natürlich auch beeindruckend waren, für mich aber regelmäßig besonders viel Stress bedeuteten. Bei Wettbewerben fühle ich mich eigentlich immer wohler als Konsument, akzeptiere aber natürlich für mich als Akteur auch die Wettbewerbsvorbereitung und -erarbeitung als wichtigen qualitativen Motor.

Stichwort „Konsument“ – welche Musik hört Micha eigentlich privat? „Was das angeht, bin ich doch sehr flexibel. So finden sich in meinem Auto beispielsweise Sampler von „Santiano“ oder auch ein „Best of Modern Talking / Dieter Bohlen“. Gern höre ich aber ebenso Schlager oder allgemein die 80er. Klassische Musik geht natürlich auch immer, wenngleich ich da vielleicht ein kleines Faible für Richard Wagners fulminante Stücke nicht verschweigen will. Am ehesten dient diese Musik bei mir aber der Unterhaltung oder der Begleitung bei anderen Arbeiten bzw. Tätigkeiten.

Micha beim Konzert auf Schloss Altenstein 2017

Beruflich ist Micha ursprünglich gelernter physikalisch-technischer Assistent, hat aber nie wirklich als solcher gearbeitet. Stattdessen erwarb er einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) und ist bereits seit vielen Jahren als Verwaltungsbeamter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Neben der Brass Band BlechKLANG widmet er einen anderen Teil seiner Freizeit dem Deutschen Roten Kreuz, in dem er sowohl im Sanitätsdienst als auch administrativ ehrenamtlich tätig ist. Zudem ist er aktiver Zeitschriftenleser und -sammler. Als sportliche Aktivität geht er sehr gern wandern.

Lieber Micha, wir freuen uns, dass Du schon so lange bei uns bist und hoffen natürlich, dass Du auch noch viele weitere Jubiläen mit uns feiern wirst!

Bandwoman of the Month: Josephin Turek

Die Brass Band BlechKLANG hat mir eine ganz neue musikalische und klangliche Welt eröffnet und mir, als ich zum Studium nach Jena gekommen bin, das Einfinden in die neue Situation sehr erleichtert – deshalb bin ich froh, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein!“ Trotz ihrer vergleichsweise recht kurzen Zeit in unseren Reihen, haben wir bei Josephin „Josi“ Turek, unsere Bandwoman of the Month, bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Daher möchten wir Euch unsere 1st BBb Tuba heute etwas genauer vorstellen!

Das Licht der Welt erblickte Josi im Jahr 1998. Nur wenige Zeit später, bereits im Kindergarten, entdeckte sie ihre Freude an der Musik. Angefangen hat sie damals jedoch nicht mit der Tuba, sondern lernte zunächst bei der Musikschule Fröhlich das „Glockenspiel“ und anschließend Harmonica. Mit dem Wechsel an die Grundschule fand sie dann den Weg zu den Blasinstrumenten und übte sich an der Blockflöte. In der dritten Klasse hatte sie schließlich ihre erste prägende Begegnung mit der Tuba. „Wie bei uns üblich, kam die Stadtkapelle in die Schule und stellte alle Instrumente vor. Am Schluss sollten alle noch einmal ihr Lieblingsinstrument spielen. Das war bei mir zwar die Trompete, aber anscheinend war es mir als einzige gelungen, einen Ton aus der Tuba zu bringen und dieses Instrument wurde nun mal mehr gebraucht.“ So kam es dazu, dass sie anschließend drei Jahre lang Unterricht beim örtlichen Tubisten hatte. Durch den Wechsel auf das hiesige Musikgymnasium wurde sie daraufhin vom Tuba-Profi der Bamberger Symphoniker Heiko Triebener unterrichtet. Sie wurde zudem Mitglied in der Schul-Big Band („Posaunenstimme, juchhe …“) und schloss sich zudem vier verschiedenen Blasmusikvereinen an. Darüber hinaus spielte sie im Jugendsymphonieorchester Oberfranken und im Posaunenchor. Zusätzlich absolvierte sie einen Lehrgang zum Junior-Assistent Ensembleleitung und übernahm anschließend die Jugendkapelle. Aktuell ist sie noch Mitglied im nordbayerischen Jugendblasorchester und in der Original Prinz Albert Blasmusik.

Oldstars Mai 2018 Stadtfest Jena und alte deutsche Tuba

Josi bei einem Konzert in Jena mit der Brass Band VielKLANG 2018

Als sie im Jahr 2016 in unsere schöne Saalestadt zog, gelangte sie zum Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger) auf eher ungewöhnliche Art und Weise: „Unser Schlagzeuger Ralf hatte mich damals über eine gemeinsame Freundin auf Facebook gesehen und mein Profilbild zeigte mich mit Tuba. Das nahm er zum Anlass, mich anzuschreiben und mich einfach zu einer Probe mitzunehmen.“ Tja, so schnell kann es manchmal gehen … Zu Beginn spielte sie übrigens nicht gleich bei uns, sondern sowohl in der Jugend Brass Band BlechKLANG als auch in der Brass Band VielKLANG. Erst mit dem Galakonzert „Latinoamerica – Tierra Querida“ (2018) wurde sie festes Mitglied in unseren Reihen. Hier unterstützt sie nun fleißig unsere Tuben. „Ich finde es wirklich toll, in einer Brass Band zu spielen, denn hier spielen die Bässe nicht nur Vorschlag, sondern bilden das klangliche Fundament, bauen also quasi eine gewisse Stimmung auf und in dieser Rolle fühle ich mich einfach wahnsinnig wohl!“ Nebenher beherrscht sie übrigens auch noch weitere Instrumente „In meiner musikalischen Entwicklung war die Tuba zwischendurch tatsächlich mal langweilig, also fing ich mit dem Saxophon an. In Corona-Zeiten habe ich mich außerdem an der Querflöte ausprobiert. Aber alles in allem geht einfach nicht über die Tuba …

Josi zusammen mit Brass Band VielKLANG bei Back to the Future Volkshaus 2021

Josi zusammen mit Brass Band VielKLANG beim Volkshaus-Konzert „Back to the Future“ 2021

Josis Leidenschaft für das eigene Instrument spiegelt sich auch in der Wahl ihrer Lieblingsstücke wieder. „Ich mag vor allem Werke, bei denen die Bbb-Tuba richtig arbeiten muss und die mich herausfordern. Ganz vorn dabei ist da natürlich sämtliche Wettbewerbsliteratur, z. B. Fingal’s Cave, das wir bei den German Open gespielt haben. Aber auch das Repertoire, das wir für unser Galakonzert 2020 („Brass Band BlechKLANG: The Force Awakens“) vorbereitet hatten, war unglaublich spannend. Besonders auf das Star Wars-Medley („A Phantom Menace Suite“) und die Filmmusik zu „Der Herr der Ringe“ hatte ich mich sehr gefreut. Aber leider ist dieses Konzert corona-bedingt ausgefallen.

Man merkt schnell, dass es bei Josi eine gewisse konstante Suche nach musikalischen Herausforderungen gibt, was sich auch in Josis Lieblingserlebnis mit der Brass Band BlechKLANG zeigt. „Für mich besonders beeindruckend war der Entertainment Contest im Jahr 2019. Es war nicht nur mein erster Wettbewerb mit BlechKLANG, sondern auch eine ganz spezielle Challenge. Denn hier ging es einerseits darum, die Jury mit dem Klang zu überzeugen und andererseits mussten wir auch eine gute Show abliefern. Dieses Wechselspiel fand ich unglaublich spannend und es hat mir riesige Freude bereitet. Dass wir uns damals den Sieg geholt haben, war natürlich die Krönung! Darüber hinaus erinnere ich mich auch noch gut an das großartige Gemeinschaftsgefühl. Ganz allgemein ist der Band-Zusammenhalt echt toll. Wir machen nicht nur großartige Musik, sondern treffen uns auch nach den Konzerten und in der Freizeit oft, um miteinander zu quatschen. Es ist einfach sehr angenehm und harmonisch, ohne Konkurrenz und Missgunst.

Josi auf einem Band-Grillabend im Juli 2021

Josi bei einem Band-Grillabend im Juli 2021

Bei so viel Begeisterung für die Tuba – wie sieht es da eigentlich mit ihren eigenen Hörgewohnheiten aus? „Privat höre ich tatsächlich vor allem Podcasts, weil ich es sehr beruhigend finde, wenn irgendwelche Leute nebenher auf mich einreden. Bei Musik muss ich eigentlich immer ganz dabei sein. Das kann nicht einfach so laufen. Höchstens zum Autofahren dürfen es mal aktuelle Charts oder Klassiker aus den 90ern sein, weil ich die Songs kenne und lautstark mitsingen kann (was dann glücklicherweise niemand hört). Da macht es Spaß, den eigenen Emotionen freien Lauf zu lassen.“ Gelegentlich nimmt sich Josi aber auch die Zeit, ganz bewusst und mit voller Aufmerksamkeit bestimmte Musik zu hören: „In solchen Momenten lege ich meist etwas Symphonisches auf. Auf jeden Fall muss eine Tuba-Besetzung dabei sein, wie z. B. bei Wagner. Mein Lieblingswerk ist allerdings „Bilder einer Ausstellung“ nach der Bearbeitung von Ravel. Dieses Stück kann ich eigentlich immer hören, weil es so unglaublich facettenreich ist und weil die Tubastimme so viel Spaß macht – zum Hören und zum Spielen. Ein Teil daraus lief sogar beim Einzug zur Abi-Zeugnisübergabe.

Josi beim Weihnachtskonzert der Jugend Brass Band BlechKLANG im Jahr 2018

Josi beim Weihnachtskonzert der Jugend Brass Band BlechKLANG im Jahr 2018

Wer sich jetzt allerdings fragt, welche Brass Band wohl das für Josi beste Tubaregister hat, den müssen wir leider enttäuschen: „Tatsächlich habe ich keine direkte Lieblings-Brass Band. Wenn ich mir gelegentlich Aufnahmen anhöre, dann meist die erste, die mir YouTube vorschlägt. Ansonsten läuft bei mir auch einfach die Brass Band BlechKLANG – einerseits natürlich, weil wir super klingen, andererseits aber auch, um „Fehler“ zu hören bzw. ein besseres Gefühl für das Zusammenspiel zu bekommen. Von außen klingen wir ja doch immer anders, als wenn man mittendrin ist.“ Eine favorisierte Brass Band existiert also nicht, vielleicht aber ein anderes musikalisches Vorbild? „Nein, das gibt es nicht. Ich finde es wichtig, keinen inneren Druck zu haben, genau so sein zu wollen, wie irgendein Ideal. Für mich ist es wichtiger, innerhalb meines eigenen Können das Beste aus mir herauszuholen. Dabei lasse ich mich allerdings gern von außen inspirieren. Ein gewisses „Vorbild“ in diesem Sinne ist tatsächlich mein erster richtiger Tubalehrer Heiko Triebener. Er hat mir gezeigt, dass dieses Instrument eben nicht nur ‚uffda, uffda‘ kann, sondern klanglich zu sehr viel mehr in der Lage ist.

Josi beim Turmblasen 2019

Josi beim traditionellen Turmblasen 2019

Neben der Musik, die offensichtlich einen großen Raum in ihrem Leben einnimmt („Ohne Tuba würde mir echt etwas fehlen!“), studiert Josi übrigens Wirtschaftsmathematik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und macht voraussichtlich im Frühling 2022 ihren Master. Zudem arbeitet sie im Bereich Datenanalyse bei Jenoptik. Außerdem liest sie gern („meistens Thriller“), hört True Crime-Podcasts, kocht leidenschaftlich und kuschelt mit Tieren: „Am liebsten natürlich mit meinen beiden Katzen Hansi und Frieda sowie mit meinem Pflegepferd!

Liebe Josi, wir sind sehr glücklich, dass Du Ralfs Einladung damals angenommen hast und freuen uns auf viele weitere Jahre mit Dir in unseren Reihen!

Unsere digitale Bläserweihnacht 2021 – Streaming-Premiere erfolgreich geglückt!

Zwar nicht vor der prall gefüllten Stadtkirche St. Michael, aber dafür vor mehr als 300 Menschen, die sich (fast) aus der ganzen Welt – von den USA bis Südafrika – live zugeschaltet hatten, haben wir am 05. Dezember 2021 unserer Großes Weihnachtskonzert als Livestream präsentiert. Dass das Hör- und Seherlebnis dabei in den heimischen Wohnzimmern qualitativ absolut hervorragend war, dafür sorgte das mobile Tonstudio more Recording+Production. Dank der perfekten Arbeit der Nürnberger Profis war es für die Livestreamnutzer*innen fast so, als wären sie tatsächlich live dabei!

Brass Band BlechKLANG Livestream Weihnachtskonzert 2021

Unter dem Motto „Es sagt aus alten Tagen …“ – ausgewählt von unserem Dirigenten und musikalischen Leiter Alexander Richter – präsentierten wir bei unserer diesjährigen Jenaer Bläserweihnacht eine ganz besondere musikalische Zeitreise. Diese führte uns und unser Publikum beispielsweise ins eigentlich gar nicht so finsteren Mittelalter und auch in die Epoche der gregorianischen Gesänge. Ebenso standen die Renaissance und selbstverständlich das Heute auf der Reiseroute. Aus jeder Zeit brachten wir für unsere Hörer*innen vor den heimischen Bildschirmen klangliche Leckerbissen und auch die dazu gehörigen Geschichten mit – wie immer vorgetragen von unserem Moderator Thomas Rothhardt. So entstand ein vielfältiges und abwechslungsreiches Konzertprogramm, das seinen Bogen quer durch die Musikgeschichte spannt. Weihnachtliche Weisen aus dem 16. Jahrhundert („Es ist ein Ros entsprungen“), musikalische Geniestreiche des französischen Barock (Jean-Philippe Rameau), aber auch traditionelle und moderne Weihnachtslieder sorgten für ein unvergessliches Konzerterlebnis im eigenen Wohnzimmer.

Brass Band BlechKLANG Weihnachtskonzert 2021 Livestream (2) Brass Band BlechKLANG Weihnachtskonzert 2021 Livestream (2) Brass Band BlechKLANG Weihnachtskonzert 2021 Livestream (2) Brass Band BlechKLANG Weihnachtskonzert 2021 Livestream (2)

Besonders hervorzuheben sind auch bei unserer Streaming-Ausgabe die solistischen Leistungen aus unseren Reihen. Da es allerdings etwas zu weit führen würde, alle Solist*innen einzeln zu benennen, möchten wir insbesondere unsere Sopran Kornettistin Misaki Fukushima herausstellen. Mit ihrem glockenhellen Klang bei „Lyrica“ von Stijn Roels setzte sie einen wahren Glanzpunkt – BRAVO!

Misaki Fukushima Brass Band BlechKLANG

Foto: Julian Thiemermann

Selbstverständlich möchten wir uns ebenfalls noch dankend an alle wenden, die diesen kleinen musikalischen Lichtblick zum Ende eines herausfordernden Jahres ermöglicht haben. Zunächst geht abermals ein großes Dankeschön an more Recording+Production für die technische Umsetzung des Livestreams. Außerdem bedanken wir uns bei Zeiss, der Sparkasse Jena und dem Projekt „Klang der Ferne“ der Thüringer Kulturstiftung für die Unterstützung. Zum Schluss möchten wir noch allen Familienmitgliedern und Freunden unseren Dank ausdrücken, die am Konzerttag unter strengen Auflagen in der Jenaer Stadtkirche zu Gast waren und zumindest für ein wenig hörbaren Applaus gesorgt haben. Jetzt bleibt uns nur noch zu sagen: Frohe Weihnachten – bleibt gesund!

P.S.: Es gibt noch eine gute Nachricht für alle, die das Konzert leider verpasst haben! Das Lokalfernsehen JenaTV überträgt das komplette Programm am 18. Dezember 2021 um 16 Uhr und am 19. Dezember 2021 um 10 Uhr. Zudem ist es bis zum 06. Januar 2022 möglich, die Aufzeichnung gegen einen kleinen Unkostenbeitrag auf der Plattform eventbrite.de anzuschauen.

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Weihnachtliche Klänge im Livestream genießen – mit unserer Bläserweihnacht 2021

Was wäre die Adventszeit ohne feierlichen Blechbläsersound? Tja, spätestens seit dem letzten Jahr kennen wir wohl alle die Antwort auf diese Frage: sehr, sehr still … Deshalb ist es umso schöner, dass wir in 2021 wieder eine Bläserweihnacht feiern können – zumindest in Jena! Am 05. Dezember 2021 werden wir unser Großen Weihnachtskonzert in der Stadtkirche St. Michael präsentieren, welches ausschließlich live im Internet unter https://bit.ly/Bläserweihnacht2021 zu sehen sein wird (dank der freundlichen Unterstützung durch more Recording+Production). Wie das ganze funktioniert, erfahrt Ihr am Ende dieses Artikels! Zu hören gibt es ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Es sagt aus alten Tagen …“. Musikalisch hat die Vorweihnachtszeit also ein echtes Highlight zu bieten – und wir freuen uns schon sehr darauf!

Bläserweihnacht 2021 - Brass Band BlechKLANG„Es sagt aus alten Tagen …“ – unsere Großen Weihnachtskonzerte

Was gibt es wohl Schöneres, als in der Adventszeit, beispielsweise am gemütlich knisternden heimischen Kamin, den allerschönsten Märchen und Geschichten zu lauschen? Hier kommt die ganze Familie zusammen, genießt das heimische Beisammensein und stimmt sich gemeinsam auf das Weihnachtsfest ein. Dieser Vorstellung folgend begeben wir uns mit unserem Dirigenten Alexander Richter mit unserem diesjährigen Weihnachtskonzertprogramm „Es sagt aus alten Tagen …“ auf eine ganz besondere musikalische Zeitreise. Bis ins eigentlich gar nicht so finstere Mittelalter und die Epoche der gregorianischen Gesänge führt uns dabei der Weg. Aus jeder Zeit bringen wir für unser Publikum klangliche Leckerbissen und auch die dazu gehörigen Geschichten mit. Das vielfältige und abwechslungsreiche Konzertprogramm spannt dabei einen Bogen quer durch die Musikgeschichte. Weihnachtliche Weisen aus der Renaissance („Es ist ein Ros entsprungen“), musikalische Geniestreiche des französischen Barock (Jean-Philippe Rameau), aber auch traditionelle und moderne Weihnachtslieder, dargeboten im festlichen Glanz einer Brass Band, versprechen ein unvergessliches Konzerterlebnis.

Termin:

Brass Band BlechKLANG stellt Programm für Jenaer Bläserweihnacht vor (Foto U. Richter)

Vorverkauf hat begonnen – jetzt Tickets sichern!

Die Eintrittskarten zum Livestream sind ab sofort verfügbar. Unter diesem Link kann man sich jetzt bereits einen persönlichen Zugang sichern: https://bit.ly/Bläserweihnacht2021 Die Kosten beschränken sich dabei auf einen überschaubaren Beitrag, der lediglich dazu diesen soll, unsere eigenen Ausgaben zu decken. Alle weiteren Einnahmen kommen natürlich unserer vereinseigenen Nachwuchsschmiede, der Orchesterschule KLANGwelt, zugute. Bereits erworbene Karten können bis zum 24.12.2021 an den bekannten Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Wie komme ich zu meinem weihnachtlichen Hörgenuss?

Die Plattform Eventbrite, über die wir den Livestream anbieten, ist sehr einfach zu bedienen. So kommt Ihr zu Eurem weihnachtlichen Hörgenuss:

  • Rechtzeitig vor dem Konzert diese Seite besuchen https://bit.ly/Bläserweihnacht2021
  • Kundeninformationen eintragen und Bezahlvariante auswählen
  • Die Bezahlung erfolgt vorab per Kreditkarte, PayPal oder Sofort Überweisung
  • Beim Bestellprozess muss zudem eine gültige E-Mailadresse hinterlegt werden
  • An diese E-Mailadresse wird später der Link zur Teilnahme geschickt
  • Dieser Link kann am Sonntag mit einem beliebigen internetfähigen Endgerät (PC, Laptop, Handy, Tablet, Smart TV) geöffnet werden

Feierlich-weihnachtliche Klänge erwarten Euch – wir hören uns bei unserem großen Weihnachtskonzert in Jena! Zur Einstimmung gibt es hier noch einmal unser digitales Turmblasen aus dem Jahr 2020:

Rettet das Jenaer Turmblasen – 30 Jahre Weihnachtstradition sind in Gefahr

Wer schon einmal den Jenaer Weihnachtsmarkt besucht hat, der kennt ohne Zweifel auch sein größtes Highlight: das tägliche Turmblasen vom Jenaer Rathausturm. Pünktlich um 17 Uhr öffnen sich an jedem Tag im Advent die großen Fenster und die feinsten Weihnachtslieder erklingen. Von „Guten Abend, schön Abend“ über „Leise rieselt der Schnee“ bis zu „Alle Jahre wieder“ sind alle bekannten Klassiker dabei. Diese Tradition gibt es nun bereits seit 30 Jahren und von Anfang an ist der Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V., unser Träger, dafür verantwortlich. Doch da der Jenaer Weihnachtsmarkt diesmal aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie ausfällt, kann leider auch das Turmblasen nicht stattfinden. Dies bedeutet allerdings nicht nur einen immensen kulturellen Verlust, sondern vor allem auch einen finanziellen Einschnitt. Durch den Wegfall wichtiger Einnahmen, die zur Deckung laufender Fix-Kosten genutzt werden sollten, ist der Fortbestand des BMVCZJ und damit auch der Turmblastradition in Gefahr …

Wie geht es nun weiter?

Um das Schlimmste möglichst zu verhindern, haben wir abermals eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Rettet das Jenaer Turmblasen!“ gibt es die Möglichkeit, uns mit einer Spende zu unterstützen:

  • IBAN DE71830530300000048607
  • Verwendungszweck: Rettet das Turmblasen, Name, Vorname
  • Spendenquittungen werden gern ausgestellt – einfach eine kurze E-Mail mit Namen und Anschrift an info@bmvczj.de senden!

Wir bedanken uns im Voraus bei allen Unterstützer*innen, denn jeder Euro zählt!

Ein Lichtblick in dunklen Tagen – musikalischer Balsam für die Seele

Selbstverständlich haben wir uns bereits Gedanken gemacht, damit Jena nicht komplett auf das Turmblasen verzichten muss. Gemeinsam mit dem Lokalfernsehen JenaTV und mit freundlicher Unterstützung von Augenoptik Stegmann haben wir ein digitales Format der beliebten Vorweihnachtstradition entwickelt. Ab dem 17.12.2020 werden jeden Tag vor dem JenaJournal kurz vor 18:00 Uhr in täglichem Wechsel die auf unserer CD „Jenaer Bläserweihnacht“ enthaltenen weihnachtlichen Turmmusiken eingespielt. Archivbilder aus Jena und Umgebung sorgen zusätzlich für maximale vorweihnachtliche Stimmung.

Eine zusätzliche Portion virtuelles Turmblasen gibt es dann am 20.12.2020 um 17:00 Uhr zur gewohnten Turmblaszeit auf unserer Facebook-Seite (auch ohne Anmeldung sichtbar) und später auf unserem YouTube-Kanal. Hier könnt Ihr uns mit musikalischen Beiträgen aus unseren heimischen Wohnzimmern erleben – nicht verpassen!

Das war unsere Bläserweihnacht 2019 – klangvoll durch den Advent!

Begeisterte Zuschauer, minutenlanger Applaus, stehende Ovationen und natürlich der Wunsch nach gleich mehreren Zugaben – jedes unserer Konzerte in der diesjährigen Vorweihnachtszeit endete mit dem gleichen Bild. Ob in Bad Langensalza, Sömmerda, Jena, Chemnitz oder Frauenprießnitz; ob Kammermusik bei Blech trifft Orgel oder Großes Weihnachtskonzert – der Zuspruch vom Publikum war stets überwältigend. Und dafür möchten wir uns sehr gern bei allen Gästen ganz herzlich bedanken. Ohne die vielen Menschen, die Freude an unserer Musik finden, wäre unsere alljährliche Weihnachtskonzerttour nicht möglich. So konnten wir auch im Jahr 2019 einen fantastischen Jahresabschluss feiern, auf den wir mit diesem Bericht zurückblicken möchten.

Blech trifft Orgel – „Splendid Christmas“

Wie gewohnt sind wir auch in diesem Jahr mit dem kammermusikalischen Highlight Blech trifft Orgel in unsere weihnachtliche Konzertsaison gestartet. An gleich drei Terminen (29./30.11. und 01.12.2019) präsentierte unser Solistenensemble ein facettenreiches Programm, das in diesem Jahr den Titel „Splendid Christmas“ (Prächtige Weihnachten) trug. Die Schauplätze waren zum Auftakt die St. Trinitatis Kirche in Bad Langensalza, am Samstag die Kirche in Jena-Winzerla und zum Abschluss die St. Mauritius Kirche in Frauenprießnitz. Auf den Pulten lagen jeweils klassische Werke von Vivaldi und Bach sowie auch zahlreiche internationale und nationale Weihnachtsweisen. Begleitet wurden unsere Musiker*innen jedes Mal von der Kantorin der Gemeinde Querfurt Mira Cieślak, die gekonnt alle Register zu ziehen wusste. Als Belohnung für die Leistungen aller Akteur*innen gab es in den bis auf den letzten Platz besetzten Kirchen tosenden Beifall und laute „Bravo!“-Rufe. Damit war Blech trifft Orgel auch 2019 ein wundervoller Auftakt für unsere weihnachtliche Konzertsaison. Ein herzliches Dankeschön dafür geht an den künstlerischen Leiter Patricio Cosentino.

Märchenzauber für Jung und Alt – unsere Großen Weihnachtskonzerte

Wir sind mit Harry Potter im Polar Express gefahren, haben gemeinsam mit Hänsel und Gretel drei Haselnüsse für Aschenbrödel gesucht und sind mit dem Mäusekönig aus Tschaikowskys Nussknacker ganz leise in Schneewittchens Schlafgemach gewesen – unser „musikalisches Märchenbuch“ bot eine wahre Fülle fantasievoller Abenteuer, die Groß und Klein begeisterten. Mit unserem diesjährigen Programm präsentierten wir unseren Gästen in Sömmerda (06.12.2019), Chemnitz (07.12.2019) und Jena (08.12.2019) zahlreiche Brass Band-Originalkompositionen und raffinierte -Bearbeitungen sowie natürlich auch traditionelle und internationale Weihnachtslieder, die perfekt zur Adventsstimmung passten. Dazu gab es wie gewohnt unterhaltsame Geschichten und spannende Hintergrundinformationen von unserem Moderator Thomas Rothhardt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unseren Dirigenten und künstlerischen Leiter Alexander Richter, der für die Konzeption der Großen Weihnachtskonzerte verantwortlich war!

Unbedingt zu erwähnen sind auch in diesem Jahr die solistischen Leistungen aus unseren Reihen. Da wäre zunächst unser Principal Kornettist Márk Sirok, der die bekannte Melodie des „einsamen Hirten“ wunderbar klangvoll in Szene setzte und damit für einen herausragenden Glanzpunkt innerhalb des Programms sorgte. Beim zweiten Titel der Zugabe schlug dann die Stunde für Patricio Cosentino. Voller Inbrunst und mit viel Gefühl stimmte er den beliebten Weihnachtsklassiker „It’s beginning to look like Christmas“ an und sorgte damit für ein schwungvolles Finale. Ob in Sömmerda, Chemnitz oder Jena – bei jedem Konzert lieferten unsere beiden Solisten fantastische Leistungen ab – BRAVO!

Alles in allem konnten wir mit unseren märchenhaften Weihnachtskonzerten erneut einen großartigen Jahresabschluss feiern. Nach den vielen Highlights 2019 (Konzert mit der Jenaer Philharmonie, Entertainment Wettbewerb, Kirchenkonzerte etc.) setzte unsere Weihnachtstour den vergangenen zwölf Monaten die Krone auf. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen, allen Gästen und natürlich auch bei allen beteiligten Musiker*innen bedanken!

13. Kinderbläserweihnacht: Hänsel und Gretel und Engelbert Humperdinck

Mit mittlerweile mehr als 1.300 Gästen, die in diesem Jahr teilnahmen, hat sich unsere Kinderbläserweihnacht über die vergangenen dreizehn Ausgaben zur wohl größten Konzertveranstaltung für Vorschulkinder entwickelt. Insgesamt 47 Kindertagesstätten aus Jena und Umgebung – eine Kita reiste sogar aus Sachsen-Anhalt an – kamen am 09.12.2019 ins Jenaer Volkshaus, um dieses einzigartige Ereignis zu genießen. Abermals gab es viel zu hören und zu sehen: Während die Schauspielerin Mona Vojacek Koper (Theaterhaus Jena) das begeisterte Publikum mithilfe von projizierten Bildern in die märchenhafte Welt von Hänsel und Gretel entführte, spielte das Quintett „B7-Brass“, bestehend aus Musikern der Staatskapelle Weimar, des Philharmonischen Orchesters Erfurt und der Clara Schumann Philharmoniker Plauen/Zwickau, Auszüge aus der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck. Zusätzlich gab es natürlich auch wieder Weihnachtslieder zum Mitsingen. Damit war auch die dreizehnte Ausgabe der Kinderbläserweihnacht mit ihrer einzigartigen Vereinigung von Musik und Schauspiel ein unvergessliches Erlebnis für Groß und Klein.

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