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Goodbye & Hello – Neuzugänge und Verabschiedungen 2022

Ein Galakonzert, diverse Picknicke mit Musik, verschiedene Auftritte in mitteldeutschen Kirchen und schließlich sogar eine umfangreiche Bläserweihnacht – insgesamt hatte das Jahr 2022 wirklich einiges an Highlights zu bieten. Außerdem konnten wir erneut neue Gesichter bei uns begrüßen, d. h. interessierte Musiker*innen haben mit uns Kontakt aufgenommen und sind nun fester Bestandteil in unseren Reihen. Verabschiedungen gab es aber ebenso. Familiäre Veränderungen oder auch eine berufliche Neuorientierungen können immer dazu führen, dass einzelne Mitglieder die Brass Band BlechKLANG verlassen.

Insgesamt mussten wir uns im Jahr 2022 von 5 Mitgliedern verabschieden. Im Gegenzug konnten wir leider nur einen neuen Musiker bei uns begrüßen. (Daher nochmal der Hinweis darauf, dass wir eigentlich immer neue Mitstreiter*innen suchen. Interessent*innen können sich jederzeit bei uns melden!)

In diesem Jahresrückblick wollen wir Euch alle Neuzugänge und alle Verabschiedeten einmal vorstellen:

Neuzugänge:

September:

Torsten Müller: So ein richtiger „Neuzugang“ ist Torsten bei genauerer Betrachtung eigentlich nicht. Denn bereits seit vielen Jahren unterstützt er uns regelmäßig als Aushilfe und hat dabei vermutlich schon fast jede Stimme mindestens einmal gespielt – vom Solohorn bis zum Solokornett. Außerdem war er sogar einige Jahr als Lehrer an unserer vereinseigenen Ausbildungsschmiede, der Orchesterschule KLANGwelt, tätig. Nun hat er sich dazu entschieden, festes Mitglied zu werden und die Position des Flügelhornisten zu übernehmen. In dieser Funktion konnte ihn unser Publikum bereits bei „Brass & Fire III“, bei einigen Kirchenkonzerten und natürlich im Rahmen der Bläserweihnacht erleben. Wir freuen uns schon sehr auf viele weitere Auftritte mit ihm!

Verabschiedungen:

März:

Kathrin Schulz: Im Sommer 2020 fand sie den Weg – trotz Pandemie! – zu einer unserer Outdoor-Proben und wurde im weiteren Verlauf des Jahres festes Mitglied in unserem Kornettregister. Zahlreiche Auftritte und Konzerte in Jena und Umgebung absolvierte sie mit uns im Laufe der Zeit. Aus einem der schönsten Gründe überhaupt konnte sie die Reise mit uns jedoch (vorerst) im Frühling 2022 nicht fortsetzen, denn Kathrin wurde Mutter und stürzte sich damit in ein ganz neues Abenteuer. Wir bedanken uns für den Einsatz und wünschen viel Freude mit dem Abenteuer Familie! (Und wenn es die Zeit irgendwann zulässt, bist Du natürlich herzlich wieder bei uns willkommen!)

Juli:

Jaime Seves - Brass Band BlechKLANGJaime Seves: Es war zwar keine besonders lange Zeit, in der Jaime bei uns war, aber dennoch hat er uns von August 2021 bis Juli 2022 tatkräftig im Schlagwerk unterstützt. Parallel absolvierte er einen Bundesfreiwilligendienst beim Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger) und half aktiv dem Team der „Mobilen Musikwerkstatt“. Auch bei den Kolleg*innen der Brass Band VielKLANG war der gebürtige Spanier häufiger zu Gast. Mit Ablauf seines Dienstes kehrte er allerdings zurück in die Heimat, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir bedanken und ganz herzlich für den Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute!

August:

Nick Prince - Brass Band BlechKLANGNick Prince: Auch dieses Mitglied war leider viel zu kurz bei uns. Erst im September 2021 hatte der gebürtige Engländer seinen Wohnort nach Jena verlegt, um bei uns zahlreiche Aufgaben zu übernehmen. So spielte er nicht nur Bariton und Posaune in unseren Reihen, sondern arbeitete auch als Lehrer für Tiefblech an der Orchesterschule KLANGwelt (unsere Nachwuchsschmiede) und leitete die Jugend Brass Band BlechKLANG. Ein umfangreiches Pensum an Auftritten und Konzerten sowie die German Open hat er mit uns erfolgreich absolviert. Aus beruflichen Gründen wechselte Nick allerdings im August 2022 wieder nach Bochum, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir sind sehr dankbar für sein umfangreiches Engagement und wünschen ihm für die persönliche Zukunft nur das Beste!

 

 

Kirsten Zeuner - Brass Band BlechKLANGKirsten Zeuner: Als sie im September 2021 – nach vielen Jahren der Ausbildung an der Orchesterschule KLANGwelt (unsere Nachwuchsschmiede) und zahlreichen Erlebnissen mit der Jugend Brass Band BlechKLANG – in unser Tubaregister wechselte, war die Begeisterung natürlich auf allen Seiten riesig. Umso bedauerlicher ist es daher, dass uns Kirsten nach rund einem Jahr mit zahlreichen Auftritten und Konzerten bereits wieder verlassen hat. Aus beruflichen Gründen hat es sie im Spätsommer 2022 in eine andere Stadt verschlagen, in der sie sich neuen Aufgaben stellt. Sollte sie allerdings irgendwann wieder nach Jena zurückkehren, freuen wir uns natürlich sehr, sie wieder bei uns begrüßen zu können!

 

Florian SchellhornFlorian Schellhorn: Mehr als 25 Jahre lang war er Mitglied bei uns bzw. beim Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger). Zunächst spielte Florian Kornett und zwar in fast jeder Stimme. Später wechselte er ans Flügelhorn und absolvierte an dieser Position zahlreiche Konzerte, Auftritte und Wettbewerbe mit uns. Seinem ursprünglichen Instrument blieb er allerdings noch bei unseren Kolleg*innen der Brass Band VielKLANG treu. Im Jahr 2022 entschloss er sich allerdings dazu, sich neuen musikalischen Aufgaben zuzuwenden und verließ den BMVCZJ. Wir bedanken uns für sein jahrelanges Engagement und wünschen ihm für die musikalische sowie die persönliche Zukunft alles Gute.

Bandman of the Month: Michael Götz

Auch wenn ich in meinen mehr als 40 Jahren, die ich nun diesem Hobby nachgehe, neben vielen Höhen natürlich auch ein paar Tiefen durchschritten habe, so hat die Musik in der Brass Band BlechKLANG stets eine gute Betätigung neben der beruflichen Arbeit sowie sehr viele Erlebnisse und Bekanntschaften gebracht. Die intensivsten Freundschaften entstanden hier und das ist mir extrem wichtig!“ Mit diesen einleitenden Worten aus seinem eigenen Mund möchten wir die Vorstellung von Michael Götz beginnen, unserem Bandman des Monats. Heute erfahrt Ihr etwas mehr über unser 2nd Horn und ein echtes Urgestein der Brass Band BlechKLANG.

Das Licht der Welt erblickte Micha im Jahr 1972. Schon in der Schulzeit, während der dritten Klasse, fand er den Weg zur Musik. Bereits davor begeisterten ihn allerdings die „Aufmärsche“ des Fanfarenorchesters (FO) des damaligen VEB (Volkseigener Betrieb) Carl Zeiss Jena mit der gewaltigen Rhythmus-Gruppe und der Tambourmajorin vornweg. Wenn diese Formation, die volle Straßenbreite einnehmend, spielend und trommelnd durch das Wohngebiet schritt, war Micha immer sofort am Fenster und hatte „Gänsehaut“. Ein Zufall war es dann, der den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen des Fanfarenorchesters herstellte: Michas Mutter, die als Kindergärtnerin arbeitete, betreute u. a. ein Kind, dessen Mutter beruflich im Zeiss-Werk Kontakt zum FO hatte. Bei einem Elterngespräch wurde dann wohl auch beiläufig die Begeisterung von Micha für besagtes Orchester erwähnt. Zügig war anschließend der Kontakt zu Karl-Heinz Lehmann und Lothar Leuthold sen. hergestellt und die Dinge nahmen ihren Lauf; der Weg zum Flötenunterricht war eingerichtet.

Micha mit Helen Varley beim Probenwochenende on the Road 2018

Micha mit Helen Varley beim Probenwochenende on the Road 2018

So wurde Micha im September 1981 schließlich Mitglied im Fanfarenorchester der VEB Carl Zeiss Jena bzw. im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger). Die Blockflöte spielte er zwar – wie es damals üblich war – nicht sehr lang, dennoch feierte er damit schon kleine Erfolge: „Zum 10-Jahres-Jubiläum durfte ich auf der Jenaer Volkshausbühne im Scheinwerferlicht stehend eine Flötenstelle mit einer Duettpartnerin solistisch wiederholt präsentieren – ein prägendes Ereignis! Denn diese Aufregung verspüre ich noch heute, wenn es mal wieder heißt, dass wir im Stück aufstehen „dürfen“ und eine kleine solistische Stelle zu präsentieren haben. Ich erinnere mich allerdings sehr gern an den als Präsent zur damaligen Jubiläumsfeier erhaltenen gravierten Kugelschreiber. Das war für die damaligen Verhältnisse und vor allem für mich eine echte Sensation.

Micha mit seinen Registerkolleg*innen bei den German Open 2021

Micha mit seinen Registerkolleg*innen bei den German Open 2021

Nach rund einem Jahr an der Flöte wechselte Micha auf die zu jener Zeit noch gängige Eb-Alt-Fanfare. „Die Tenorfanfare war zwar auch im Gespräch, aber im Lager gerade vergriffen, weshalb ich ein „Esser“ wurde.“ Diese „historischen Instrumente“ wurden dann im Laufe der Zeit durch die Brass Band-typischen Eb-Alt-Hörner ausgetauscht. Zunächst setzte man aber noch auf die deutsche Bauweise, die erst in den 2000ern durch die englische Variante ersetzt wurde. Im Gegensatz zu seinem Instrument, das immer mal wieder leicht wechselte, blieb Micha seiner Stimme jedoch relativ treu. Immerhin sind es jetzt schon annähernd 20 Jahre, die er bei uns das 2nd Horn spielt. „Und es muss auch keine andere Position sein!

Bei einer so langen Geschichte in der Brass Band BlechKLANG stellt sich natürlich die Frage, was eigentlich Michas Lieblingsstück ist. Dabei werden alle, die ihn persönlich kennen, sicherlich einen klaren Verdacht haben. „Selbstverständlich ist der „Fliegermarsch“ ein Titel, den ich sehr gern spiele und auch höre. Das Stück hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter, aber ein alleiniges Lieblingsstück ist es leider nicht. Und ich weiß, dass ich damit viele enttäusche!“ Stattdessen ist es für ihn – vielleicht auch aufgrund der Fülle an Werken, die er im Laufe der Zeit kennengelernt hat – sehr schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen. „Ich erinnere mich wirklich an zahlreiche Stücke, die ich sehr gern (mit)gespielt habe. Exemplarisch möchte ich hier „Terra Pacem“ von Mario Bürki nennen, das wir im Rahmen unserer Weihnachtskonzerte 2015 präsentiert haben – ein wirklich sehr fulminantes Werk! Mich begeistern aber auch, vermutlich vordergründig wegen der hohen Wiedererkennung, viele bekannte Filmmusiken. Ein besonderes Highlight ist jedoch der Titel „Highland Cathedral“ von Ulrich Roever und Michael Korb, möglichst in einer Fassung mit Orgel und Dudelsäcken. Hier bekomme ich immer eine Gänsehaut beim Hören und Spielen. Darüber hinaus (und das liegt sicherlich an meiner „historischen Musikerentwicklung“) erinnere ich mich sehr gern (und habe dort außerordentlich gern gespielt) an die Musik-Massenveranstaltungen, bei denen hunderte oder tausende Musiker gemeinsam Musizieren; dies hat mich immer berührt …

Im Gegensatz zu diesem breiten Spektrum an favorisierten Brass Band-Stücken sieht es beim Thema „Lieblings-Brass Band“ ganz anders aus. „Es fällt mir sehr schwer, mich hier auf eine bestimmte Formation festzulegen, denn ich habe bei verschiedenen Veranstaltungen und Events zahlreiche Bands wunderbar hören dürfen. Nicht selten haben mir dabei dann sogar diejenigen besser gefallen, um die kein großer „Hype“ gemacht wird. Ich möchte es mal so sagen: Wenn die Musik gefällig ist, ist mir der Name der Band eigentlich egal.“ In diesem Zusammenhang ist es vermutlich auch nicht verwunderlich, dass Micha kein konkretes musikalisches Vorbild hat. „So weit geht es bei mir einfach nicht.

Micha bei einer Probe zu "Brass & Sinfonik II" unter Leitung von Philippe Bach 2015

Micha bei einer Probe zu „Brass & Sinfonik II“ unter Leitung von Philippe Bach 2015

Auf die Frage, welcher Dirigent bzw. Gast-Dirigent ihn in den ganzen Jahren am meisten begeistert hat, kann Micha jedoch wieder Namen nennen. „Es ist zwar schon sehr lange her, aber hier erinnere ich mich zuerst an Lothar Leuthold sen., da er für mich der erste Dirigent im „großen Orchester“ war, den ich nach absolvierter Ausbildung erleben durfte. Seine schon damals gelebte Philosophie „fordern und fördern“ habe ich in bester Erinnerung behalten. Seine Strenge und Disziplin, aber gleichzeitig auch die sensible und einfühlsame Art (mir als noch jungem Musiker gegenüber), haben mir sehr imponiert.“ In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem Philippe Bach (z. B. Brass & Sinfonik II), an den Micha gern zurückdenkt. „International agierende und dann doch auch regional tätige Gastdozenten wie er, denen die Freude am gemeinsamen Erarbeiten und Musizieren sichtbar ins Gesicht geschrieben ist und bei denen man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gewinnt, es würde sich nur um einen „bezahlten Job“ handeln, sind mir sehr angenehm. Mal abgesehen davon, dass mir sein schweizerischer „Spracheinschlag“ natürlich auch bestens gefällt!

Nicht nur verschiedene Dirigenten und Gast-Dirigenten hat Micha im Laufe der Zeit kennengelernt, selbstverständlich kann er auch auf eine riesige Menge spannender Erlebnisse zurückblicken. Aus dieser Sammlung ein Highlight zu picken, ist natürlich nicht einfach, aber er hat einen klaren Favoriten: „Für mich war die damalige Reise in die USA im Jahr 1999 ein absoluter Höhepunkt. Die zahlreichen Konzerte in amerikanischen High Schools, die gemeinsamen Fahrten im klassischen Amerika-Schulbus und sogar meine „Sonderbehandlung“ seitens der Einreisebehörde, da ich für die Band damals die komplette Reisekasse dabei hatte, was für eine Privatperson natürlich zu viel war, sind mir noch in sehr guter Erinnerung. Ich bin auch immer noch froh, dass ich mich aus der letzten Situation mit meinem „gebrochenen Englisch“ herausreden konnte! Ansonsten denke ich auch gern an gemeinsame Bandfahrten im großen Reisebus mit Kurzvideodreh, kleinen „Erfrischungsgetränken“ usw. zurück. Abschließend möchte ich zudem die Teilnahmen an Wettbewerben benennen, die natürlich auch beeindruckend waren, für mich aber regelmäßig besonders viel Stress bedeuteten. Bei Wettbewerben fühle ich mich eigentlich immer wohler als Konsument, akzeptiere aber natürlich für mich als Akteur auch die Wettbewerbsvorbereitung und -erarbeitung als wichtigen qualitativen Motor.

Stichwort „Konsument“ – welche Musik hört Micha eigentlich privat? „Was das angeht, bin ich doch sehr flexibel. So finden sich in meinem Auto beispielsweise Sampler von „Santiano“ oder auch ein „Best of Modern Talking / Dieter Bohlen“. Gern höre ich aber ebenso Schlager oder allgemein die 80er. Klassische Musik geht natürlich auch immer, wenngleich ich da vielleicht ein kleines Faible für Richard Wagners fulminante Stücke nicht verschweigen will. Am ehesten dient diese Musik bei mir aber der Unterhaltung oder der Begleitung bei anderen Arbeiten bzw. Tätigkeiten.

Micha beim Konzert auf Schloss Altenstein 2017

Beruflich ist Micha ursprünglich gelernter physikalisch-technischer Assistent, hat aber nie wirklich als solcher gearbeitet. Stattdessen erwarb er einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) und ist bereits seit vielen Jahren als Verwaltungsbeamter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Neben der Brass Band BlechKLANG widmet er einen anderen Teil seiner Freizeit dem Deutschen Roten Kreuz, in dem er sowohl im Sanitätsdienst als auch administrativ ehrenamtlich tätig ist. Zudem ist er aktiver Zeitschriftenleser und -sammler. Als sportliche Aktivität geht er sehr gern wandern.

Lieber Micha, wir freuen uns, dass Du schon so lange bei uns bist und hoffen natürlich, dass Du auch noch viele weitere Jubiläen mit uns feiern wirst!

Angekommen in der 1st Division – unser Teilnahme an den German Open 2021

Dass wir dank Corona in der Vergangenheit auf einiges verzichten musste, dürfte mittlerweile weitgehend bekannt sein. Durch die Pandemie sind für uns aber nicht nur Konzerte, Auftritte und Proben weggefallen, sondern auch typische Wettbewerbe. So kam es dazu, dass unsere letzte Teilnahme an einer solchen musikalischen Herausforderung ganze drei Jahre zurückliegt (7. Deutsche Brass Band Meisterschaft), wenn man den Entertainment Wettbewerb 2019 aufgrund seines besonderen Charakters außer Acht lässt. Umso größer war daher unsere Vorfreude also auf die German Open, denen wir uns am vergangenen Wochenende (23./24. Oktober 2021) in Brilon im Hochsauerlandkreis gestellt haben.

Brass Band BlechKLANG German Open 2021Los ging die Reise ins weit entfernte Nordrhein-Westfalen bereits am Freitag (22. Oktober 2021). Dank eines sehr gemütlichen Busses hatten wir auf der Strecke fünf entspannte Stunden, die zwar die geplante Anspielprobe etwas weiter in die Nacht verschoben, aber die gute Laune nicht trüben konnten. Angekommen in Brilon erwartete uns ein kurzes, aber sehr leckeres Abendessen und anschließend begaben wir uns schnurstracks zur erwähnten Probe. Hier wurde der letzten Feinschliff betrieben, sodass sich alle bestens auf den Wettbewerb vorbereitet fühlten.

Anspielprobe Brass Band BlechKLANG German Open (1) Anspielprobe Brass Band BlechKLANG German Open (1)

Am folgenden Samstag (23. Oktober 2021) war es schließlich soweit – allerdings erst spät am Nachmittag. Dies gab uns genügend Gelegenheit, gemächlich in den Tag zu starten. Alle konnten sich ohne Hektik individuell einspielen und sich gedanklich auf das Wertungsspiel vorbereiten. Um 14:30 Uhr ging es schließlich los. Angekommen am Gymnasium Petrinum lauschten wir zunächst zwei anderen Bands aus unserer Kategorie. Schnell wurde klar: Die Akustik in der Aula ist eine echte Herausforderung und die Konkurrenz in der B-Section ist wirklich hoch! Nichtsdestotrotz blieben wir allerdings fokussiert und ruhig. Als es dann an der Zeit war, der hochkarätigen Jury (Tim de Maeseneer, Katrina Marzella und Thomas Clamor) unser Programm – Fanfare in Jubilo (Thomas Doss), Momentum (Thomas Doss) und Fingal’s Cave (Felix Mendelsohn Bartholdy, arr. Howard Lorriman) – zu präsentieren, war die Konzentration auf ihrem absoluten Maximum. Es gelang uns daher, eine überzeugende Darbietung abzuliefern, die mit viel Applaus vom Publikum belohnt wurde. Wie die musikalische Leistung von der Jury eingeschätzt werden würde, sollten wir jedoch erst später erfahren. Den Abschluss des Programms bildete schließlich der Beitrag in der A-Section von der 3BA Concert Band. Anschließend begaben wir uns zurück in die Unterkunft und ließen den Abend ausklingen.

Pokale German Open 2021Der Sonntag (24. Oktober 2021) begann ebenfalls sehr entspannt für uns – die größte Herausforderung lag ja bereits hinter uns. Daher konnten wir uns nach einem wunderbaren Frühstück in aller Ruhe erneut im Gymnasium Petrinum einfinden, um den zwei Bands der C-Section zu lauschen. Anschließend folgte bereits das nächste Highlight – das Galakonzert der Festival Brass Band. Wir ließen uns also von fantastischen Klängen verzaubern und warteten dann gespannt auf die Ergebnisverkündung. Da die Konkurrenz in der hauptsächlich von 1st Division-Bands dominierten Section wirklich groß war, hielten sich die Hoffnungen auf einen Podiumsplatz natürlich in Grenzen. Immerhin war es unser erster Versuch in dieser neuen Liga. Nachdem die Ergebnisse allerdings verkündet waren, zeigte sich auf vielen Gesichtern ein Ausdruck der Erleichterung: Wir sind in der 1st Division angekommen! Mit soliden 178,3 Punkten haben wir uns sauber im Mittelfeld platziert und können uns von hieraus nun weiterentwickeln.

Die Ergebnisse der German Open in der Übersicht:

  • A-Section:
    1. 1. 3BA Concert Band: 193,3 Punkte (Sonderpreis für die beste solistische Leistung – Bernd Geser)
  • B-Section:
    1. 1. Brass Band Regensburg: 187 Punkte
    2. 2. Woodshockers: 184,6 Punkte (Sonderpreis für den besten Choral/Marsch)
    3. 3. Nordbayerische Brass Band: 181 Punkte
    4. 4. Brass Band BlechKLANG: 178,3 Punkte
    5. 5. Brass Band Westfalen: 174 Punkte
  • C-Section:
    1. 1. 3BA Academy Band: 186 Punkte
    2. 2. Evolution Brass Regensburg: 184 Punkte (Sonderpreis für die beste Programmzusammenstellung)

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Organisatoren und Sponsoren für den tollen Wettbewerb bedanken. Ein besonderes Dankeschön geht zudem an unsere Solo-Euphonistin Andrea Hobson, die trotz Krankheit wirklich alles gegeben hat!

Brass Band Szene traf sich

Am 02.06. traf sich die ein Großteil der deutschen Brass Band Szene in Fulda. Im Mittelpunkt stand die Verständigung über die bevorstehende 5. Deutsche Brass Band Meisterschaft 2014.
Sie findet vom 30. Mai bis 01.Juni 2014 im Regentenbau Bad Kissingen statt. Veranstalter und Träger ist der Nordbayerische Musikbund.
Etwa 15 bis 20 Brass Bands werden zur Meisterschaft erwartet. Die Deutsche Brass Band Szene umfasst derzeit rund 45 Bands, Tendenz steigend. Neben BlechKLANG und der Projektbrassband Sachsen formiert sich derzeit in Berlin eine neue Brass Band, ansonsten ist der Brass band Gründungsfunke leider noch nicht auf den Osten übergesprungen.
Die Deutschen Meisterschaften werden in fünf Leistungsstufen ausgetragen.
BlechKLANG überlegt, obwohl bereits in diesem Jahr am Wettbewerb „1. german open“ sehr erfolgreich teilgenommen,  auch bei der Deutschen Meisterschaft mit teilzunehmen.
Der Reiz des Wettbewerbes und des (Leistungs)Vergleiches ist immer wieder vorhanden. Wenn sich BlechKLANG für die Teilnahme entscheidet, dann wieder in der zweithöchsten Leistungsstufe Oberstufe, oder wie es international heißt:
„Second Division“.

Nachtrag: Ergebnisse der 1. German Open

Da unsere neue Homepage stetig aktualisiert wird findet ihr jetzt einen weiteren Punkt „Rezensionen“ wo u.A. Presseartikel, Konzertrezensionen und Auszeichnungen zu finden sind. Unseren jüngsten Erfolg bei den 1. German Open in Chemnitz konnten wir in diesem Atemzug gleich mit in die Liste aufnehmen. Wir erreichten dort einen hervorragenden 3. Preis in der Oberstufe mit 82 Punkten. Gleichzeitig möchten wir den Siegern der Höchststufe, der Brass Band Oberschwaben-Allgäu mit 90,5 Punkten und den Siegern der Oberstufe, der Brass Band Sachsen mit 89 Punkten recht herzlich gratulieren!

Hier noch die Ergebnisse im Einzelnen:

Höchststufe:

1. Brass Band Oberschwaben-Allgäu 90,5 Punkte
2. Oberösterreichische Jugendbrassband 90 Punkte
3. 3BA Concertband 87 Punkte
4. Cologne Concert Brass 83,5 Punkte

Oberstufe:

1. Brass Band Sachsen 89 Punkte
2. Nordbayerische Brass Band 85 Punkte
3. Brass Band Blechlang Jena 82 Punkte
4. Berlin Concert Brass e.V. 80,5 Punkte