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Kirchenkonzerte 2022: „Terra Pacem“

Es lässt sich einfach nicht von der Hand weisen, dass der typische Brass Band-Sound in der speziellen Akustik einer Kirche sogar noch intensiver klingt. Der einzigartige Mix aus überwältigenden Klanggemälden und zarten Momenten der Ruhe entfaltet in diesen Räumen eine ganz besondere Wirkung, die noch lang im Gedächtnis bleibt. Davon konnte sich unser Publikum höchstpersönlich bei unseren diesjährigen Kirchenkonzerten in Apolda (21.09.2022) und in Crispendorf (24.09.2022) überzeugen. Honoriert wurden wir für unsere Darbietung mit tosenden Beifallsstürmen und dem Wunsch nach mehreren Zugaben, die wir natürlich nur zu gern spielten.

Kirchenkonzerte Brass Band BlechKLANG 2022 Kirchenkonzerte Brass Band BlechKLANG 2022 Kirchenkonzerte Brass Band BlechKLANG 2022 Kirchenkonzerte Brass Band BlechKLANG 2022

Unter dem Motto „Terra Pacem“ (lat. Frieden auf Erden) präsentierten wir in diesem Jahr eine abwechslungsreiche Reise durch die verschiedenen Regionen Europas – von den grünen Hügeln Schottlands über die mittelalterliche Schweiz bis nach Norwegen. Auf unseren Pulten lagen dabei sowohl zarte Volksweisen als auch ehrwürdige Choräle und natürlich zeitgenössische Melodien. Emotionale Passagen wechselten sich ab mit packenden Klanggewölben, ergreifende Soli gingen über in mitreißende Tutti-Stellen.

Das Originalwerk „Terra Pacem“ des Schweizer Komponisten Mario Bürki bildete das Kernstück unseres diesjährigen Programms. Seine an den Herzschlag der Erde erinnernden Schlägen auf der großen Trommel zu Beginn entfalteten jedes Mal ihre berührende Wirkung und das grandiose Finale am Ende ließ niemanden unbeeindruckt. Wenn sich die ewige Spirale aus Krieg und Frieden, welche seit Jahrtausenden auf der Welt herrscht, im fulminanten Schlussakkord zumindest für einen Wimpernschlag unterbrechen ließ, konnte man die Gänsehaut förmlich im Raum spüren.

Kirchenkonzerte Brass Band BlechKLANG 2022 Robin Kürschner Andrea Hobson

Dirigent Robin Kürschner (Mitte) mit Solistin Andrea Hobson (rechts) und Solo-Kornettistin Mónika Mohai (links)

Eine besondere Erwähnung gilt unseren diesjährigen Solistinnen Andrea Hobson (Euphonium) und Misaki Fukushima (Sopran Kornett). Mit ihren virtuosen und technisch beeindruckenden Darbietungen sorgten sie für besonders magische Momente im Konzert. Außerdem bedanken wir uns ganz herzlich bei Robin Kürschner, Landesmusikdirektor des Sächsischen Blasmusikverbands, den wir in diesem Jahr als Gastdirigenten gewinnen konnten. Abschließend gilt unser Dank allen fleißigen Helfer*innen im Hintergrund und selbstverständlich unserem Publikum – wir freuen uns bereits auf die Kirchenkonzerttour 2023!

Brass & Fire III: ein akustisches und optischer Feuerwerk

Einen brennenden Zylinder, Handfackeln, ein Flammenrad, Feuerstäbe und natürlich auch Spezialwerkzeuge zum Funkenregen – all das konnte man am 17. September 2022 in der Jenaer Saaleaue live bestaunen, während wir dazu für das musikalische Feuerwerk sorgten. Auch bei „Brass & Fire III“ wurde es also – wie bereits beim Vorgänger im Jahr 2017 – wieder mächtig heiß!

Brass Band BlechKLANG Brass and Fire III

Die Grundidee ist bekannt: Feurige Klänge verschmelzen mit feuriger Akrobatik zu einem wahren Unterhaltungsinferno. Dazu setzten die „Feuerfüchse“, die für das optische Spektakel zuständig waren, vom Eröffnungsstück bis zur ersten Zugabe jeden von uns gespielten Titel optimal in Szene. Sowohl beim epochalen „War of the World“ von Peter Graham als auch bei der ruhigen „Sunset Serenade“ von Thomas Doss sorgten sie mit ihrer faszinierenden Ausrüstung für die passende Optik. Das Publikum wurde eine äußerst abwechslungsreiche Show aus fesselndem Brass Band-Sound und packender Feuershow geboten, die es so nicht alle Tage gibt. Besonders beeindruckend war aber das große Finale, bei dem es zu einem echten Feuerregen kam – ein glühender Abschluss für eine fantastische Veranstaltung!

Brass And Fire III Brass Band BlechKLANG Brass And Fire III Brass Band BlechKLANG Brass And Fire III Brass Band BlechKLANG Brass And Fire III Brass Band BlechKLANG

Selbstverständlich ist ein solcher Abend nicht ohne Unterstützung möglich. Wir bedanken uns ganz herzlich beim Ortsteilrat Jena-Lobeda, beim Maxx Hotel Jena, bei Buffet Crampon, bei der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, bei roelofsevent sowie bei allen fleißigen Helfer*innen vor und hinter der Bühne!

Feuerfüchse bei Brass And Fire III

„Terra Pacem“ – Kirchenkonzert-Tour 2022

Gestartet im Jahr 2017 anlässlich des Reformationsjubiläums entwickelten sich unsere Kirchenkonzerte über die Herbstsaison 2018 und 2019 zu einem echten Highlight für uns und unser Publikum. In den verschiedensten Städten Thüringens konnten wir mit dem jeweils äußerst stimmungsvollen Programm unser Publikum sehr begeistern. Leider sorgte jedoch Corona für eine Unterbrechung dieser jungen Tradition und zwang uns zum Pausieren in 2020 und 2021. Nun können wir endlich wieder durchstarten. In folgenden Kirchen sind wir in diesem Jahr zu Gast:

  • Apolda (21.09.2022, 19:30 Uhr): Lutherkirche
  • Crispendorf (24.09.2022, 19:00 Uhr): Dorfkirche

 

Brass Band BlechKLANG Kirchenkonzerte 2022

Berührende Klänge, solistischer Glanz und ein Gastdirigent

Wer bereits eines unserer Kirchenkonzerte erlebt hat, kann sich mit Sicherheit noch an das ganz spezielle Repertoire erinnern, welches wir bei dieser Reihe präsentieren. Auch in diesem Jahr hat unser Dirigent Alexander Richter wieder ein Programm zusammengestellt, welches durch die besondere Mischung aus überwältigenden Klangwänden, emotionalen Melodien und ergreifendem Sound gekennzeichnet ist. Musikalisch verschlägt es uns dabei in verschiedene Regionen Europas: von den grünen Hügeln Schottlands über die mittelalterliche Schweiz bis nach Norwegen.

Zu hören sein werden zarte Volksweisen, ehrwürdige Choräle und natürlich auch moderne Melodien. Solistisch, kammermusikalisch und im großen Orchester-Tutti zeigen wir dabei alle Facetten einer Brass Band. Hervorzuheben ist insbesondere das Originalwerk „Terra Pacem“ des Schweizer Komponisten Mario Bürki, welches das Kernstück unserer diesjährigen Kirchenkonzerte bildet. Es beginnt mit an den Herzschlag der Erde erinnernden Schlägen auf der großen Trommel und endet in einem grandiosen Finale. Gänsehaut ist garantiert, wenn sich die ewige Spirale aus Krieg und Frieden, welche seit Jahrtausenden auf der Welt herrscht, im fulminanten Schlussakkord zumindest für einen Wimpernschlag unterbrechen lässt.

Außerdem sollen an dieser Stelle die Einzelleistungen aus unseren Reihen nicht unerwähnt bleiben. Unsere beiden Solistinnen Andrea Hobson (Euphonium) und Misaki Fukushima (Sopran Kornett) werden das Publikum mit ihrer virtuosen, klanglichen und emotionalen Ausdruckskraft verzaubern und für magische Momente im Programm sorgen. Als Dirigenten konnten wir in diesem Jahr den Landesmusikdirektor des Sächsischen Blasmusikverbands Robin Kürschner gewinnen. Er freut sich schon sehr darauf, den Taktstock bei unseren Konzerten in Apolda und Crispendorf zu übernehmen: „Es ist für mich eine große Ehre, im Rahmen dieses speziellen Programms mit BlechKLANG zu arbeiten!

Ein besonderes Highlight erwartet Euch – lasst es Euch nicht entgehen!

Die Rückkehr der „Heiß-Zeit“: Brass & Fire III

Es ist kaum zu glauben, aber mehr als fünf Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem wir das letzte Mal unsere atemberaubende Kombination aus Feuershow und feurigem Brass Band-Sound präsentiert haben. Am kommenden Samstag (17.09.2022) ist es nun aber soweit – es wird endlich wieder richtig heiß. Wir feiern Brass & Fire III!

Brass & Fire III - Brass Band BlechKLANG

Gemeinsam mit den „Feuerfüchsen“ zünden wir in der Saaleaue Lobeda-West ein faszinierendes Feuerwerk für Augen und Ohren. Los geht es bereits um 19 Uhr mit einem Warm-Up, bestehend aus elektronischen Klängen, zu denen die Feuertänzer einen ersten Vorgeschmack ihrer Künste präsentieren. Dazu empfehlen sich die heißen Drinks von roelofsevent, die für das passende Knistern auf dem Gaumen sorgen werden.

Um 20 Uhr lassen wir dann wieder den glühenden Sound einer Brass Band mit der flammenden Akrobatik-Show der Feuerkünstler verschmelzen. Erklingen werden mitreißende und packende Werke, bei denen auf jeden Fall die Funken sprühen. Parallel dazu sorgen die „Feuerfüchse“ für ein glühendes Spektakel. Dieses Highlight wird sich ganz tief in die Erinnerung einbrennen! Deshalb: Kommt vorbei – der Eintritt ist frei!

Probenwochenende on the Road mit Chris Houlding und Helen Varley

Endlich war es soweit! Nach einer zweijährigen Pause, in der unser „Auswärts-Probenwochenende“ lediglich in einer @Home-Edition stattfinden konnte, waren wir diesmal wieder in der Lage, zum KiEZ „Am Filzteich“ in Schneeberg zu reisen, um dort im Rahmen der International Summer Brass Band Camps ein gewohntes „Probenwochenende on the Road“ (25. – 28. August 2022) durchzuführen.

Unter der erfahrenen Leitung von Chris Houldig und Helen Varley, die wir bereits im Jahr 2021 in Jena begrüßen konnten, bestritten wir gemeinsam mit den übrigens Teilnehmer*innen des ISBBC vier intensive Tage, in denen fast jede Sekunde mit Musik gefüllt war. Die tägliche Agenda sah dabei ein sehr umfangreiches Programm vor. Schon morgens ging es beispielsweise mit sportlichen Übungen zum Aufwärmen los, an die sich ein forderndes Set verschiedener Atemübungen anschloss. Danach folgte die Probenarbeit. Dabei gab es nicht nur Einzel- und Registerunterricht, sondern auch diverse Ensemble- und selbstverständlich Tuttiproben.

Als „ISBBC-Band 2022“ befassten wir uns bei den Gesamtproben tagtäglich mit einem sehr abwechslungsreichen Repertoire. Mit dabei waren beispielsweise das äußerst stimmungsvolle „Terra Pacem“ von Mario Bürki oder auch das packende „Vivat!“ von Tom Davoren. Außerdem warfen wir einen Blick auf Klassiker wie „A Disney Fantasy“ (Goff Richards), „Hänsel und Gretel“ (Engelbert Humperdinck/Charles Godfrey) oder „The Green Hill“ (Bert Appermont). Auf viele dieser Werke kann sich unser Publikum jetzt bereits freuen, weil wir sie bei unseren kommenden Kirchen- und Weihnachtskonzerten präsentieren werden.

Einen ersten Höreindruck zu unserer Arbeit gab es für Freunde und Familie zum Abschluss des International Summer Brass Band Camps. Im Rahmen eines kleines Konzerts präsentierten alle Formationen ihre Fortschritte der gemeinsamen Arbeit. Chris Houlding sagte dazu: „Die Mischung aus viel frischer Luft, einem starken Gemeinschaftsgefühl und einem hohen Maß musikalischen Engagements hat wieder einmal dazu geführt, dass alle Teilnehmer*innen herausragende Ergebnisse erreicht haben. Das war Brass Banding vom Feinsten!“ Helen Varley fügte hinzu: „Es war uns erneut eine große Ehre, mit unseren deutschen Freunden zu arbeiten. So viel Spaß, Leidenschaft und Support für die Brass Band-Kultur findet man nicht jeden Tag.

Unser Dirigent Alexander Richter kommentierte unser Probenwochenende on the Road 2022 folgendermaßen: „Der starke soziale Zusammenhalt unter den Teilnehmer*innen und der musikalische Eifer aller Mitspieler*innen in Kombination mit den fantastischen Möglichkeiten, die uns diese Location bietet – das macht für mich den besonderen Reiz des International Summer Brass Band Camps aus. Ich bin sehr froh, dass wir unser „Auswärtsspiel“ endlich wieder in gewohnter Form durchführen konnten und möchte mich ausdrücklich beim gesamten Dozenten- und Organisations-Team bedanken. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr!“ Selbstverständlich ist ein derartiges Projekt nicht ohne fördernde Partner und Unterstützer möglich. Unser herzlichster Dank geht an:

  • Besson Brass
  • Deutsche Bläserjugend / Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“

Unser Picknickkonzert 2022 in Jena: Ein Original ist (endlich) wieder da!

Die Idee, kulturelle Unterhaltung mit köstlichen Speisen unter freiem Himmel zu verbinden, wird in Jena immer beliebter. Zahlreiche „Picknick-Veranstaltungen“ finden mittlerweile an verschiedenen Orten statt, sobald es die Temperaturen zulassen. Daher freut es uns natürlich umso mehr, dass wir nach dreijähriger Pause am vergangenen Sonntag (03. Juli 2022) endlich wieder eintrittsfrei mit unserem original „Picknick mit Konzert“ in den Drackendorfer Goethepark zurückkehren konnten. Schließlich sind wir die Einzigen, die einen solchen Event nach britischer Tradition anbieten – und das heißt: feinster Brass Band-Sound, kulinarische Genüsse (selbst mitgebracht oder vor Ort) und Unterhaltung für die gesamte Familie (vom Baby bis zu den Urgroßeltern).

9. Picknick mit Konzert Brass Band BlechKLANG

Bei herrlichem Wetter und dank der schattigen Bäume dennoch angenehmen Temperaturen waren die Voraussetzungen für unser Event natürlich hervorragend. Zu Hunderten strömten die Jenaer mit Kind, Kegel und sogar Haustieren in den neu gestalteten Goethepark im Stadtteil Drackendorf, um ein Stück britisches Lebensgefühl zu genießen. Im Vereinigten Königreich wurde die Picknicktradition immerhin bereits vor mehr als 100 Jahren begründet und bis heute gepflegt. So wie dort üblich, wurden auch bei uns keine Mühen gescheut, einen gemütlichen Nachmittag zu erleben. Daher gab es nicht nur mitgebrachte Stühle und Decken, sondern auch Hängematten und mit Blumen geschmückte Tische. An einigen Plätzen diente unser Konzert sogar als Kulisse für einen Familiengeburtstag.

Beste Unterhaltung beim 9. Picknick mit Konzert (2) Beste Unterhaltung beim 9. Picknick mit Konzert (2)

Auch bei der Verpflegung wurde einiger Aufwand betrieben. Von Kuchen über Sandwiches bis hin zu deftigen Köstlichkeiten gab es im Publikum allerhand zu bestaunen. Zusätzlich hatten wir auch wieder ein reiches Angebot an Spezialitäten vor Ort. Wer wollte, konnte zum Beispiel Backwaren aus der Hausbäckerei Schröder, eisige Leckereien vom Jenaer Handeis oder köstliche Kaffeekreationen vom Coffee Bike genießen.

Coffee Kiste Picknickkonzert Handeis Picknickkonzert

Und die Musik? Da lautete das Motto natürlich wieder „Brass Band-Sound vom Allerfeinsten“! Zu hören gab es einen bunten Mix aus unserem aktuellen Repertoire – von Soundtracks über Weltmusik und Originalkompositionen bis zu beliebten Unterhaltungsklassikern.

Brass Band BlechKLANG Picknick mit Konzert (1) Brass Band BlechKLANG Picknick mit Konzert (1)

Unser Dirigent Alexander Richter, der auch für die Moderation zuständig war, hatte zahlreiche musikalische Leckerbissen für unsere Rückkehr in den Drackendorfer Goethepark ausgewählt. Wir trafen beispielsweise auf Batman und Zorro, unternahmen einen kurzen Abstecher auf den Balkan, machten einen Zwischenstopp in Südamerika, besuchten die eindrucksvollen Landschaften Norwegens und hatten sogar noch Zeit für eine Stipvisite der Beatles und von Earth, Wind and Fire. Zahlreiche Einzelleistungen aus unseren Reihen könnte man hier hervorheben, aber letztendlich zählt der Gesamteindruck, der vom Publikum durch den Wunsch nach mehreren Zugaben honoriert wurde. Auch unser fleißiger CD-Verkäufer Mario hatte viel zu tun, da es großes Interesse an unserem Album „KLANGspuren“ gab.

Orchesterschule KLANGwelt Picknickkonzert (4) Orchesterschule KLANGwelt Picknickkonzert (4)

Orchesterschule KLANGwelt Picknickkonzert (4) Orchesterschule KLANGwelt Picknickkonzert (4)

Nicht unerwähnt soll zudem das Angebot unserer Nachwuchsschmiede, der Orchesterschule KLANGwelt, sein. Für große und kleine Klangforscher*innen wurde hier ein wahrer „Musikspielplatz“ geboten. Es gab einen Bastelstand der „Mobilen Musikwerkstatt“, Installationen aus dem KLANGgarten luden zum Experimentieren ein und wer wollte, konnte sogar diejenigen Instrumente ausprobieren, die wir gerade live auf der Bühne spielten. Zusätzlich stand allen Kindern „Omas Spieltruhe“ zur Verfügung. Auch hier konnte viel entdeckt und bestaunt werden.

Zusammengefasst war es (endlich) wieder ein fantastischer Nachmittag für alle Altersgruppen – getreu dem britischen Original. Schon jetzt freuen wir uns riesig auf das „10. Picknick mit Konzert“ im Jahr 2023, das wir mit allen Jenaer*innen feiern möchten!

Bandman of the Month: Christoph Hillebrand

Die krassesten dynamischen Gegensätze und die größten musikalischen Herausforderungen gibt es für mich in einer Brass Band – und genau deswegen spiele ich bei BlechKLANG.“ Wenn das mal kein Ausdruck von Begeisterung ist! Und dabei ist unsere 1. Posaune, Christoph Hillebrand, musikalisch wirklich vielseitig unterwegs (was sich noch im weiteren Verlauf dieses Beitrags zeigen wird). Deswegen wollen wir ihn heute als unseren aktuellen Bandman des Monats etwas genauer vorstellen.

Das Licht der Welt erblickte Christoph im Jahr 1992. Mit der Musik begann er dann im zarten Alter von 7 Jahren. Von Anfang an war dabei die Posaune das Objekt der Begierde. Andere Instrumente gab es nicht. „Keine Flöte, kein Klavier oder irgendeinen anderen Schmarrn – es ging für mich ohne Umwege direkt ans einzig wahre Instrument!“ Parallel zum Einzelunterricht spielte er ab seinem achten Lebensjahr in verschiedenen Formationen. Die erste Station war das Kinderorchester Nersingen/Fahlheim, später folgte die Jugendkapelle Nersingen/Fahlheim und als Jugendlicher, mit 14 Jahren, war er Mitglied in der Junior Big Band Nersingen, von der er später in die Big Band der Musikschule Nersingen wechselte, die den schönen Namen Rohrblitz Explosion trägt. Weitere Stationen waren der Musikverein Fahlheim und die Big Band Nersingen sowie das Quintett Classic Brass und die Fahlheimer Festmusikanten. Mit dem Fanfarenorchester der Bavarian Symphonic Winds wurde es zwar nur ein Konzert, aber trotzdem darf die Formation in dieser Liste nicht fehlen. Zudem war Christoph Aushilfe in unterschiedlichen Bands im nahezu gesamten Schwabenland, „egal ob Big Band, Blasmusik oder was auch immer!“ Als es ihn mit 25 Jahren nach Jena verschlug, fand er schließlich den Weg zu uns. Aber auch in seiner neuen Heimat kannte er keinen Stillstand. In den verschiedensten Gruppierungen (z. B. Akademische Orchestervereinigung, Carl Zeiss Sinfonieorchester, Big Band Jena etc.) war er bereits als Aushilfe tätig. Und gelegentlich greift er sogar heute noch im Schwabenland zum Instrument, um seine alten Wegbegleiter*innen zu unterstützen.

Bei einer derartigen Bandbreite stellt sich natürlich die Frage, was eigentlich Christophs Lieblingsstück ist – oder ob er überhaupt ein einzelnes Werk herausheben kann? Die Frage lässt sich erstaunlich leicht beantworten: Der Titel „Sleep“ von Eric Whitacre, arrangiert von Sandy Smith, hat es ihm besonders angetan. Gemeinsam mit uns hat er das Stück bereits bei einem unserer Weihnachtskonzerte spielen können. Als besonders beeindruckendes Erlebnis ist ihm jedoch nicht einer unserer weihnachtlichen Auftritte in der Jenaer Stadtkirche in Erinnerung geblieben, sondern das Programm „Call of the Cossacks“, mit dem wir den Brass Band Entertainment Wettbewerb gewinnen konnten, der im Rahmen des Deutschen Musikfest 2019 in Osnabrück stattfand. „Man hat dabei einfach gemerkt, was zusätzliche Choreographie noch ausmacht und wie begeistert das Publikum war – ein wirklich fantastisches Erlebnis!

Christoph bei einer Probe mit Philippe Bach für unser Konzert „BlechKLANGPhilharmonie“ 2019

Einstudiert haben wir dieses spezielle Programm übrigens mit zwei Dirigenten (Alexander Richter und Patricio Cosentino), die für Christoph besonders prägend bzw. beeindruckend waren. „Wobei es wirklich viele verschiedene Dozent*innen bzw. Lehrer*innen gibt, die mich im Laufe meiner musikalischen Entwicklung begeistert haben. Eine*n einzige*n aus der Menge hervorzuheben, wäre unfair. Man lernt einfach am besten von ganz unterschiedlichen Menschen.“ Daher ist Christophs Liste von Lieblings-Dozent*innen auch etwas länger als bei den bisherigen Bandmen bzw. Bandwomen of the Month: „Zunächst muss ich natürlich Rupert Flitsch erwähnen, meinen Posaunenlehrer der Musikschule Nersingen. Ich hatte mehr als zehn Jahre lang bei ihm Unterricht und das hat mein Spiel stark geprägt. Als Dirigent*innen bzw. Band-Leiter*innen sind mir folgende Namen in besonderer Erinnerung geblieben: Klaus Weiß (Jugendkapelle), Klaus Schlander (Musikverein Fahlheim, Big Band Jazzspätzla), Irene Anda (Musikverein Fahlheim, Dirigentin der Europäischen Jugend Brass Band 2013), Thomas Sälzle (Big Band und viele weitere Formationen, Mitglied bei Saxofourte, hat auch mal beim Guru Josh Project gespielt, die mit „Infinity“ einen bekannten Radiohit hatten) und Bob Sibich (Musikverein Fahlheim, Fanfarenorchester, Tubist bei der 3BA Concert Band). Seit ich in Jena bin, sind noch folgende Personen zur Liste hinzugekommen: Alexander Richter, Patricio Cosentino, Chris Houlding und Lito Fontana.

Christioph bei einer Probe mit Chris Houlding beim „Probenwochenende on the Road“ 2018

Eine ähnlich lange Liste erhält man übrigens, wenn man Christoph nach seinen musikalischen Vorbildern fragt: „Auch hier könnte ich mehr als 20 Personen aufzählen. Vom sinfonischen Spiel her wären das z. B. Joe Alessi, Ian Bousfield, Jörgen van Rijen, Fabrice Millischer, Hakan Bjorkman, Charles Vernon und noch viele mehr. Im Bereich Jazz würde ich mit Abstand Wycliffe Gordon nennen, aber auch J. J. Johnson, Erik van Lier und andere sind überragend. Außerdem sind alle Posaunist*innen von Mnozil Brass echte Vorbilder für mich. Alle Genannten vereint eine Gemeinsamkeit: Unabhängig vom Genre ziehen sie kompromisslos ihr Ding durch und bewahren ihren Stil zu 100 Prozent. Es gibt kein „daneben“ – nur Vollgas! Das finde ich sehr beeindruckend.

Nach diesen umfangreichen Aufzählungen sollte man meinen, dass Christoph auf jeden Fall auch zahlreiche Brass Bands hat, die ihm gut gefallen. Hier sieht es aber etwas anders aus. „Viele ausländische Brass Bands kenne ich nur von YouTube und kann mir schlecht ein Urteil bilden. Vom Zusammenspiel her gibt es aber aktuell nichts Besseres als The Cory Band, denke ich.“ Privat hört er ohnehin vorrangig andere Musik: „Bei mir läuft tatsächlich häufig traditionelle böhmisch/mährische Blasmusik, oder auch „moderne Volksmusik“ wie beispielsweise die Fäaschtbänkler, DeSchoWieda, Global Kryner, LaBrassBanda, Viera Blech, Moop Mama, Pro Solist’y und noch viele mehr. Diese Musik macht gute Laune und lässt mich andere Probleme und Sorgen manchmal vergessen. Ansonsten höre ich eigentlich alles außer Hardcore Techno, also von Alpenrock bis Klassik.

Beruflich ist Christoph Elektronik-Ingenieur. Wenn er gerade keine Posaune in der Hand hat, dann spielt er leidenschaftlich Fußball oder geht Joggen. Ab und zu widmet er seine Zeit auch dem böhmischen Bariton. Und er wollte schon immer einmal folgenden Satz loswerden: „Wir brauchen dringend mehr Kornette und Tuben in der Brass Band BlechKLANG!“. In diesem Zusammenhang sei der Hinweis erlaubt, dass wir uns immer über neue Gesichter in unseren Reihen freuen.

Lieber Christoph, wir freuen uns, dass Du mit Deiner musikalischen Leidenschaft immer wieder eine echte Bereicherung bist und hoffen natürlich, dass Du uns noch sehr lang erhalten bleiben wirst!

9. Picknick mit Konzert in Jena: Eine Tradition kehrt zurück!

Drei Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem wir das letzte Mal mit unserem Picknickkonzert für die ganze Familie im Drackendorfer Goethepark zu Gast waren. Da die Umbauarbeiten nun endlich beendet sind, können wir zu unserer alten Wirkungsstätte zurückkehren und das 9. Picknick mit Konzert erneut im Schatten der ehrwürdigen Bäume präsentieren!

Brass Band BlechKLANG Picknickkonzert 2022

Unser Publikum erwartet ein buntes Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie, bei dem sowohl die Jüngsten als auch die ältere Generation etwas Passendes finden werden. Mitzubringen sind nur eine Picknickdecke oder ein gemütlicher Stuhl sowie Speis und Trank nach eigenem Geschmack. Alternativ wird natürlich auch wieder vor Ort für das leibliche Wohl gesorgt sein. Saftiger Kuchen, diverse Kaffee-Spezialitäten, Herzhaftes vom Grill – für jeden Geschmack ist etwas zu finden. Für unsere jüngeren Gäste stehen die Angebote der „Mobilen Musikwerkstatt“ sowie „Omas Spieltruhe“ zur Verfügung. Leitergolf, Ringwurfspiele, Pustefußball und Co. werden für große Begeisterung sorgen. Und die passende Hintergrundmusik – die kommt natürlich von uns. Neugierig? Dann kommt hier das Wichtigste in der Zusammenfassung:

  • Jena: 9. Picknick mit Konzert
  • Datum: 03. Juli 2022
  • Zeit: 15:30 Uhr
  • Ort: Goethepark Drackendorf

Mit Brass Band-Sound vom Allerfeinsten durch den Nachmittag

Was wird wohl diesmal auf der musikalischen Speisekarte landen? Nun, da unser Picknickkonzert 2022 im Rahmen unseres Jubiläumsjahres anlässlich „50 Jahre Blechblastradition in Jena“ stattfindet, hat unser Dirigent Alexander Richter nur die feinsten Unterhaltungsleckerbissen ausgewählt. Wir treffen beispielsweise auf Batman und Zorro, unternehmen einen kurzen Abstecher auf den Balkan, machen einen Zwischenstopp in Südamerika, besuchen die eindrucksvollen Landschaften Norwegens und haben sogar noch Zeit für eine Stipvisite der Beatles und von Earth, Wind and Fire. Von Soundtracks über Weltmusik und Originalkompositionen bis zu beliebten Unterhaltungsklassikern ist also alles dabei. Im herrlichen Ambiete des neu gestalteten Drackendorfer Goetheparks darf also sowohl musikalisch als auch gastronomisch intensiv genossen werden!

Brass Band BlechKLANG Picknickkonzert 2022 (1) Brass Band BlechKLANG Picknickkonzert 2022 (1)

Für alle Geschmäcker und alle Generationen ist unser Picknickkonzert perfekt geeignet. Musikalischer Hochgenuss, leckeres Essen sowie Spiel und Spaß für die Kleinsten sorgen für grenzenlosen Spaß und lassen dieses Event zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Wir freuen uns auf alle Gäste – der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten!

So feiert man 50 Jahre Blechblastradition in Jena – unser Gala- und Jubiläumskonzert 2022

Angefangen bei der Junior Brass Band KLANGwelt über die Jugend Brass Band BlechKLANG und die Brass Band VielKLANG bis schließlich zu unserem eigenen Beitrag war unser diesjähriges Galakonzert am 22.05.2022 im Jenaer Volkshaus ein voller Erfolgt. Alle Brass Bands, die es aktuell unter dem Dach des Blasmusikvereins Carl Zeiss Jena e.V. gibt, versammelten sich nacheinander auf Jena beliebtester Bühne und überzeugten mit einer musikalischen Fülle im originalen Brass Band-Sound.

Von den jungen Wilden bis zu den alten Hasen

Los ging es pünktlich um 17 Uhr mit unser jüngsten Formation, der Junior Brass Band KLANGwelt. Unter der Leitung von Andrea Hobson präsentierten die Nachwuchsmusiker*innen gleich vier Stücke, an denen sie in den vergangenen Monaten – trotz teilweise großer Einschränkungen aufgrund von Corona – gearbeitet hatten. Zu hören waren der berühmte „Can-Can“, „Largo from the New World Symphony“, eine Bearbeitung von „Bruder Jakob“ und „Hava Nagila“. Für einige war es der erste Auftritt auf einer derartigen Bühne, den aber alle mit Bravour gemeistert haben.

Junior Brass Band KLANGwelt

Anschließend betrat die Jugend Brass Band BlechKLANG die Bühne. Unter der Leitung von Nick Prince spielte die Formation zwar nur einen Titel, der hatte es jedoch wirklich in sich. Mit einem abwechslungsreichen Medley präsentierte unsere Nachwuchsband verschiedene Melodien aus den bekannten Filmen rund um den britischen Geheimagenten James Bond. Sichtlich begeistert honorierte das zahlreich erschienene Publikum den Beitrag mit jeder Menge Applaus.

Jugend Brass Band BlechKLANG

An die gute Stimmung, die die ersten beiden Bands bereits ins Jenaer Volkshaus gebracht hatten, schloss sich nun die Brass Band VielKLANG an. Die neue Unterhaltungs-Formation unter dem Dach des Blasmusikvereins Carl Zeiss Jena e.V. zog auf der Bühne alle Register. Unter der Leitung von Andrea Hobson gab es waschechte Brass Band-Klassiker, berührende Filmmusik und natürlich zeitlose Evergreens. Mit dieser Mischung punktete VielKLANG auf ganzer Linie – und erhielt dafür Applaus und Standing Ovations.

Brass Band VielKLANG

Das große Finale bildete schließlich unser Auftritt. Geleitet von Alexander Richter spielten wir u. a. das fulminante Werk „VIVAT!“ aus der Feder von Tom Davoren, mehrere Sätze aus „War of the Worlds“ von Peter Graham oder auch die bewegende „Sunset Serenade“ von Thomas Doss. Erst nach zwei Zugaben und ekstatischen Beifallsstürmen aus dem Saal durften wir die Bühne verlassen.

Brass Band BlechKLANG

Neben all der fantastischen Musik darf natürlich die ebenfalls fantastische Moderation von Thomas Rothhardt nicht vergessen werden. Als echtes Urgestein des Blasmusikvereins Carl Zeiss Jena e.V. konnte er zu allen Phasen der Geschichte unseres Trägers viele spannende Storys und Anekdoten erzählen. Er erinnerte an viele Meilensteine, lobte den Beitrag einzelner Mitstreiter und rundete damit den phänomenalen Gesamteindruck des Konzerts ab – vielen Dank!

Bandman of the Month: Michael Götz

Auch wenn ich in meinen mehr als 40 Jahren, die ich nun diesem Hobby nachgehe, neben vielen Höhen natürlich auch ein paar Tiefen durchschritten habe, so hat die Musik in der Brass Band BlechKLANG stets eine gute Betätigung neben der beruflichen Arbeit sowie sehr viele Erlebnisse und Bekanntschaften gebracht. Die intensivsten Freundschaften entstanden hier und das ist mir extrem wichtig!“ Mit diesen einleitenden Worten aus seinem eigenen Mund möchten wir die Vorstellung von Michael Götz beginnen, unserem Bandman des Monats. Heute erfahrt Ihr etwas mehr über unser 2nd Horn und ein echtes Urgestein der Brass Band BlechKLANG.

Das Licht der Welt erblickte Micha im Jahr 1972. Schon in der Schulzeit, während der dritten Klasse, fand er den Weg zur Musik. Bereits davor begeisterten ihn allerdings die „Aufmärsche“ des Fanfarenorchesters (FO) des damaligen VEB (Volkseigener Betrieb) Carl Zeiss Jena mit der gewaltigen Rhythmus-Gruppe und der Tambourmajorin vornweg. Wenn diese Formation, die volle Straßenbreite einnehmend, spielend und trommelnd durch das Wohngebiet schritt, war Micha immer sofort am Fenster und hatte „Gänsehaut“. Ein Zufall war es dann, der den direkten Kontakt zu den Verantwortlichen des Fanfarenorchesters herstellte: Michas Mutter, die als Kindergärtnerin arbeitete, betreute u. a. ein Kind, dessen Mutter beruflich im Zeiss-Werk Kontakt zum FO hatte. Bei einem Elterngespräch wurde dann wohl auch beiläufig die Begeisterung von Micha für besagtes Orchester erwähnt. Zügig war anschließend der Kontakt zu Karl-Heinz Lehmann und Lothar Leuthold sen. hergestellt und die Dinge nahmen ihren Lauf; der Weg zum Flötenunterricht war eingerichtet.

Micha mit Helen Varley beim Probenwochenende on the Road 2018

Micha mit Helen Varley beim Probenwochenende on the Road 2018

So wurde Micha im September 1981 schließlich Mitglied im Fanfarenorchester der VEB Carl Zeiss Jena bzw. im Blasmusikverein Carl Zeiss Jena e.V. (unser Träger). Die Blockflöte spielte er zwar – wie es damals üblich war – nicht sehr lang, dennoch feierte er damit schon kleine Erfolge: „Zum 10-Jahres-Jubiläum durfte ich auf der Jenaer Volkshausbühne im Scheinwerferlicht stehend eine Flötenstelle mit einer Duettpartnerin solistisch wiederholt präsentieren – ein prägendes Ereignis! Denn diese Aufregung verspüre ich noch heute, wenn es mal wieder heißt, dass wir im Stück aufstehen „dürfen“ und eine kleine solistische Stelle zu präsentieren haben. Ich erinnere mich allerdings sehr gern an den als Präsent zur damaligen Jubiläumsfeier erhaltenen gravierten Kugelschreiber. Das war für die damaligen Verhältnisse und vor allem für mich eine echte Sensation.

Micha mit seinen Registerkolleg*innen bei den German Open 2021

Micha mit seinen Registerkolleg*innen bei den German Open 2021

Nach rund einem Jahr an der Flöte wechselte Micha auf die zu jener Zeit noch gängige Eb-Alt-Fanfare. „Die Tenorfanfare war zwar auch im Gespräch, aber im Lager gerade vergriffen, weshalb ich ein „Esser“ wurde.“ Diese „historischen Instrumente“ wurden dann im Laufe der Zeit durch die Brass Band-typischen Eb-Alt-Hörner ausgetauscht. Zunächst setzte man aber noch auf die deutsche Bauweise, die erst in den 2000ern durch die englische Variante ersetzt wurde. Im Gegensatz zu seinem Instrument, das immer mal wieder leicht wechselte, blieb Micha seiner Stimme jedoch relativ treu. Immerhin sind es jetzt schon annähernd 20 Jahre, die er bei uns das 2nd Horn spielt. „Und es muss auch keine andere Position sein!

Bei einer so langen Geschichte in der Brass Band BlechKLANG stellt sich natürlich die Frage, was eigentlich Michas Lieblingsstück ist. Dabei werden alle, die ihn persönlich kennen, sicherlich einen klaren Verdacht haben. „Selbstverständlich ist der „Fliegermarsch“ ein Titel, den ich sehr gern spiele und auch höre. Das Stück hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter, aber ein alleiniges Lieblingsstück ist es leider nicht. Und ich weiß, dass ich damit viele enttäusche!“ Stattdessen ist es für ihn – vielleicht auch aufgrund der Fülle an Werken, die er im Laufe der Zeit kennengelernt hat – sehr schwierig, einen klaren Favoriten zu benennen. „Ich erinnere mich wirklich an zahlreiche Stücke, die ich sehr gern (mit)gespielt habe. Exemplarisch möchte ich hier „Terra Pacem“ von Mario Bürki nennen, das wir im Rahmen unserer Weihnachtskonzerte 2015 präsentiert haben – ein wirklich sehr fulminantes Werk! Mich begeistern aber auch, vermutlich vordergründig wegen der hohen Wiedererkennung, viele bekannte Filmmusiken. Ein besonderes Highlight ist jedoch der Titel „Highland Cathedral“ von Ulrich Roever und Michael Korb, möglichst in einer Fassung mit Orgel und Dudelsäcken. Hier bekomme ich immer eine Gänsehaut beim Hören und Spielen. Darüber hinaus (und das liegt sicherlich an meiner „historischen Musikerentwicklung“) erinnere ich mich sehr gern (und habe dort außerordentlich gern gespielt) an die Musik-Massenveranstaltungen, bei denen hunderte oder tausende Musiker gemeinsam Musizieren; dies hat mich immer berührt …

Im Gegensatz zu diesem breiten Spektrum an favorisierten Brass Band-Stücken sieht es beim Thema „Lieblings-Brass Band“ ganz anders aus. „Es fällt mir sehr schwer, mich hier auf eine bestimmte Formation festzulegen, denn ich habe bei verschiedenen Veranstaltungen und Events zahlreiche Bands wunderbar hören dürfen. Nicht selten haben mir dabei dann sogar diejenigen besser gefallen, um die kein großer „Hype“ gemacht wird. Ich möchte es mal so sagen: Wenn die Musik gefällig ist, ist mir der Name der Band eigentlich egal.“ In diesem Zusammenhang ist es vermutlich auch nicht verwunderlich, dass Micha kein konkretes musikalisches Vorbild hat. „So weit geht es bei mir einfach nicht.

Micha bei einer Probe zu "Brass & Sinfonik II" unter Leitung von Philippe Bach 2015

Micha bei einer Probe zu „Brass & Sinfonik II“ unter Leitung von Philippe Bach 2015

Auf die Frage, welcher Dirigent bzw. Gast-Dirigent ihn in den ganzen Jahren am meisten begeistert hat, kann Micha jedoch wieder Namen nennen. „Es ist zwar schon sehr lange her, aber hier erinnere ich mich zuerst an Lothar Leuthold sen., da er für mich der erste Dirigent im „großen Orchester“ war, den ich nach absolvierter Ausbildung erleben durfte. Seine schon damals gelebte Philosophie „fordern und fördern“ habe ich in bester Erinnerung behalten. Seine Strenge und Disziplin, aber gleichzeitig auch die sensible und einfühlsame Art (mir als noch jungem Musiker gegenüber), haben mir sehr imponiert.“ In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem Philippe Bach (z. B. Brass & Sinfonik II), an den Micha gern zurückdenkt. „International agierende und dann doch auch regional tätige Gastdozenten wie er, denen die Freude am gemeinsamen Erarbeiten und Musizieren sichtbar ins Gesicht geschrieben ist und bei denen man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gewinnt, es würde sich nur um einen „bezahlten Job“ handeln, sind mir sehr angenehm. Mal abgesehen davon, dass mir sein schweizerischer „Spracheinschlag“ natürlich auch bestens gefällt!

Nicht nur verschiedene Dirigenten und Gast-Dirigenten hat Micha im Laufe der Zeit kennengelernt, selbstverständlich kann er auch auf eine riesige Menge spannender Erlebnisse zurückblicken. Aus dieser Sammlung ein Highlight zu picken, ist natürlich nicht einfach, aber er hat einen klaren Favoriten: „Für mich war die damalige Reise in die USA im Jahr 1999 ein absoluter Höhepunkt. Die zahlreichen Konzerte in amerikanischen High Schools, die gemeinsamen Fahrten im klassischen Amerika-Schulbus und sogar meine „Sonderbehandlung“ seitens der Einreisebehörde, da ich für die Band damals die komplette Reisekasse dabei hatte, was für eine Privatperson natürlich zu viel war, sind mir noch in sehr guter Erinnerung. Ich bin auch immer noch froh, dass ich mich aus der letzten Situation mit meinem „gebrochenen Englisch“ herausreden konnte! Ansonsten denke ich auch gern an gemeinsame Bandfahrten im großen Reisebus mit Kurzvideodreh, kleinen „Erfrischungsgetränken“ usw. zurück. Abschließend möchte ich zudem die Teilnahmen an Wettbewerben benennen, die natürlich auch beeindruckend waren, für mich aber regelmäßig besonders viel Stress bedeuteten. Bei Wettbewerben fühle ich mich eigentlich immer wohler als Konsument, akzeptiere aber natürlich für mich als Akteur auch die Wettbewerbsvorbereitung und -erarbeitung als wichtigen qualitativen Motor.

Stichwort „Konsument“ – welche Musik hört Micha eigentlich privat? „Was das angeht, bin ich doch sehr flexibel. So finden sich in meinem Auto beispielsweise Sampler von „Santiano“ oder auch ein „Best of Modern Talking / Dieter Bohlen“. Gern höre ich aber ebenso Schlager oder allgemein die 80er. Klassische Musik geht natürlich auch immer, wenngleich ich da vielleicht ein kleines Faible für Richard Wagners fulminante Stücke nicht verschweigen will. Am ehesten dient diese Musik bei mir aber der Unterhaltung oder der Begleitung bei anderen Arbeiten bzw. Tätigkeiten.

Micha beim Konzert auf Schloss Altenstein 2017

Beruflich ist Micha ursprünglich gelernter physikalisch-technischer Assistent, hat aber nie wirklich als solcher gearbeitet. Stattdessen erwarb er einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) und ist bereits seit vielen Jahren als Verwaltungsbeamter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Neben der Brass Band BlechKLANG widmet er einen anderen Teil seiner Freizeit dem Deutschen Roten Kreuz, in dem er sowohl im Sanitätsdienst als auch administrativ ehrenamtlich tätig ist. Zudem ist er aktiver Zeitschriftenleser und -sammler. Als sportliche Aktivität geht er sehr gern wandern.

Lieber Micha, wir freuen uns, dass Du schon so lange bei uns bist und hoffen natürlich, dass Du auch noch viele weitere Jubiläen mit uns feiern wirst!