Nachwuchs


Es war wieder heiß – Brass & Fire II „African Odyssey“

Auch wenn das Feuerwerk am Abend des vergangenen Samstags (13.05.2017) im Rahmen des Jenaer Frühlingsmarkts sicherlich recht imposant war, den wirklich beeindruckenden Feuerregen und das dazu passende musikalische Inferno gab es nur bei uns und dem Flammenzirkus – bei Brass & Fire II! Doch das war nur das große Finale eines Tages voller Brass, Feuer und Magie, den wir mit diesem Bericht Revue passieren lassen wollen.

20170513-Brass and Fire IILos ging die Veranstaltung um 17:15 Uhr mit einer Akrobatik-Show des Flammenzirkus. Noch bevor wir die Bühne betraten, gewährte das Team – zu diesem Zeitpunkt ohne Feuer – einen kleinen Einblick in sein Können und weckte die Vorfreude auf die Highlights, die an diesem Abend kommen würden. Anschließend waren wir an der Reihe, einen musikalischen Vorgeschmack auf das weitere Programm zu bieten. Mit feurigen Stücken wie Amazonia und dem ersten Satz aus der Nordic Trilogy heizten wir dem Publikum ordentlich ein und boten Brass Band-Sound vom Allerfeinsten!

Brass and Fire II (1) Brass and Fire II (2)

Als nächstes eroberte unsere Jugendbrassband die Marktbühne und unterhielt das Jenaer Publikum, das sich bereits auf dem gesamten Marktplatz verteilt hatte, mit schwungvoller Unterhaltungsliteratur. Unsere Youngsters überzeugten dabei mit beeindruckenden Soli – es gab sogar ein „Steinzeitsolo“ und eine Pfeifenperformance des Dirigenten Patricio Cosentino – und ganz viel jugendlichem Charme. Direkt im Anschluss folgte dann das Konzert unserer Oldstars, die ebenfalls mit feinsten Evergreens zu glänzen wussten. Diese heiße Mischung bildete die optimale Einstimmung für das große Highlight, das sich um 21 Uhr anschloss.

20170513-Brass and Fire II (2) 20170513-Brass and Fire II (1) 20170513-Brass and Fire II (4) 20170513-Brass and Fire II

Feurige Klänge verschmelzen mit feuriger Akrobatik zu einem wahren Unterhaltungsinferno,  ein technisches Feuerwerk gepaart mit explosiver Dynamik trifft auf auf eine magische Flammenshow – so lässt sich das Programm von Brass & Fire II vermutlich am besten beschreiben. Kurze Momente zum Luftholen gab es nur in den Pausen, in denen Thomas Rothhardt wie immer routiniert spannende Hintergrundinformationen zum Schwarzen Kontinent lieferte. Sobald aber die fesselnde Musik, die sich voll und ganz den exotischen Klängen Afrikas verschrieben hatte, anschließend wieder erklang, griff der Flammenzirkus zu einem seiner Instrumente und beeindruckte mit der nächsten feurigen Darbietung. Die Zuschauer, die den gesamten Markt einnahmen, kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Scheinbar unendlich schien die Liste an Werkzeugen zu sein, mit denen die beiden Akteure vom Flammenzirkus Stücke wie Spirit of Africa oder African Odyssey untermalten. Im großen Finale gab es dann den bereits erwähnten Feuerregen – ein glühender Abschluss für eine fantastische Veranstaltung!

Gastmusiker bei „KLANGspuren“: Anabel Voigt (1st Horn)

Welche Stücke waren eigentlich damals im Jahr 2007 Teil des Repertoires, als die Jugendbrassband des Blasmusikvereins Carl Zeiss Jena offiziell den Namen Brass Band BlechKLANG erhielt? Mit welchem Titeln verbindet die Band besondere Ereignisse? Und was spielt sie jetzt, nachdem sie sich als Oberstufenband etabliert hat? Auf all diese Fragen kann unsere neue CD „KLANGspuren“ eine Antwort liefern!

Mit dieser Produktion wollen wir unseren gut zehnjährigen Werdegang hin zur Brass Band Revue passieren lassen und wir sind sehr froh, dass wir dabei von verschiedenen Musikern und Musikerinnen Unterstützung erhalten. Darunter befinden sich jedoch nicht nur Profi-Musiker aus dem In- und Ausland (USA, Japan, Argentinien, Norwegen und England), sondern auch ein Nachwuchstalent aus unserer Jugendbrassband. Diese junge Dame wollen wir heute vorstellen:

Anabel Voigt

Anabel Voigt unterstützt Brass Band BlechKLANG bei KLANGspurenBereits in der ersten Klasse hat Anabel mit ihrer Ausbildung am Instrument begonnen. Ohne den Umweg über die Blockflöte ging es bei ihr in der Orchesterschule KLANGwelt (Lehrer: Alexander Richter) von Anfang an direkt mit dem Horn los. Nach nur einem Jahr wurde sie dann Teil der Nachwuchsformation BrassKids. Kurze Zeit später kam sie in die Jugendbrassband. Dort spielt sie seit mehr als einem Jahr überzeugend die Solostimme und hat die Funktion der Registerführerin übernommen.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Anabel Unterstützung aus unserem eigenen Nachwuchs bei der Produktion von „KLANGspuren“ erhalten werden. Die CD präsentieren wir übrigens bei unserem diesjährigen Galakonzert am 28. Mai 2017 im Jenaer Volkshaus.

13. Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen – Junge Brassbandbotschafter überzeugten mit Leistung

Am 05.07.2014 nahm unsere Jugendbrassband KLANGwelt am 13. Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen des Sächsischen Blasmusikverbandes und der Sächsischen Bläserjugend im Sächsischen Staatsbad Bad Elster teil. Dass sie unter den mehr als 400 jungen Musikerinnen und Musikern sofort aufgefallen sind, lag schon allein an der Auftrittskleidung. Nicht T-Shirt und abgeschnittene Jeans wurden getragen, sondern schwarze Hose, schwarzes Hemd und der rote, mit Noten bedruckte Auftrittsschlips.

Kinder1

„Kleider machen Leute“ zählt natürlich nicht vordergründig, wenn es um gute Musik geht. Selbstverständlich steht das Können am Instrument im Mittelpunkt. Bei unserer Jugendbrassband stimmten aber sowohl Kleidung als auch Können überein. In  der mit moderner Kunst vollgestopften Wandelhalle boten sie ein einstündiges Konzert, mit dem sie das Publikum vom besonderen Klang einer Brass Band überzeugten. Selbst eine Zugabe kitzelten die Konzertbesucher der jungen Band, in der der jüngste Teilnehmer 8, der älteste 14 Jahre ist, heraus. Dirigenten anderer Teilnehmerorchester und andere Musikkenner lobten die Qualität der jungen Jenaer Nachwuchsbrassband, die sich unter Leitung von Elsa Hoffmann auf den Auftritt intensiv vorbereitet hatten.

Kinder2

Höhepunkt des Tages war natürlich für alle das Gemeinschaftskonzert mit den anderen 400 jungen Musikern aus dem Sächsischen Blasmusikverband e.V. und der Bläserjugend Sachsen. Das von allen zusammen gespielte Stück „Ich bin ein Musikante“, bei dem alle Anwesenden von Horst Häupl, dem Komponisten des Werkes, begrüßt werden konnten, bildete schließlich den krönenden Abschluss der Veranstaltung. Der Titel erlebte in Bad Elster seine Uraufführung und begeisterte sowohl die Musiker als auch die Konzertgäste. Das Können, das Mühen, der Ehrgeiz und das Durchstehvermögen aller jungen Musikanten bei 30 Grad  honorierten die Zuhörer mit viel Applaus.

Kinder3

Da Bad Elster und Markneukirchen gerade mal 15 Busminuten auseinander liegen, blieb sogar noch Zeit für einen Besuch des berühmten Musikinstrumentemuseums. Hier konnte unser Nachwuchs live in die Geschichte der Brass Band Instrumente eintauchen und den Ursprüngen auf den Grund gehen. Insgesamt war es für die Jugendbrassband ein unterhaltsamer, faszinierender und spannender Ausflug und sicherlich nicht der letzte Besuch beim Kinder- und Nachwuchsorchestertreffen!